Nicholas Paul

Bahnradsportler aus Trinidad und Tobago From Wikipedia, the free encyclopedia

Nicholas Lee Paul (* 12. September 1998 in Gasparillo) ist ein Bahnradsportler aus Trinidad und Tobago, der auf die Kurzzeitdisziplinen spezialisiert ist.

VollständigerNameNicholas Lee Paul[1]
Geburtsdatum12. September 1998
NationTrinidad und Tobago Trinidad und Tobago
DisziplinBahn (Kurzzeit)
Schnelle Fakten Zur Person, Vollständiger Name ...
Nicholas Paul
Nicholas Paul (2018)
Nicholas Paul (2018)
Zur Person
Vollständiger Name Nicholas Lee Paul[1]
Geburtsdatum 12. September 1998
Nation Trinidad und Tobago Trinidad und Tobago
Disziplin Bahn (Kurzzeit)
Verein(e) / Renngemeinschaft(en)
Arima Wheel Riders
Wichtigste Erfolge
Bahnradsport-Weltmeisterschaften
2023 SilbermedailleSprint
2021 Silbermedaille1000-Meter-Zeitfahren
Panamerikaspiele
2019, 2023 Goldmedaille – Sprint, Teamsprint
Zentralamerika- und Karibikspiele
2018 Goldmedaille – Sprint, Zeitfahren, Teamsprint
Panamerikameisterschaften
2019 – Sprint, Teamsprint
Letzte Aktualisierung: 20. September 2025
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Sportliche Laufbahn

2015 wurde Nicholas Paul Junioren-Meister von Trinidad und Tobago im 1000-Meter-Zeitfahren. Im Jahr darauf errang er bei den Panamerikameisterschaften der Junioren Gold im Sprint sowie jeweils Silber im Keirin und mit Jabari Whiteman und Chaquille Henry im Teamsprint. Anschließend verbrachte er einige Monate im World Cycling Centre des Weltradsportverbandes UCI im schweizerischen Aigle.[2] 2017 errang er den nationalen Sprinttitel in der Elite und mit Njisane Phillip und Kwesi Browne die Silbermedaille im Teamsprint bei den Panamerikameisterschaften.

2018 holte Paul bei den Zentralamerika- und Karibikspielen (CAC) im kolumbianischen Barranquilla drei Goldmedaillen: im Sprint, im Zeitfahren sowie mit Phillip und Browne im Teamsprint. Dabei wurde die Nationalmannschaft von dem Kanadier Erin Hartwell betreut; Pauls Heimtrainer ist Anthony Sellier.[3] Über 1000 Meter stellte Paul mit 1:00,171 Minuten einen neuen CAC- und einen neuen nationalen Rekord auf.[4] Bei den Commonwealth Games 2018 in Australien belegte er gemeinsam mit Keron Bramble, Phillip und Browne im Teamsprint Platz sechs. In derselben Konstellation wurden die vier Fahrer aus Trinidad und Tobago 2018 vor heimischem Publikum im National Cycling Centre in Couva Panamerikameister und stellten mit 42,681 Sekunden einen neuen Amerika-Rekord auf.[5]

Bei den Panamerikaspielen 2019 errang Nicholas Paul zwei Mal Gold: im Sprint sowie mit Njisane Phillip, Kwesi Browne und Keron Bramble im Teamsprint. Bei der 200-Meter-Qualifikation im Sprint stellte er dabei mit 9,808 Sekunden einen neuen panamerikanischen Rekord auf.[6] Wenige Wochen später unterbot das Team mit Paul bei den panamerikanischen Meisterschaften den eigenen Rekord aus dem Jahr zuvor mit 41,938 Sekunden.[7] Paul selbst stellte mit 9,100 Sekunden einen neuen Weltrekord in der Qualifikation zum Sprintwettbewerb auf und wurde Panamerikameister in dieser Disziplin.

Im Dezember 2019 wurde der Mannschaft aus Trinidad und Tobago die Goldmedaille und Njisane Phillip die Silbermedaille der Panamerikaspiele 2019 aberkannt, da Philipp positiv auf Doping getestet worden war.[8] Aufgrund dieser Entscheidung sanken die Chancen des Teams, sich für die Olympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren. Daraufhin bestritten Browne und Phillip keine weiteren Wettbewerbe, und der kanadische Nationaltrainer Erin Hartwell verließ den Verband und wechselte nach China.[9]

Paul und sein Mannschaftskollege Kwesi Browne qualifizierten sich für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio in Einzelwettbewerben. Sie bereiteten ihren Start in Tokio im World Cycling Centre im schweizerischen Aigle bei Trainer Craig MacLean vor.[10] Beim Lauf des Nations’ Cup 2021 in Cali gewann er das Zeitfahren, den Sprint und den Keirin. Bei den Spielen in Tokio belegte er im Sprint Platz sechs und im Keirin Platz zwölf. Bei den Bahnweltmeisterschaften im selben Jahr errang er Silber im Zeitfahren. 2022 gewann er beim Lauf des Nations’ Cup in Cali die Goldmedaillen in Sprint und Keirin. Bei den Commonwealth Games im selben Jahr gewann er einen Medaillensatz.

2023 wurde Paul Vize-Weltmeister im Sprint. Er gewann den Sprint bei den Panamerikaspielen und Zentralamerika- und Karibikspielen. Bei den Panamerikameisterschaften siegte er im Sprint und im Keirin. 2024 und 2025 errang er weitere Titel als Panamerikameister. Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris belegte er im Sprint Platz neun.

Ehrungen

2016 wurde Nicholas Paul als Junior Sportsman of the Year von Trinidad und Tobago geehrt,[11] 2019[12] und 2021[13] als „Sportler des Jahres“ seines Landes.

Erfolge

Paul im Sprint-Wettbewerb bei der Bahn-WM 2020 in Berlin, gegen Matthijs Büchli
2015
  • Junioren-Meister von Trinidad und Tobago – 1000-Meter-Zeitfahren
2016
  • Goldmedaille Junioren-Panamerikaschaft – Sprint
  • Silbermedaille Junioren-Panamerikaschaft – Keirin, Teamsprint (mit Jabari Whiteman und Chaquille Henry)
2017
2018
2019
2020
  • Meister von Trinidad und Tobago (Elite und U23) – Sprint
2021
2022
2023

2024

2025

Goldmedaille Juegos Bolivarianos – Sprint

2026

Commons: Nicholas Paul – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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