Ne Obliviscaris

Australische Progressive-Metal Band From Wikipedia, the free encyclopedia

Ne Obliviscaris (Latein für: „Du sollst nicht vergessen.“ – Motto des schottischen Clans Campbell) ist eine sechsköpfige Progressive-Metal-Band aus Melbourne, Australien. Die Band wurde 2003 durch Marc "Xenoyr" Campbell und Adam Cooper gegründet.[1] Bis heute haben sie eine Demo, zwei EPs und vier Studioalben veröffentlicht. Ihr letztes Album Exul wurde am 24. März 2023 veröffentlicht.[2]

Schnelle Fakten Allgemeine Informationen, Herkunft ...
Ne Obliviscaris
Ne Obliviscaris Live beim Hellfest 2024

Ne Obliviscaris Live beim Hellfest 2024

Allgemeine Informationen
Herkunft Melbourne, Australien
Genre(s) Progressive Metal, Extreme Metal
Aktive Jahre seit 2003
Auflösung
Website neobliviscaris.com.au
Gründungsmitglieder
Marc „Xenoyr“ Campbell (bis 2025)
Adam Cooper (bis 2004)
Aktuelle Besetzung
Gesang (seit 2004), Violine
Tim Charles (seit 2003)
Matt Klavins (seit 2004)
Gitarre
Benjamin Baret (seit 2008)
Gesang (seit 2023), Bass
Martino Garattoni (seit 2017)
Daniel Presland (2005–2009, 2012–2021, seit 2024)
Gesang
James Dorton (seit 2025)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Sheri-Jesse Tantawy (2003–2004)
Gitarre
Adam Boddy (2003–2004)
Bass
Adam Cooper (2003–2004)
Gitarre
Corey King (2004–2007)
Schlagzeug
Nelson Barnes (2012)
Bass
Brendan „Cygnus“ Brown (2004–2017)
Schlagzeug
Kevin Paradis (2023–2024)
Gesang
Marc „Xenoyr“ Campbell (2003–2025)
Live- und Session-Mitglieder
Bass
Robin Zielhorst (Studio 2017)
Gitarre
Ludovico Cioffi (2019)
Gesang
James Dorton (Live 2023–2024)
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Geschichte

Gründung und frühe Jahre

Ne Obliviscaris wurde im April 2003 durch den Sänger Marc "Xenoyr" Campbell und den Bassisten Adam Cooper gegründet. Schnell wurde die Band durch den Gitarristen Adam Boddy und die Sopranistin Sheri-Jesse Tantawy ergänzt. Im September 2003 folgte der Sänger und Violinist Tim Charles. Vor der Veröffentlichung ihrer ersten selbst veröffentlichten Demo The Aurora Veil 2007 änderte sich ihr Line-Up mehrfach. Die Demo enthält drei Songs, welche später nochmal auf ihrem Debüt-Album erschienen.

Ihre Musik hat ihre Wurzeln im Extreme Metal und zeigt Einflüsse aus diversen Musikrichtungen wie Death Metal, Black Metal, Thrash Metal, Klassische Musik, Jazz, Avantgarde-Musik und Flamenco.[3]

Der Schlagzeuger Dan Presland verließ die Band Anfang 2010, nachdem er seine Parts für das Album Portal of I aufgenommen hatte. Er wurde durch Nelson Barnes Anfang 2012 ersetzt. Die Zusammenarbeit war jedoch aufgrund der Distanz zwischen Queensland und Melbourne nur kurz, sodass am 24. August 2012 die Rückkehr von Presland verkündet wurde.[4]

Portal of I (2012–2014)

Ne Obliviscaris veröffentlichten ihr erstes Studioalbum Portal of I am 7. Mai 2012.[5] Die lange Dauer zwischen den Demos und ihrem ersten Album begründete Xenoyr mit dem Verlassen ihres Gitarristen Corey King 2007 und der 18-monatigen Suche nach einem passenden Ersatz.[6][7] Dieser wurde 2008 mit dem Franzosen Benjamin Baret gefunden. Probleme mit seinem Visumsantrag für Australien verzögerten den Prozess ebenfalls.[8]

Das Album bekam durchgehend positive Kritiken, in denen beispielsweise Metal Injection die Komposition und Musikalität lobte.[9][10][11][12]

Die Band startete eine Tour um das Album zu promoten, was sie erstmalig nach Europa brachte.[13] Zudem spielten sie in Japan, China, Taiwan, Hong Kong und Thailand.[14] Des Weiteren waren sie Headliner auf der Progfest Tour 2012 durch Australien.[15]

And Plague Flowers The Kaleidoscope aus dem Album Portal of I wurde in das Kurrikulum des Sidney Conservatorium of Music für die Kompositionsanalyse aufgenommen.[16]

Citadel und Trennung von Brendan “Cygnus” Brown (2014–2017)

Am 7. November 2014 wurde das zweite Album Citadel über Seasons of Mist veröffentlicht. Die Aufnahmen dazu fanden im Jahr 2013 statt.[17] Das Album erreichte Platz 42 in den ARIA Albums Charts.[18]

Auch dieses Album bekam durchgehend positive Kritiken.[19][20] Metal Hammer vergab beispielsweise 4/5 Sternen und Metal Injection lobte erneut die Komplexität der Arrangements.[21][22]

