Niobzinn

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Niobzinn ist eine intermetallische chemische Verbindung aus der Gruppe der Niob-Zinn-Verbindungen. Neben Nb3Sn sind mit Nb6Sn5 und NbSn2 noch mindestens zwei weitere Phasen bekannt.[3]

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Niobzinn
_ Nb 0 _ Sn
Allgemeines
Name Niobzinn
Andere Namen

Triniobzinn

Verhältnisformel Nb3Sn
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 12035-04-0
PubChem 15251588
Wikidata Q7039313
Eigenschaften
Molare Masse 397,43 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

2130 °C (Zersetzung)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
Schließen

Gewinnung und Darstellung

Niobzinn kann durch Reaktion der Elemente bei 900 bis 1000 °C oder NbSn2 mit Niob und einem geringen Anteil Kupfer bei 600 °C gewonnen werden.[3]

Es kann auch aus Niob(IV)-chlorid und Zinn(II)-chlorid bei Temperaturen unter 1000 °C dargestellt werden.[4]

Eigenschaften

Niobzinn ist ein spröder Feststoff und Supraleiter mit einer Sprungtemperatur von 18 K. Wie auch Niobgermanium kristallisiert er in geordneten Strukturen des so genannten A15-Typs mit der Raumgruppe Pm3n (Raumgruppen-Nr. 223)Vorlage:Raumgruppe/223, deren auffälliges Strukturmerkmal die kurzen Niob-Niob-Abstände von 258 pm sind.[5]

Nachdem 1954 durch Bernd Matthias, Theodore Geballe, Ernie Corenzwit und Seymour Geller die Supraleitung bei Niobzinn entdeckt wurde,[6] war sie 1961 die erste Verbindung, für die Supraleitung auch bei hohen Stromstärken nachgewiesen werden konnte.[7][8]

Verwendung

Niobzinn wird als Supraleiter, zum Beispiel für Magnete und Kabel, verwendet.[9]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI