Nodendorf
Ortschaft im Bezirk Mistelbach
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Nodendorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Niederleis im Bezirk Mistelbach im niederösterreichischen Weinviertel mit 143 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]
| Nodendorf (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Nodendorf | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Mistelbach (MI), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Mistelbach | |
| Pol. Gemeinde | Niederleis | |
| Koordinaten | 48° 32′ 50″ N, 16° 23′ 8″ O | |
| Höhe | 265 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 143 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 2,39 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05091 | |
| Katastralgemeindenummer | 15031 | |
Ortsansicht mit Kapelle | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Das von der Laaer Straße erschlossene Dorf befindet sich etwas westlich von Niederleis, mit dem es über die Landesstraße L3090 verbunden ist. Der aus Oberleis kommende Nodendorfer Bach entwässert den Ort zum Taschlbach hin. Am 1. April 2020 zählte die Ortschaft 81 Adressen.[2]
Geschichte
Der Ort wurde erstmals zwischen 1120 und 1130 als „Nadendorf“ erwähnt und war ein Herrschaftssitz. Weiskern bezeichnete den Ort mit Nothendorf. Im Ort befand sich eine Mühle der Herrschaft Heiligenkreuz, deren Standort mit der Hausnummer 11 (Mühle mit angeschlossener Schmiede) lokalisiert werden konnte. Die Einwohner waren gering bestiftete Landbauern, die auf ihren teilweise schlechten Böden hauptsächlich Korn, Hafer und Weizen anbauten und daneben noch etwas Wein erzeugten, aber auch die Viehwirtschaft war nicht unbedeutend, schilderte Schweickhardt die Situation im 19. Jahrhundert. Unter den Einwohnern waren weiters ein Schuster und ein Schneider.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 32 Häusern genannt, das nach Niederleis eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Klement besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Klement, Oberleis, Großrußbach, Niederkreuzstetten und Niederleis.[3]
Am südlichen Ortsende stand westlich der Straße ein Ziegelofen. Der Ofen selbst wurde in den 1920er Jahren abgetragen, zwei weitere Gebäude sind aber noch erhalten. Die 1928 anstelle einer Holzkapelle errichtete Ortskapelle im Ortszentrum von Nodendorf trägt den Namen der Mutter Gottes. Sie wurde am 16. September 1928 eingeweiht.[4] Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Nodendorf ein Gastwirt, ein Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft und ein Schmied ansässig.[5]
Bis ins Jahr 1971 bestand in Nodendorf eine eigene Feuerwehr.
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 2: N–Z. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 42 (Ausgabe 1770; Nothendorf in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 5. Band: Neusiedl bis Rohrendorf. Sollinger, Wien 1835, S. 12 (Nodendorf – Internet Archive).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 41, Sektion Ernstbrunn, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,0 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 234.
