Nizar Amidi

Präsident des Irak From Wikipedia, the free encyclopedia

Nizar Muhammad Said Zana Amidi (arabisch نزار مُحمَّد سعيد زانا آميدي; kurdisch نزار محەممەد سەعید زانا ئامێدی; * 8. Februar 1968 in Amediye, Autonome Region Kurdistan, Irak) ist ein irakischer Ingenieur und Politiker der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) und seit 2026 Präsident des Irak.[1]

Leben

Nizar Amidi wurde am 8. Februar 1968 in Amediye in der Autonomen Region Kurdistan im Irak geboren. Er stammt aus einer kurdischen Familie.[2][3]

Er studierte Ingenieurwesen (speziell Maschinenbau) an der Universität Mossul einer der renommiertesten technischen Bildungsstätten im Irak. Seinen Abschluss erlangte er im Jahr 1993.

Nach seinem Ingenieurstudium arbeitete Amidi zunächst als Physiklehrer. Er war über viele Jahre als hochrangiger Berater und Büroleiter für mehrere irakische Präsidenten tätig, darunter Dschalal Talabani, Fuad Masum und Barham Salih.[4]

Ab dem 3. Dezember 2022 diente er als Umweltminister im Kabinett von Mohammed Schia' as-Sudani. Im September 2024 stellte er in Zusammenarbeit mit dem UNDP und USAID die „Nationale Strategie zum Schutz und zur Verbesserung der Umwelt“ vor. Diese zielt darauf ab, die Auswirkungen des Klimawandels, der Ressourcenknappheit und der Umweltverschmutzung im Irak zu bewältigen.[5] Er leitete das Nationale Komitee für Minenräumung und setzte sich für das Ziel ein, den Irak bis 2028 minenfrei zu erklären.[6] Er trieb Pläne für einen Übergang zu einer grünen Wirtschaft voran, mit einem geschätzten Investitionsbedarf von bis zu 100 Milliarden Dollar bis 2035.[7]

Am 25. Oktober 2024 trat er als Minister zurück, um sich auf die politische Arbeit innerhalb der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) zu konzentrieren, wo er das Politbüro in Bagdad leitete. Als sein Nachfolger im Umweltministerium wurde am 26. November 2024 Hallo Mustafa Kaka Reza vereidigt.[8] Am 11. April 2026 wurde er vom irakischen Parlament zum Staatspräsidenten des Irak gewählt. Damit trat er die Nachfolge von Abdul Latif Raschid an.[9] Die Wahl im Parlament verlief über zwei Runden, da im ersten Durchgang kein Kandidat die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit erreichte: Im ersten Wahlgang führte Amidi deutlich mit 208 Stimmen vor dem zweitplatzierten Muthanna Amin Nader (17 Stimmen). Im zweiten Wahlgang reichte die einfache Mehrheit. Amidi wurde mit 227 Stimmen gewählt. Er setzte sich dabei gegen insgesamt 15 Konkurrenten durch, darunter auch den amtierenden Außenminister Fuad Hussein, der von der rivalisierenden KDP unterstützt wurde.[1]

Commons: Nizar Amidi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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