Nadine Fest

österreichische Skirennläuferin From Wikipedia, the free encyclopedia

Nadine Fest (* 28. Juni 1998 in Villach, Kärnten) ist eine österreichische Skirennläuferin. Sie gehört seit 2017 dem A-Kader[1] des Österreichischen Skiverbandes an und geht in den schnellen Disziplinen an den Start. 2016 wurde sie Jugendolympiasiegerin im Super-G, 2017 zweifache Juniorenweltmeisterin.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Nadine Fest
Nation Osterreich Österreich
Geburtstag 28. Juni 1998 (27 Jahre)
Geburtsort Villach, Österreich
Beruf Polizeisportlerin
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G
Verein SC Gerlitzen
Status aktiv
Medaillenspiegel
Junioren-WM 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Olympische Jugendspiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
Gold 2017 Åre Super-G
Gold 2017 Åre Kombination
 Olympische Jugend-Winterspiele
Gold 2016 Lillehammer Super-G
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 28. Oktober 2017
 Gesamtweltcup 47. (2021/22)
 Abfahrtsweltcup 29. (2021/22)
 Super-G-Weltcup 23. (2021/22)
 Kombinationsweltcup 22. (2017/18)
letzte Änderung: 24. März 2024
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Biografie

Nadine Fest stammt aus Arriach in Kärnten und startet für den SC Gerlitzen. Nach einigen Erfolgen in Nachwuchsrennen, darunter zahlreichen österreichischen Schülermeistertiteln, gab die von Ex-Rennläufer Helmut Mayer[2] betreute Fest im Jänner 2016 in Zauchensee ihr Europacup-Debüt. Im Februar ging sie bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lillehammer an den Start. Im Super-G gewann sie die Goldmedaille, in Kombination und Slalom belegte sie vierte Ränge, im Riesenslalom wurde sie Achte. Aufgrund dieser Erfolge wurde sie im Sommer in den B-Kader des ÖSV aufgenommen. In der Folgesaison gelang es ihr, sich im Europacup zu etablieren. Am 27. Jänner 2017 gewann sie mit dem Super-G von Davos ihr erstes Rennen. Es folgten zwei weitere Siege und der Gewinn der Disziplinenwertungen in Super-G und Kombination. Bei den Juniorenweltmeisterschaften in Åre führte sie im Super-G einen österreichischen Vierfachsieg an und holte mit über einer Sekunde Vorsprung überlegen die Goldmedaille. Am darauffolgenden Tag holte sie erneut Gold in der Kombination und setzte sich abermals klar mit einer halben Sekunde Vorsprung von der Slowenin Meta Hrovat durch.

Am 28. Oktober 2017 gab sie im Riesenslalom von Sölden ihr Weltcup-Debüt. Nach einem Sturz im Super-G von Cortina, bei dem sie sich einen Innenbandeinriss im Knie zuzog, musste sie ihre Teilnahme an den Juniorenweltmeisterschaften in Davos absagen.[3] Am 3. März 2018 gewann sie mit Rang 24 im Super-G von Crans-Montana ihre ersten Weltcuppunkte. Einen Tag später schrammte sie als Elfte der Kombination nur knapp am ersten Top-10-Resultat vorbei. Während der Weltcupsaison 2018/19 trat sie in 13 Rennen an, konnte sich aber nur einmal in den Punkterängen klassieren. Zwei weitere Top-30-Ergebnisse kamen ein Jahr später hinzu, ansonsten konzentrierte sich Fest auf den Europacup 2019/20: Mit sieben Siegen und vier zweiten Plätzen sicherte sie sich überlegen die Gesamtwertung sowie die Disziplinenwertungen in Abfahrt, Super-G und Kombination. Am 30. Jänner 2022 wurde sie im Super-G von Garmisch-Partenkirchen Fünfte und fuhr damit erstmals in einem Weltcuprennen unter die besten zehn.

In der Europacupsaison 2022/23 entschied Fest erneut die Gesamtwertung und die Abfahrtswertung für sich.

