Neerach

Gemeinde in der Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Neerach (im zürichdeutschen Ortsdialekt Neeri [ˈneːri][5][6]) ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Zürich. Sie gehört zum Bezirk Dielsdorf und liegt im Zürcher Unterland.

Schnelle Fakten Lage der Gemeinde ...
Neerach
Wappen von Neerach
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Zürich Zürich (ZH)
Bezirk: Bezirk Dielsdorfw
BFS-Nr.: 0088i1f3f4
Postleitzahl: 8162 Steinmaur
8164 Bachs
8173 Neerach
8174 Stadel
Koordinaten: 677881 / 262868
Höhe: 449 m ü. M.
Höhenbereich: 409–533 m ü. M.[1]
Fläche: 6,04 km²[2]
Einwohner: 3328 (31. Dezember 2024)[3]
Einwohnerdichte: 551 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
14,8 %
(31. Dezember 2024)[4]
Gemeindepräsident: Markus Zink (parteilos)
Website: www.neerach.ch
Neerach aus der Luft
Neerach aus der Luft
Lage der Gemeinde
Karte von Neerach
Karte von Neerach
{w
Schließen

Wappen

Blasonierung:

In Blau eine silberne Rose mit grünen Kelchblättern, überhöht von einem gestürzten, gebildeten goldenen Halbmond

Geographie

Die Gemeinde besteht aus den Dörfern Neerach und Riedt, die Anfang der 1970er Jahre noch eigenständige Zivilgemeinden bildeten.

Die Landschaft ist recht flach mit sanften Hügeln. In den Niederungen im Südosten der Gemeinde liegen die Feuchtgebiete des Neeracherrieds. Der Wald bedeckt lediglich 6,0 % der Gemeindefläche von 600 ha, 62,0 % dienen der Landwirtschaft, 6,5 % dem Verkehr, und 12,7 % ist Siedlungsgebiet. 1,2 % sind Gewässer und 11,7 % unproduktive Fläche (Stand 2018).[7]

Die Gemeinde Neerach grenzt im Norden an Stadel bei Niederglatt, im Nordosten an Hochfelden, im Osten an Höri, im Südosten an Niederglatt, im Südwesten an Steinmaur und im Nordwesten an Bachs.

Bevölkerung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Bevölkerungs­entwicklung[8]
Jahr Einwohner
1634382
1689568
1791483
1850784
1900555
1950543
1960573
1970718
19801188
19901765
20002403
20052648
20102969
20153044
20203225
20223316
Schließen

Politik

Gemeindepräsident ist Markus Zink (parteilos, Stand 2026).[9]

Die Wähleranteile bei der Nationalratswahl 2023: SVP 49,98 % (+0,83 %), FDP 13,1 % (−0,87 %), SP 8,95 % (+0,10 %), glp 8,91 % (−2,12 %), Die Mitte 6,55 % (+2,76 %), Grüne 4,94 % (−1,26 %), EVP 2,56 % (+0,53 %), EDU 1,94 % (−1,91 %), Mass-Voll! 1,41 %, Aufrecht Zürich 0,88 %, andere (10) 0,78 %.[10]

Wirtschaft

Wie die Bevölkerungsstruktur haben sich in Neerach seit Beginn der 1960er Jahre auch die Gemeindefinanzen und Steuerverhältnisse gewandelt. Der einfache Staatssteuerertrag ist in dieser Zeit von 30'000 auf 9,7 Mio. Franken angewachsen, während der damals an der oberen Grenze liegende Gemeindesteuerfuss von 156 % auf heute 73 % gesunken ist. Neerach ist damit die steuergünstigste Gemeinde im Kanton Zürich.[11]

Geschichte

Luftbild (1950) von Werner Friedli
Das Türmlischulhaus

Der Ort Neerach findet sich erstmals um 1150 als Nerracho erwähnt. Der Siedlungsname geht auf eine galloromanische Ortsnamenbildung zurück, aus dem lateinischen Personennamen Narius, Nerius oder Nigrius und dem galloromanischen Zugehörigkeitssuffix -ācum gebildet ist. Die ursprüngliche Bedeutung des Ortsnamens ist damit ‹Landgut des Narius, Nerius oder Nigrius›.[5]

Neerach war über lange Jahrhunderte ein lokales Zentrum der habsburgischen, dann der zürcherischen Landesverwaltung.

1972 wurde der Zweckverband Abwasserreinigung Fischbach-Glatt gegründet, welcher in Niederglatt eine Kläranlage für die angeschlossenen Gemeinden betreibt.[12]

Sehenswürdigkeiten

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI