Niobzinn
chemische Verbindung
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Niobzinn ist eine intermetallische chemische Verbindung aus der Gruppe der Niob-Zinn-Verbindungen. Neben Nb3Sn sind mit Nb6Sn5 und NbSn2 noch mindestens zwei weitere Phasen bekannt.[3]
| Kristallstruktur | ||||||||||
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| _ Nb _ Sn | ||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||
| Name | Niobzinn | |||||||||
| Andere Namen |
Triniobzinn | |||||||||
| Verhältnisformel | Nb3Sn | |||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||
| Molare Masse | 397,43 g·mol−1 | |||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||
Gewinnung und Darstellung
Niobzinn kann durch Reaktion der Elemente bei 900 bis 1000 °C oder NbSn2 mit Niob und einem geringen Anteil Kupfer bei 600 °C gewonnen werden.[3]
Es kann auch aus Niob(IV)-chlorid und Zinn(II)-chlorid bei Temperaturen unter 1000 °C dargestellt werden.[4]
Eigenschaften
Niobzinn ist ein spröder Feststoff und Supraleiter mit einer Sprungtemperatur von 18 K. Wie auch Niobgermanium kristallisiert er in geordneten Strukturen des so genannten A15-Typs mit der Raumgruppe Pm3n (Raumgruppen-Nr. 223), deren auffälliges Strukturmerkmal die kurzen Niob-Niob-Abstände von 258 pm sind.[5]
Nachdem 1954 durch Bernd Matthias, Theodore Geballe, Ernie Corenzwit und Seymour Geller die Supraleitung bei Niobzinn entdeckt wurde,[6] war sie 1961 die erste Verbindung, für die Supraleitung auch bei hohen Stromstärken nachgewiesen werden konnte.[7][8]
Verwendung
Niobzinn wird als Supraleiter, zum Beispiel für Magnete und Kabel, verwendet.[9]