Nackendorf

Ortsteil von Höchstadt an der Aisch From Wikipedia, the free encyclopedia

Nackendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Höchstadt an der Aisch im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern).[2] Nackendorf liegt in der Gemarkung Schirnsdorf.[3]

Schnelle Fakten Stadt Höchstadt an der Aisch ...
Nackendorf
Koordinaten: 49° 44′ N, 10° 48′ O
Höhe: 288 m ü. NHN
Einwohner: 159 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 91315
Vorwahl: 09193
Katholische Filialkirche St. Laurentius
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Geografie

Das Dorf liegt an der Birkach, einem linken Zufluss der Aisch, der eine Kette von Weihern vor allem nordwestlich des Ortes speist. Im Süden liegen die Flurgebiete Grieß und Wohlfahrt, im Osten die Angerleiten. Im weiteren Umfeld ist der Ort von Wald umgeben: im Westen von Bauernholz' und Waldspitze, im Nordwesten vom Bamberger Holz, im Norden von den Limbacher Hölzern und im Osten vom Leitenholz. Die Staatsstraße 2763 verläuft nach Höchstadt (2,3 km südlich) bzw. zur Anschlussstelle 78 der Bundesautobahn 3 (1,5 km nordwestlich) und weiter an Schirnsdorf vorbei nach Mühlhausen (3,8 km nordwestlich).[4]

Geschichte

1313 wurde der Ort im Bamberger Burghutregister als „Nachendorff“ erstmals urkundlich erwähnt. Wolfram und Dietrich Truchseß von Nainsdorf hatten zu dieser Zeit im Ort zwei Hufen als Eigengut. Dieses trugen sie dem Bamberger Bischof Wulfing von Stubenberg zu Lehen auf. Im Bamberger Urbar von 1348 waren für den Ort vier Lehen verzeichnet. Der Bamberger Bischof hatte die Vogtei inne. Gerhaus Hopfner aus Höchstadt gehörten fünf Äcker als Eigengut zu Nackendorf. 1379 stiftete er diese der Pfarrei Höchstadt für ein Ewiges Licht. Seit 1547 hatten die Nürnberger Patrizier Zollner von Brand und seit 1597 die Schlüsselfelder grundherrliche Ansprüche in Nackendorf; 1612 waren es ein Schlösslein und sieben Lehen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war der Ort entvölkert. 1713 erkauften die Grafen von Schönborn den Zehnt von Johann Philipp Stang, der Kanoniker des Bamberger Kollegiatstiftes St. Gangolf war. 1742 wurde eine Kapelle gebaut; sie gehörte zur Pfarrei Höchstadt.[5]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Nackendorf aus 16 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Höchstadt aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Höchstadt. Grundherren waren das Kastenamt Höchstadt (3 Höfe, 2 Güter, 8 Gütlein, Ziegelei), das brandenburg-bayreuthische Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach (1 Gut) und die Pfarrei Höchstadt (1 Sölde).[6]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Nackendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schirnsdorf und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Schirnsdorf zugewiesen.[7]

Am 1. Juli 1974 wurde Nackendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Höchstadt an der Aisch eingegliedert.[8]

Baudenkmäler

In Nackendorf gibt es zwei Baudenkmäler:[9]

  • Haus Nr. 1: Dazugehörige Scheune
  • Haus Nr. 20: Katholische Kapelle St. Laurentius mit Kreuzigungsgruppe

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001819001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 57959710391105165173164159
Häuser[10] 181718191931
Quelle [11][12][13][14][15][16][17][18][19][1]
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Religion

Nackendorf ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Georg (Höchstadt an der Aisch) gepfarrt.[6] Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren ursprünglich nach St. Oswald (Lonnerstadt),[18] heute ist die Pfarrei Höchstadt zuständig.

Literatur

Commons: Nackendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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