Natalie Germann

Schweizer Verfahrenstechnikerin, Strömungsmechanikerin und Hochschullehrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben und Wirken

Germann studierte ab 2022 Lebensmittelwissenschaften an der ETH Zürich, wo sie 2007 ihren Abschluss machte. Anschließend verblieb sie dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin und wurde 2011 mit einer von Erich Windhab betreuten Arbeit in Lebensmittelverfahrenstechnik promoviert. Anschließend nahm sie eine Tätigkeit als Postdoktorandin an der University of Delaware auf. 2014 ging sie nach Deutschland, wo sie an der TU München die Assistenzprofessur für Fluiddynamik komplexer Biosysteme übernahm.[1] 2021 wechselte sie an die TU Dortmund auf den Lehrstuhl für Strömungsmechanik.[2] Bereits im folgenden Jahr 2022 wechselte Germann unter Ablehnung von Rufen der KU Leuven und der TU Eindhoven an die Universität Stuttgart, wo sie seitdem einen ordentlichen Lehrstuhl für Systemverfahrenstechnik innehat und das gleichnamige Institut leitet.

Forschungsschwerpunkte

Germanns Forschungsschwerpunkte liegen vor allem im Bereich der industrielle relevanten weichen Materialien, bei denen sie sich auf die Zusammenhänge zwischen der inneren Struktur und den makroskopischen Materialeigenschaften konzentriert, um für die industrielle Herstellung geeignete und gewünschte Produkteigenschaften zu erzielen. Dabei kombiniert sie ihre Forschungen mit dem Feld der Strömungsmechanik. Sie leitete unter anderem die von der DFG geförderten Forschungsprojekte Rheologische Echtzeitcharakterisierung der Gelierung von Alginat, Nichtgleichgewichtsthermodynamische Untersuchung des Scherbandverhaltens von halbverdünnten Polyacrylamidlösungen und Automatisierter Reaktoraufbau mit integrierten In-situ-Echtzeitsensoren.[3] Zudem widmete Germann sich einer möglichst ressourcenschonenden und nachhaltigen Konstruktionsmöglichkeit von Spülmaschinen und simulierte hierzu einen Heißdampf-Geschirrspüler.[4]

Einzelnachweise

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