Nagoldgau

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Der Nagoldgau (auch Nagoldgouw oder Nagaltgouwe), so genannt um 780, ist ein im Frühmittelalter entstandenes Territorium, das zum Herzogtum Schwaben gehörte und aus dem Bezirk Baar hervorging.[1]

Geschichte

Der Nagoldgau befand sich um den Fluss Nagold, rechts der Enz, und war im 10. Jahrhundert ein Territorium der Westbaar. Der Nagoldgau wurde in zwei weitere kleinere Gaue unterteilt:

Der Gau wurde von Gaugrafen vermutlich mit Sitz bei der Nagolder Remigiuskirche und später auf der Burg Hohennagold regiert. Im Jahre 1078 verlagerte sich der Schwerpunkt der Herrschaft nach Tübingen und 1146 erlangte Graf Hugo das Amt eines Pfalzgrafen in Schwaben. Im Spätmittelalter entstand wieder eine eigenständige Herrschaft in Nagold, nachdem Graf Burkhard von Hohenberg Mechthild, die Tochter des Pfalzgrafen Rudolf II. von Tübingen, geheiratet hatte.

Nagoldgaugrafen

Haus Tübingen

Haus Hohenberg

Mechthild, die Tochter des Pfalzgrafen Rudolf II. von Tübingen, brachte nach 1230 die Burg Hohennagold als Mitgift in die Ehe mit Graf Burkhard von Hohenberg ein.[8]

  • Graf Burkhard († 14. Juli 1253), Graf Burkhard V. von Hohenberg, nach anderer Zählung auch Graf Burkhard III. von Hohenberg, Vater von Königin Gertrud und somit Schwiegervater von König Rudolf I.
  • Graf Burkhard VI. († 24. Juli 1318), Graf von Nagold-Wildberg, jüngerer Bruder des Grafen Albrecht von Hohenberg
  • Graf Burkhard VIII. († vor 1342), Graf zu Nagold in Magenheim
  • Graf Burkhard X. (erwähnt 1348, 1353), Graf zu Nagold
  • Graf Otto II. († 1379/85), Graf zu Nagold

1363 verkaufte Graf Otto II. die Grafschaft Hohenberg-Nagold an Württemberg.[9]

Einzelnachweise

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