Niscemi

italienische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Niscemi ist eine Stadt im Freien Gemeindekonsortium Caltanissetta in der Region Sizilien in Italien mit 24.669 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024).

Schnelle Fakten
Niscemi
Niscemi (Italien)
Niscemi (Italien)
Staat Italien
Region Sizilien
Freies Gemeindekonsortium Caltanissetta (CL)
Lokale Bezeichnung Niscemi
Koordinaten 37° 9′ N, 14° 24′ O
Höhe 332 m s.l.m.
Fläche 96 km²
Einwohner 24.669 (31. Dez. 2024)[1]
Postleitzahl 93015
Vorwahl 0933
ISTAT-Nummer 085013
Bezeichnung der Bewohner Niscemesi
Schutzpatron Madonna Santissima del Bosco
Website Niscemi

Niscemi-Zentrum, hinter dem Hauptplatz Santa Maria d’Itria, links davor (von hinten) Chiesa dell’Addolorata
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Lage und Daten

Niscemi liegt 88 Kilometer südöstlich von Caltanissetta. Die Einwohner arbeiten hauptsächlich in der Landwirtschaft und in der Industrie.

Die Nachbargemeinden sind Caltagirone (CT) im Nordosten, Gela im Südwesten und Mazzarino im Nordwesten.

Geschichte

Niscemi wurde 1626 gegründet. Bei dem Erdbeben auf Sizilien 1693 wurde der Ort schwer beschädigt. Danach wurde die Stadt an gleicher Stelle wieder aufgebaut.

Erdrutsche

Am Nachmittag des 12. Oktober 1997 wurden die südlichen Stadtteile Canalicchio, Sante Croci und Pirillo durch einen Erdrutsch nahezu vollständig zerstört. Darunter waren auch zwei Schulgebäude; die Kirche Sante Croci wurde stark beschädigt und später abgerissen. Da Sonntag war, waren die Schulen geschlossen. Verletzte gab es keine, jedoch waren nach offiziellen Angaben rund 400 Personen von der Evakuierung direkt betroffen und weitere knapp 600 Menschen wollten nicht mehr in ihre Häuser in der Gefahrenzone zurückkehren.[2]

Im Januar 2026 kam es durch vom Sturmtief Harry verursachte starke Regenfälle zu einem erheblichen Erdrutsch mit einer Abbruchkante von ca. 1,5 km Länge,[3] der – ähnlich wie bereits 1997 – erneut den Südwesten der Stadt betraf. Insgesamt sackte ein etwa vier Kilometer breiter Hangabschnitt langsam nach Südwesten weg, die Straße Via Scarfaiaccio sackte in eine durch die Rutschung über zehn Meter (stellenweise 40 Meter) tief geöffnete Schlucht ab. 1500 Bewohner mussten im Umkreis von vier Kilometern evakuiert werden.[4][5]

Militärische Sendeanlage

In der Nähe von Niscemi befindet sich eine militärische Sendeanlage unter anderem auch für Langwellen. Zu dieser Station gehört auch ein 253 Meter hoher Sendemast bei 37° 7′ 32″ N, 14° 26′ 11″ O. Bei Niscemi wurde 2014 eine auf Sizilien höchst umstrittene Bodenstation des Mobile User Objective System (MUOS) fertiggestellt.

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Santa Maria d’Itria aus dem 18. Jahrhundert
  • Kirche dell’Addolorata aus dem 18. Jahrhundert
  • Kirche della Madonna del Bosco aus dem 18. Jahrhundert mit elliptischen Grundriss
  • Ruinen des antiken Nixenum

Söhne und Töchter

Commons: Niscemi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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