Nitenpyram

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Nitenpyram ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Neonicotinoide.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Nitenpyram
Allgemeines
Name Nitenpyram
Andere Namen

(E)-N-(6-Chlor-3-pyridylmethyl)-N-ethyl-N′-methyl-2-nitrovinylidendiamin

Summenformel C11H15ClN4O2
Kurzbeschreibung

hellgelber Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 150824-47-8
EG-Nummer (Listennummer) 634-900-5
ECHA-InfoCard 100.162.838
PubChem 3034287
ChemSpider 2298774
DrugBank DB11438
Wikidata Q3817186
Eigenschaften
Molare Masse 270,72 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,4 g·cm−3 (Schüttdichte)[2]

Schmelzpunkt

82 °C[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302315319335
P: 261305+351+338[1]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Nitenpyram kann ähnlich wie Imidacloprid in einer mehrstufigen Reaktion ausgehend von 2-Chlor-5-chlormethylpyridin gewonnen werden.[3]

Eigenschaften

Nitenpyram ist ein hellgelber kristalliner Feststoff, der löslich in Wasser ist.[1]

Verwendung

Nitenpyram wird als systemisches Insektizid bei Nutztieren und in der Landwirtschaft zur Bekämpfung von zum Beispiel Blattläusen und Flöhen verwendet. Die Verbindung wurde 1989 von der Takeda Chemical Industries entdeckt und 1995 von Novartis Animal Health als Floh-Adultizid zur oralen Anwendung in den Handel gebracht. Es gehört zur Gruppe der Acetylcholin-Rezeptor-Agonisten in den postsynaptischen Membranen.[2] Die Acetylcholinesterase wird durch Nitenpyram nicht gehemmt.[4] Es wird unter dem Handelsnamen Capstar zur oralen Behandlung von Katzenflohbefall bei Katzen und Hunden verwendet,[5] besitzt jedoch keine Langzeitwirkung. In der ersten Stunde nach der Verabreichung, wenn die Wirkung des Produkts einsetzt, kann beim Haustier unter Umständen verstärkter Juckreiz auftreten, was auf die erhöhte Aktivität der Flöhe zurückzuführen ist. Dieser Effekt ist vorübergehend und klingt rasch ab, wenn die Flöhe sterben.[4]

Zulassung

Als Pflanzenschutzmittelwirkstoff ist Nitenpyram in der Europäischen Union und in der Schweiz nicht zugelassen.[6]

Einzelnachweise

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