Bahnstrecke Środa Śląska–Środa Śląska Rynek
ehemalige deutsche Bahngesellschaft
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Die Bahnstrecke Środa Śląska–Środa Śląska Rynek war eine Eisenbahnverbindung in Polen, die ursprünglich von der Neumarkter Kleinbahn als preußische Kleinbahn errichtet und betrieben wurde. Sie zweigte im Bahnhof Środa Śląska (Neumarkt in Schlesien) von der Bahnstrecke Wrocław Muchobór–Gubinek ab und führte in Niederschlesien zur gleichnamigen Stadt, wo das Gleis auf dem Ring endete.
| Środa Śląska–Środa Śląska Rynek 1944: Neumarkt Reichsbahnhof–Neumarkt Ring | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Streckennummer: | 293 (D29) | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke: | DR: 129z (1934) DR: 154y (1943) DR: 154s (1944) PKP: 269 (1954) PKP: 256 (1966) | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 4,15 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||
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Geschichte
Neumarkter Kleinbahn AG
Die Neumarkter Kleinbahn AG wurde am 8. September 1925 vom Deutschen Reich, dem Freistaat Preußen, der Provinz Niederschlesien und der Stadt Neumarkt sowie einem Fabrikbesitzer gegründet, die daran Aktien übernahmen.
Die etwa 4,2 Kilometer lange normalspurigen Strecke wurde am 26. Juli 1926 eröffnet. Die Betriebsführung oblag bis 1935 der Firma Smoschewer & Co. in Breslau. Die Güterzüge endeten im Stadtbahnhof, während die Triebwagen, die den Personenverkehr besorgten, vor Einfahrt in den Stadtbahnhof auf die parallel verlaufende Hollandstraße abbogen und auf Rillenschienen über die Liegnitzer Straße den Unterring erreichten, wo der Endpunkt vor dem Rathaus lag.
Im Sommer 1927 verkehrten 13 Zugpaare täglich. Bereits ab 4. November 1936 ersetzte eine bahneigene Omnibusverbindung – 16 Fahrten im Jahre 1939 – die Personenbeförderung auf der Schiene. Kriegsbedingt wurde sie 1944 an Werktagen auf acht Fahrten reduziert. An Sonntagen verkehrten dann auch wieder Personenzüge. Die drei planmäßigen Fahrten endeten im Stadtbahnhof, da das 700 m lange Teilstück zum Ring 1939 abgebaut worden war.
Polnische Staatsbahn
Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Strecke auf polnischem Staatsgebiet. Die deutschen Betriebsstellennamen wurden durch (zunächst provisorische) polnische ersetzt. Der Bahnhof Neumarkt Reichsbahnhof wurde am 27. August 1945 zunächst in Środa Miejska umbenannt, ab 1. Januar 1946 hieß er Środa Śląska. Die polnischen Staatsbahnen Polskie Koleje Państwowe (PKP) nahmen den Reiseverkehr im Oktober 1949 wieder auf, zuvor waren Busse der PKS im Einsatz. Die Züge bedienten nur noch den Stadtbahnhof ohne Zwischenhalt.[5]
Am 1966 wurde der Verkehr eingestellt. Zuletzt fuhren fünf Personenzugpaare täglich.[6] Die Strecke wurde nach einem Erlass vom 22. August 1968 im Jahr 1972 abgebaut.[5]
Fahrzeugeinsatz
Zur Betriebseröffnung waren zwei Benzol-Triebwagen T1 und T2 („Spitzmaus“) der Deutsche Werke Kiel, eine Dampflokomotive, ein Personen-, ein Pack- und drei Güterwagen vorhanden. Ein dritter, kleinerer Triebwagen T3 wurde 1935 von der WUMAG in Görlitz beschafft.
Die drei Triebwagen wurden nach der Einstellung des Reiseverkehrs im Jahr 1936 über einen Zwischenhändler an die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Vering & Waechter verkauft. Der T1 und der T3 kamen 1936 zur Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn (NME), der T2 lief nach 1949 bei der Verden-Walsroder Eisenbahn (VWE).
Literatur
- Siegfried Bufe: Eisenbahnen in Schlesien. Bufe Fachbuch Verlag, Egglham 1989, ISBN 3-922138-37-3
Weblinks
- Linia Środa Śląska – Środa Śląska Rynek. In: bazakolejowa.pl. Abgerufen am 27. Juni 2019 (polnisch).