Nisin
organische Verbindung, natürliches Antibiotikum
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Nisin ist ein antibiotisch wirkendes Peptid aus der Gruppe der Lantibiotika (lanthioninhaltige Antibiotika). Es weist ein breites Wirkungsspektrum gegen grampositive Bakterien auf.[1] Nisin wird von dem Milchsäurebakterium Lactococcus lactis produziert.[2][3] Es kommt in roher Milch vor und gilt für gesunde Menschen als harmlos, da man davon ausgeht, dass es von den Verdauungsenzymen in kurzer Zeit abgebaut wird.

| Nisin (Lactococcus lactis subsp. lactis) | ||
|---|---|---|
| Stäbchenmodell nach PDB 1WCO | ||
| Masse/Länge Primärstruktur | 34 Aminosäuren | |
| Präkursor | (57 aas) | |
| Bezeichner | ||
| Gen-Name(n) | spaN, nisA | |
| Externe IDs |
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| Transporter-Klassifikation | ||
| TCDB | 1.C.20.1.1 | |
| Bezeichnung | Nisin-Familie | |
| Vorkommen | ||
| Homologie-Familie | Nisin/Subtilin | |
| Übergeordnetes Taxon | Bacillus / Lactobacillus / Streptococcus Gruppe | |
Wegen seiner antibiotischen Wirkung (nur gegen grampositive Bakterien) ist Nisin zur Konservierung geeignet. Es ist in den meisten europäischen Ländern als Konservierungsstoff für verschiedene Lebensmittel (Pudding, Käse, Schmelzkäse) zugelassen.[3][1] Als Lebensmittelzusatz hat es die Nummer E 234.[4]
Nisin wird auch in der Humanmedizin[5] und Tiermedizin[2] als Antibiotikum angewendet.
Nisin gehört zur Nisin-Familie der porenbildenden Toxine. Es benutzt Lipid II in der bakteriellen Zellmembran, um eine Pore mit einem Durchmesser von 2 bis 2,5 Nanometer für mehrere Sekunden zu öffnen. Es ist ein Klasse I-Lantibiotikum.[6]
Analytik
Literatur
- Cortina Kaletta, Karl-Dieter Entian: Nisin, a Peptide Antibiotic: Cloning and Sequencing of the nisA Gene and Posttranslational Processing of its Peptide Product. In: J. Bact., 1989, S. 1597–1601, PMID 2493449, PMC 209786 (freier Volltext), doi:10.1128/jb.171.3.1597-1601.1989.