Am 15. Jänner 2025 konnte sie die Europacupabfahrt von Zauchensee vor ihren österreichischen Teamkolleginnen Carmen Spielberger, Leonie Zegg und Victoria Olivier für sich entscheiden.[4] Bei der darauffolgenden zweiten Abfahrt in Zauchensee am 16. Jänner 2025 führte sie einen Dreifacherfolg der Österreicherinnen an. Sie gewann vor Victoria Olivier und Carmen Spielberger.[5] Am 17. Jänner 2025 gewann Fest auch den Super-G in Zauchensee, womit ihr dort der Speed-Hattrick gelang. Außerdem qualifizierte sie sich damit für den Weltcup-Super-G in Cortina d’Ampezzo am 19. Jänner 2025.[6][7]

Am 8. März 2025 gewann Fest im Europacup den Super-G auf der Streif in Kitzbühel. Es waren dies die ersten Rennen für Damen auf der Streif seit dem Jahr 1961.[8]

Erfolge

Weltcup

  • 1 Platzierung unter den besten zehn

Weltcupwertungen

Weitere Informationen Saison, Gesamt ...
Saison Gesamt Abfahrt Super-G Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2017/1894.3147.722.24
2018/1996.2438.24
2019/2098.2445.928.15
2020/2184.3538.1338.22
2021/2247.16729.7123.96
2022/2382.4543.733.38
2023/24101.2150.244.19
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Europacup

  • Saison 2016/17: 3. Gesamtwertung, 1. Super-G-Wertung, 1. Kombinationswertung
  • Saison 2017/18: 7. Gesamtwertung, 3. Super-G-Wertung, 6. Abfahrtswertung, 6. Kombinationswertung
  • Saison 2019/20: 1. Gesamtwertung, 1. Abfahrtswertung, 1. Super-G-Wertung, 1. Kombinationswertung
  • Saison 2020/21: 2. Abfahrtswertung, 10. Super-G-Wertung
  • Saison 2022/23: 1. Gesamtwertung, 1. Abfahrtswertung, 5. Super-G-Wertung
  • Saison 2023/24: 10. Abfahrtswertung
  • Saison 2024/25: 1. Abfahrtswertung, 1. Super-G-Wertung
  • 41 Podestplätze, davon 20 Siege:
Weitere Informationen Datum, Ort ...
Datum Ort Land Disziplin
27. Jänner 2017DavosSchweizSuper-G
30. Jänner 2017ChâtelFrankreichSuper-G
30. Jänner 2017ChâtelFrankreichKombination
5. Dezember 2019KvitfjellNorwegenSuper-G
6. Dezember 2019KvitfjellNorwegenKombination
21. Jänner 2020St. AntonÖsterreichAbfahrt
22. Jänner 2020St. AntonÖsterreichAbfahrt
13. Februar 2020Crans-MontanaSchweizAbfahrt
19. Februar 2020SarntalItalienSuper-G
20. Februar 2020SarntalItalienSuper-G
6. Februar 2023SarntalItalienSuper-G
18. Februar 2023Crans-MontanaSchweizAbfahrt
19. Februar 2023Crans-MontanaSchweizAbfahrt
13. Dezember 2024St. MoritzSchweizAbfahrt
15. Jänner 2025ZauchenseeÖsterreichAbfahrt
16. Jänner 2025ZauchenseeÖsterreichAbfahrt
17. Jänner 2025ZauchenseeÖsterreichSuper-G
20. Februar 2025 Sarntal Italien Super-G
8. März 2025 Kitzbühel Österreich Super-G
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Juniorenweltmeisterschaften

  • Åre 2017: 1. Super-G, 1. Kombination, 6. Riesenslalom, 8. Abfahrt
  • Val di Fassa 2019: 7. Super-G, 11. Riesenslalom, DNF Alpine Kombination

Australian New Zealand Cup

  • 2 Platzierungen unter den besten 15

Olympische Jugend-Winterspiele

  • Lillehammer 2016: 1. Super-G, 4. Slalom, 4. Alpine Kombination, 5. Mannschaft, 8. Riesenslalom

Weitere Erfolge

  • 10 Siege in FIS-Rennen
  • 2022: Österreichische Vizemeisterin im Super-G
  • 2021: Österreichische Vizemeisterin im Riesenslalom
  • 2017: Bronze bei den österreichischen Meisterschaften im Riesenslalom

Einzelnachweise

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