Nitrapyrin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Nitrapyrin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der chlorierten Pyridine.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Nitrapyrin
Allgemeines
Name Nitrapyrin
Andere Namen

2-Chlor-6-(trichlormethyl)pyridin

Summenformel C6H3Cl4N
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff mit leicht süßlichem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1929-82-4
EG-Nummer 217-682-2
ECHA-InfoCard 100.016.076
PubChem 16004
Wikidata Q1993935
Eigenschaften
Molare Masse 230,91 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,55 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

62,5–62,9 °C[2]

Siedepunkt

136–137,5 °C (11 mbar)[2]

Dampfdruck

0,373 Pa (20 °C)[3][4]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (40–60 mg·l−1 bei 20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[5] ggf. erweitert[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302411
P: 264273301+330+331312391501[2]
MAK

Schweiz: 10 mg·m−3[6]

Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Nitrapyrin kann durch Photochlorierung von 2-Picolin gewonnen werden.[8]

Eigenschaften

Nitrapyrin ist ein brennbarer weißer Feststoff mit leicht süßlichem Geruch, der praktisch unlöslich in Wasser ist.[2][9] Das technische Produkt enthält auch noch andere chlorierte Pyridine wie 2,4-Dichlor-6-trichlormethylpyridin[10].[8]

Verwendung

Nitrapyrin (Handelsname N-Serve) wird als Nitrifikationshemmer verwendet. Es hemmt die Nitrifikation in Getreide und verminderte die Stickstoffverluste von Ackerboden.[11] Es wurde 1974 in den USA zugelassen[9] und hemmt bzw. tötet Nitrosomonas-Bakterien.[8]

Zulassung

In den Staaten der EU einschließlich Deutschland und Österreich wie auch in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[12]

Einzelnachweise

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