Messier 21
offener Sternhaufen
From Wikipedia, the free encyclopedia
Messier 21 (auch als NGC 6531 bezeichnet) ist ein +5,9 mag heller offener Sternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 13' im Sternbild Schütze; er wurde von Charles Messier im Jahr 1764 entdeckt und katalogisiert.[6] Der Sternhaufen ist vergleichsweise jung und dicht gepackt. In dem Sternhaufen treten einige Blaue Riesensterne hervor, jedoch besteht er hauptsächlich aus kleinen schwach leuchtenden Sternen.
| Offener Sternhaufen Messier 21 | |
|---|---|
| Aufnahme mithilfe des Vera C. Rubin Observatory | |
| AladinLite | |
| Sternbild | Schütze |
| Position Äquinoktium: J2000.0 | |
| Rektaszension | 18h 04m 13s [1][2] |
| Deklination | −22° 29′ 24″ [1][2] |
| Erscheinungsbild | |
| Klassifikation | I,3,m (Trumpler), d (Shapley) [3] |
| Helligkeit (visuell) | 5,9 mag [1] |
| Helligkeit (B-Band) | 6,02 mag [1] |
| Anzahl Sterne | ≥ 94 [4] |
| Physikalische Daten | |
| Rotverschiebung | -49e-6 [1] |
| Radialgeschwindigkeit | −14,71 km/s [1] |
| Entfernung [3] | 4250 Lj (1300 pc) |
| Durchmesser | 16 Lj [3] |
| Alter | 4,6 Mio. Jahre [3] |
| Geschichte | |
| Entdeckt von | Charles Messier |
| Entdeckungszeit | 5. Juni 1764[5] |
| Katalogbezeichnungen | |
| M 21 • NGC 6531 • C 1801-225 • OCl 26 • Mel 188 • Cr 363 • Lund 806 • ESO 521-SC019 • OCISM 3 | |
Messier 21 ist Teil der Sagittarius OB1 Assoziation;[7] seine Entfernung wurde früher zwischen 2200 und 4250 Lichtjahre angegeben.[3][8] Verschieden ausgewertete Parallaxenmessungen durch den Astrometriesatelliten Gaia ergaben seit dem Jahr 2018 eine Parallaxe von 0,790…0,807 Millibogensekunden bzw. eine Entfernungen von rund 1200 Parsec.[9] Der Sternhaufen ist circa 6,6 Millionen Jahre alt und hat eine Masse von rund 800 Sonnenmassen;[10] sein Gezeitenradius ist 11,7 Parsec,[10] der Radius der Korona 3,6 ± 0,2 Parsec. Innerhalb der Korona konnten bis zu einer visuellen Magnitude von 15,5 insgesamt 105 ± 11 dem Sternhaufen zugehörige Sterne identifiziert werden,[4] auch etliche junge Sterne der Spektralklasse B.[11] Geschätzt 40–60 der beobachteten Mitglieder geringer Masse scheinen Vorhauptreihensterne zu sein.[11][12] Die Sterne des Sternhaufens zeigen keine signifikante Spreizung im Alter, was nahelegt, dass ihre Sternentstehung zu einem gemeinsamen Zeitpunkt angestoßen wurde.[4]
Beobachtbarkeit
Für eine Beobachtung erfordert M21 aufgrund seiner geringen Helligkeit zumindest ein kleines Fernglas; in Mitteleuropa wird sie durch die südlichen Position am Firmament von M21 erschwert.
