Niscemi
italienische Gemeinde
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Niscemi ist eine Stadt im Freien Gemeindekonsortium Caltanissetta in der Region Sizilien in Italien mit 24.669 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024).
| Niscemi | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Sizilien | |
| Freies Gemeindekonsortium | Caltanissetta (CL) | |
| Lokale Bezeichnung | Niscemi | |
| Koordinaten | 37° 9′ N, 14° 24′ O | |
| Höhe | 332 m s.l.m. | |
| Fläche | 96 km² | |
| Einwohner | 24.669 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Postleitzahl | 93015 | |
| Vorwahl | 0933 | |
| ISTAT-Nummer | 085013 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Niscemesi | |
| Schutzpatron | Madonna Santissima del Bosco | |
| Website | Niscemi | |
Niscemi-Zentrum, hinter dem Hauptplatz Santa Maria d’Itria, links davor (von hinten) Chiesa dell’Addolorata | ||
Lage und Daten
Niscemi liegt 88 Kilometer südöstlich von Caltanissetta. Die Einwohner arbeiten hauptsächlich in der Landwirtschaft und in der Industrie.
Die Nachbargemeinden sind Caltagirone (CT) im Nordosten, Gela im Südwesten und Mazzarino im Nordwesten.
Geschichte
Niscemi wurde 1626 gegründet. Bei dem Erdbeben auf Sizilien 1693 wurde der Ort schwer beschädigt. Danach wurde die Stadt an gleicher Stelle wieder aufgebaut.
Erdrutsche
Am Nachmittag des 12. Oktober 1997 wurden die südlichen Stadtteile Canalicchio, Sante Croci und Pirillo durch einen Erdrutsch nahezu vollständig zerstört. Darunter waren auch zwei Schulgebäude; die Kirche Sante Croci wurde stark beschädigt und später abgerissen. Da Sonntag war, waren die Schulen geschlossen. Verletzte gab es keine, jedoch waren nach offiziellen Angaben rund 400 Personen von der Evakuierung direkt betroffen und weitere knapp 600 Menschen wollten nicht mehr in ihre Häuser in der Gefahrenzone zurückkehren.[2]
Im Januar 2026 kam es durch vom Sturmtief Harry verursachte starke Regenfälle zu einem erheblichen Erdrutsch mit einer Abbruchkante von ca. 1,5 km Länge,[3] der – ähnlich wie bereits 1997 – erneut den Südwesten der Stadt betraf. Insgesamt sackte ein etwa vier Kilometer breiter Hangabschnitt langsam nach Südwesten weg, die Straße Via Scarfaiaccio sackte in eine durch die Rutschung über zehn Meter (stellenweise 40 Meter) tief geöffnete Schlucht ab. 1500 Bewohner mussten im Umkreis von vier Kilometern evakuiert werden.[4][5]
- Niscemi zu Beginn des Erdrutsches am 25. Januar 2026 abends: links unten die ehemals am oberen Ende des Hanges entlangführende Via Scarfaiaccio, darüber die frische Abbruchkante
- Zustand 26. Januar morgens mit weiter vertiefter Wand und Schlucht
- Schematischer Querschnitt durch die Rutschung (van Dijk, OCRE Geoscience)
Militärische Sendeanlage
In der Nähe von Niscemi befindet sich eine militärische Sendeanlage unter anderem auch für Langwellen. Zu dieser Station gehört auch ein 253 Meter hoher Sendemast bei 37° 7′ 32″ N, 14° 26′ 11″ O. Bei Niscemi wurde 2014 eine auf Sizilien höchst umstrittene Bodenstation des Mobile User Objective System (MUOS) fertiggestellt.
Sehenswürdigkeiten
- Pfarrkirche Santa Maria d’Itria aus dem 18. Jahrhundert
- Kirche dell’Addolorata aus dem 18. Jahrhundert
- Kirche della Madonna del Bosco aus dem 18. Jahrhundert mit elliptischen Grundriss
- Ruinen des antiken Nixenum
- Chiesa Santa Maria d’Itria
- Chiesa Santa Maria d’Itria
- Chiesa dell’Addolorata
- Santuario Maria del Bosco
- Rathaus
Söhne und Töchter
- Luigi Roberto Cona (* 1965), römisch-katholischer Geistlicher, Erzbischof und Diplomat des Heiligen Stuhls
- Alice Mangione (* 1997), Sprinterin
Weblinks
- Seite von Niscemi (italienisch)
