Nilvange

französische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Nilvange (deutsch Nilvingen, früher auch Nülvingen[1]) ist eine französische Stadt mit 4341 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Moselle in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Thionville und zum Gemeindeverband Thionville Fensch Agglomération. Die Einwohner werden Nilvangeois und Nilvangeoises genannt.

Schnelle Fakten
Nilvange
Nilvange (Frankreich)
Nilvange (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Thionville
Kanton Algrange
Gemeindeverband Thionville Fensch Agglomération
Koordinaten 49° 21′ N,  3′ O
Höhe 193–376 m
Fläche 2,81 km²
Einwohner 4.341 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 1.545 Einw./km²
Postleitzahl 57240
INSEE-Code
Website www.nilvange.fr

Eisenhüttenwerk (ca. 1950)
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Arbeiter-Warteschlange an einem Sonntag (unterer Bildrand, ca. 1950)

Geographie

Die Bergarbeitersiedlung liegt im ehemaligen Bergbaurevier Lothringens, einige Kilometer westlich von Thionville (deutsch Diedenhofen) auf einer Höhe zwischen 193 und 376 m über dem Meeresspiegel.

Die Anschlussstelle Nilvange an der Autoroute A30 liegt südlich des Kernortes.

Geschichte

Das Dorf Nilvingen hatte zum Bistum Metz gehört.[2] Es wurde 875 in einer von Ludwig dem Deutschen für die Benediktiner-Abtei St. Glossinde in Metz ausgestellten Urkunde als Nelvendis erwähnt.[3]

Nach dem Frieden von Frankfurt vom 10. Mai 1871 kam Nilvingen zusammen mit 19 weiteren Orten von Französisch-Lothringen durch Gebietsaustausch an Deutschland,[4] wo es dem Kreis Diedenhofen-West im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet wurde.

Vor Beginn der Industrialisierung der Region ernährten sich die Bewohner des kleinen Dorfs Nilvingen vom Getreide-, Wein-, Obst- und Gemüsebau sowie von der Viehzucht.[2] Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte das Dorf Eisenerzbergbau und ein Walzwerk.[5]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste Nivlingen aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags an Frankreich abgetreten werden. Während des Zweiten Weltkriegs war der Ort von der deutschen Wehrmacht besetzt.

Wappen

Auf dem Gemeindewappen lassen sich die früheren Herrschaften noch ablesen: der Löwe steht für die Herren von Florange, der rote Rahmen für die Abtei St. Glossinde in Metz. Die gekreuzten Hämmer symbolisieren die Tradition des Bergbaues und der Eisenverhüttung.[6]

Demographie

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Bevölkerungsentwicklung vom 18. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkriegs
Jahr Einwohner Anmerkungen
1793121[7]
1806104[7]
1821163[7]
1841189[7]
1861296[1][7]
1871273auf einer Fläche von 274 ha, in 57 Häusern mit 65 Familien, darunter ein Evangelischer[2][8]
1880620am 1. Dezember, auf einer Fläche von 274 ha, in 61 Häusern, davon 615 Katholiken, davon vier Evangelische und eine jüdische Person[9]
1885805[10][11]
1890736in 64 Häusern mit 148 Haushaltungen, davon 715 Katholiken und 21 Evangelische[11]
19054279davon 566 Evangelische;[5] nach anderen Angaben 4359 Einwohner[10]
19105795am 1. Dezember[10][12][13][10]
Schließen
Jahr19621968197519821990199920072019
Einwohner93378136701859445583528649894515

Seit dem Niedergang des Bergbaus in Lothringen nimmt die Einwohnerzahl von Nilvange kontinuierlich ab.

Sehenswürdigkeiten

Belege

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