Im Juni 2014 kündigte die Band eine Crowdfunding Kampagne zur Unterstützung ihrer Welt-Tour mit einem Ziel von 40.000 AUD an.[23] Das Ziel wurde innerhalb von zwei Tagen erreicht, erzielte final 86.132 AUD und brach damit den australischen Rekord für Crowdfunding-Kampagnen.[24][25]

Auf der Welt-Tour kehrten Ne Obliviscaris zurück nach Asien als Support für Fleshgod Apocalypse und tourten durch Europa, das Vereinigte Königreich und Nordamerika als Support für Cradle of Filth. Außerdem spielten sie erstmalig in Indien, wo sie Headliner des B-School of Rock des Unmaad Festival in Bengaluru waren.[26]

Im Juli startete ihre Nordamerika-Headliner-Tour.[27] Es folgten Headliner-Konzerte im Oktober 2016 im Vereinigten Königreich und Irland mit Oceans of Slumber als Support. Im September und November 2016 spielten Ne Obliviscaris als Support für Enslaved auf ihrer Europatour.[28] Es folgten Headliner-Konzerte in Australien Ende November bis Anfang Dezember 2016.[29]

Am 26. Januar 2017 gab die Band bekannt, dass sie sich von Bassist Brendan "Cygnus" Brown, aufgrund von Vorwürfen häuslicher Gewalt gegen ihn, getrennt haben. Ursprünglich hieß es, der Grund seien unüberbrückbare persönliche Differenzen. Nachdem eine Website die Band beschuldigte, Browns Verhalten wissentlich über Jahre zu decken, erklärte die Band, dass sie lediglich von einem Vorfall von vor sechs Jahren mit seiner Mutter wussten und unmittelbar nachdem sie die Wahrheit herausfanden, versuchten, Hilfe für Brown zu organisieren und ihn von der Band ausschlossen.[30] Brown bestätigte, dass sowohl die Vorwürfe als auch das Statement der Band korrekt sind und es ihn realisieren ließ, wie viel Schaden er anderen über Jahre angetan hat und dass er sein Leben wieder in den Griff bekommen muss. Er erklärte außerdem, dass er körperlich und sexuell von seiner Mutter seit seiner Kindheit missbraucht wurde, was bei ihm zu einem Trauma, einer psychischen Störung und letztendlich Drogenmissbrauch führte. Er entschuldigte sich bei jedem, der Opfer seines unentschuldbaren Verhaltens wurde. Zudem erklärte er, dass der sechs Jahre zurückliegende Fall häuslicher Gewalt mit seiner Mutter sein erster wirklicher Widerstand gegen sie war. Seitdem hat er nicht mehr mit ihr gesprochen, obwohl sie seitdem ihn, seine Freundin und die Band mehrfach belästigt hat, was dazu führte, dass er sie bei der Polizei anzeigte.[30]

Urn und Exul (2017–heute)

Am 26. Juli 2017 kündigte die Band die Veröffentlichung ihres dritten Albums Urn am 27. Oktober 2017 mit einem Musikvideo zur Single Intra Venus an.[31] In dem Zuge wurde Robin Zielhorst (Cynic, Exivious, Our Oceans) als Session-Musiker für das Album bekannt gegeben. Es folgten die Veröffentlichungen von Urn (Part I) – And Within the Void We Are Breathless am 29. August 2017 sowie Urn (Part II) – As Embers Dance In Our Eyes am 10. Oktober 2017, bevor das Album schließlich am 27. Oktober 2017 veröffentlicht wurde.[32][33] Fans, welche die Band zuvor bei Patreon unterstützten, konnten das Album ein paar Tage eher hören.

Am 22. Juni 2019 wurde bekanntgegeben, dass der Song Intra Venus den Independent Music Award 2018 in der Kategorie Best Metal / Hardcore Song gewonnen hat.[34]

Ihr Label Season of Mist kündigte am 31. Dezember 2019 an, dass Ne Obliviscaris ein neues Album 2020 veröffentlichen werden. Dies verzögerte sich zunächst ins Jahr 2021 und später ins Jahr 2022 aufgrund von Lockdowns im Zuge der COVID-19-Pandemie.[35][36][37]

Beim Hellfest, Frankreich, im Juni 2024

Am 7. Juli 2022 kündigte die Band auf Facebook an, dass die Aufnahmen zu ihrem vierten Album abgeschlossen sind.[38] Am 1. Dezember 2022 wurde dann der Name Exul und das Veröffentlichungsdatum 24. März 2023 bekanntgegeben.[39] Die erste Single Equus von dem Album erschien am 6. Dezember 2022 zusammen mit einem Musikvideo.[40]

Am 28. Januar 2025 gab die Band bekannt, dass ihr Gründungsmitglied und Sänger Xenoyr die Band nach 22 Jahren verlässt. Er wird durch James Dorton (Black Crown Initiate) ersetzt, welcher ihn seit 2023 bei Konzerten ersetzt hatte.[41]

Besetzung

Diskografie

Studioalben

  • Portal of I (7. Mai 2012)
  • Citadel (7. November 2014)
  • Urn (27. Oktober 2017)
  • Exul (24. März 2023)[42]

EPs

  • The Aurora Veil (2007, Demo)
  • Sarabande to Nihil (2015, Re-Recordings von älterem Material aus 2004–2005)
  • Hiraeth (2015, Re-Recordings von älterem Material aus 2004–2005)
Commons: Ne Obliviscaris – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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