Norleucin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Norleucin ist eine nicht-proteinogene chirale α-Aminosäure und wurde von Arthur Weil[4] erstmals isoliert.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Norleucin ohne Spezifizierung der Stereochemie
Allgemeines
Name Norleucin
Andere Namen
  • 2-Aminohexansäure
  • α-Aminocapronsäure
Summenformel C6H13NO2
Kurzbeschreibung

farblose Blättchen[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 616-06-8
EG-Nummer 210-462-7
ECHA-InfoCard 100.009.512
PubChem 9475
ChemSpider 9103
Wikidata Q27116817
Eigenschaften
Molare Masse 131,18 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

301 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

wenig in Wasser (16 g·l−1 bei 23 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Isomerie

Von Norleucin gibt es zwei Enantiomere: L-Norleucin [Synonym: (S)-Norleucin] und D-Norleucin [Synonym: (R)-Norleucin]. Strukturell leitet sich Norleucin durch Substitution eines α-Wasserstoffatoms durch eine Aminogruppe (–NH2) von der Capronsäure ab. Norleucin gehört zusammen mit seinen Konstitutionsisomeren Leucin, Isoleucin und tert-Leucin zur Stoffgruppe der Leucine.

Isomere von Norleucin
Name L-NorleucinD-Norleucin
Andere Namen (S)-Norleucin
(+)-Norleucin
(R)-Norleucin
(−)-Norleucin
Strukturformel
CAS-Nummer 327-57-1327-56-0
616-06-8 (Racemat)
EG-Nummer 206-321-4206-320-9
210-462-7 (Racemat)
ECHA-Infocard 100.005.748100.005.747
100.009.512 (Racemat)
PubChem 21236456468
9475 (Racemat)
DrugBank -DB04419
- (Racemat)
Wikidata Q415428Q27459594
Q27116817 (Racemat)

Darstellung

Das Racemat erhält man durch Umsetzung von 2-Bromhexansäure mit NH3 in wässriger Lösung (50 °C, 30 h).[5]

Verwendung

Norleucin wird zur experimentellen Untersuchung von Proteinstrukturen und -funktionen verwendet. Aminoacyl-tRNA-Synthetasen können getäuscht werden, indem man ihnen anstelle ihrer normalen Substrate bestimmte unbiologische Aminosäuren anbietet. So werden Ethionin und Norleucin in solche Positionen in Proteine eingebaut, die normalerweise Methionin einnehmen würde.[6]

Einzelnachweise

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