Messier 21

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Messier 21 (auch als NGC 6531 bezeichnet) ist ein +5,9 mag heller offener Sternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 13' im Sternbild Schütze; er wurde von Charles Messier im Jahr 1764 entdeckt und katalogisiert.[6] Der Sternhaufen ist vergleichsweise jung und dicht gepackt. In dem Sternhaufen treten einige Blaue Riesensterne hervor, jedoch besteht er hauptsächlich aus kleinen schwach leuchtenden Sternen.

Schnelle Fakten Offener Sternhaufen, Position Äquinoktium: J2000.0 ...
Offener Sternhaufen
Messier 21
Aufnahme mithilfe des Vera C. Rubin Observatory
Messier 21
AladinLite
Sternbild Schütze
Position
Äquinoktium: J2000.0
Rektaszension 18h 04m 13s [1][2]
Deklination −22° 29′ 24″ [1][2]
Erscheinungsbild
Klassi­fikation I,3,m (Trumpler),
d (Shapley) [3]
Helligkeit (visuell) 5,9 mag [1]
Helligkeit (B-Band) 6,02 mag [1]
Winkel­ausdehnung 13' [3]
Anzahl Sterne ≥ 94 [4]
Hellster Stern mag [3]
Veränder­liche Sterne
Rötung (Farbexzess E(B-V))
Physikalische Daten
Zugehörigkeit {{{Zugehörigkeit}}}
Rotverschiebung -49e-6 [1]
Radial­geschwindigkeit −14,71 km/s [1]
Entfernung [3] 4250 Lj
(1300 pc)
Absolute Helligkeit mag
Masse M
Durchmesser 16 Lj [3]
Alter 4,6 Mio. Jahre [3]
Metallizität [Fe/H] {{{Metallizität}}}
Geschichte
Entdeckt von Charles Messier
Entdeckungszeit 5. Juni 1764[5]
Katalogbezeichnungen
 M 21  NGC 6531  C 1801-225  OCl 26  Mel 188  Cr 363  Lund 806  ESO 521-SC019  OCISM 3
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Messier 21 ist Teil der Sagittarius OB1 Assoziation;[7] seine Entfernung wurde früher zwischen 2200 und 4250 Lichtjahre angegeben.[3][8] Verschieden ausgewertete Parallaxenmessungen durch den Astrometriesatelliten Gaia ergaben seit dem Jahr 2018 eine Parallaxe von 0,790…0,807 Millibogensekunden bzw. eine Entfernungen von rund 1200 Parsec.[9] Der Sternhaufen ist circa 6,6 Millionen Jahre alt und hat eine Masse von rund 800 Sonnenmassen;[10] sein Gezeitenradius ist 11,7 Parsec,[10] der Radius der Korona 3,6 ± 0,2 Parsec. Innerhalb der Korona konnten bis zu einer visuellen Magnitude von 15,5 insgesamt 105 ± 11 dem Sternhaufen zugehörige Sterne identifiziert werden,[4] auch etliche junge Sterne der Spektralklasse B.[11] Geschätzt 40–60 der beobachteten Mitglieder geringer Masse scheinen Vorhauptreihensterne zu sein.[11][12] Die Sterne des Sternhaufens zeigen keine signifikante Spreizung im Alter, was nahelegt, dass ihre Sternentstehung zu einem gemeinsamen Zeitpunkt angestoßen wurde.[4]

Beobachtbarkeit

Für eine Beobachtung erfordert M21 aufgrund seiner geringen Helligkeit zumindest ein kleines Fernglas; in Mitteleuropa wird sie durch die südlichen Position am Firmament von M21 erschwert.

Commons: Messier 21 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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