Nouria Newman
französische Slalom-Kanutin
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Nouria Newman (* 9. September 1991 in Chambéry) ist eine französische Slalom-Kanutin, die von 2007 bis 2015 auf internationaler Ebene an Wettkämpfen teilnahm.
| Nouria Newman | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nation | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 9. September 1991 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Chambéry, Frankreich | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Disziplin | Kanuslalom | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bootsklasse | Kajak (K1) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | zurückgetreten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriereende | 2015 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Leben
Newman begann im Alter von vier Jahren zu paddeln.[1] Sie hat einen Master in Journalismus und Politikwissenschaften von der Sciences Sciences Po Toulouse.[2]
Kanu-Freestyle
Bei den Kanu-Freestyle-Weltmeisterschaften 2007 in Ottawa gewann sie bei den Junioren hinter Emily Jackson aus den USA und Martina Wegmann aus den Niederlanden die Bronzemedaille.[3]
Kanuslalom
Bei den 2013 in Prag stand Nouria Newman zum ersten Mal bei den ICF-Kanu-Slalom-Weltmeisterschaften auf dem Podium und gewann die Silbermedaille im Einer-Kajak; sie lag 2,20 Sekunden hinter ihrer Landsfrau Émilie Fer.
Im folgenden Jahr gewann Newman zusammen mit Carole Bouzidi und Émilie Fer die Goldmedaille im K1-Teamwettbewerb bei den Weltmeisterschaften 2014 in Deep Creek Lake, Maryland.
Außerdem gewann sie bei den Europameisterschaften 2014 in Wien eine Bronzemedaille im K1-Teamwettbewerb.[4] Beim Dolomitenmann gewann sie 2023 den Kanuslalom der Frauen.[5]
Extrem Wildwasserrennen
Bei der Sickline Extreme World Championship 2013 im Ötztal traten im Finale auf der oberen Wellerbrückenstrecke die fünf besten Frauen der Qualifikation an. Nouria Newman gewann die Goldmedaille, Toni George aus Neuseeland belegte Platz zwei und Martina Wegman Platz drei.[6]
Im Folgejahr konnte Newman ihren Titel bei der Sickline 2014 verteidigen. Mit einem Vorsprung von sechs Sekunden verwies sie Toni George auf den zweiten Platz und mit einem Vorsprung von zehn Sekunden Martina Wegman auf den dritten Platz.[7] 2016 wurde sie Vizeweltmeisterin hinter Sandra Hyslop.[2][8]
2017 konnte sie bei der Sickline Extreme World Championship ein weiteres Mal gewinnen, diesmal vor Martina Wegman und der Britin Jennifer Chrimes.[9][10][11][12]
Expeditionen

Newman zog sich aus dem offiziellen Wettkampfsport zurück, um sich dem Expeditionskajakfahren zu widmen. 2014 befuhr sie den Grand Canyon des Stikine River, mit sehr schweren Stromschnellen der Klasse V/V+. Dabei bewältigte sie auch die als „Site Zed“ bezeichnete Passage, die 2012 erstmals vom Amerikaner Ben Marr befahren wurde.[13][14]
2018 unternahm sie eine Solo-Kajak-Expedition nach Ladakh. In sieben Tagen paddelte sie den Tsarap, den Zanskar und den Indus hinunter und legte dabei 375 Kilometer zurück. Nach eigenen Angaben hatte sie Glück, noch am Leben zu sein, nachdem sie an einer Stelle an einem Felsen hängen geblieben war. Sie drehte ein 13-minütiges Video über diese Reise, das auf YouTube zu sehen ist.[15]
2019 befuhr sie in Patagonien zusammen mit Ben Stookesberry und Erik Boomer die Flüsse Río Baker, Río Bravo und Río Pascua.[16]
2021 fuhr sie in Island zahlreiche Wasserfälle.[17] Im Februar 2021 bewältigte sie erfolgreich den über 30 Meter hohen Don-Wilo-Wasserfall am Río Pucuno, nahe Concepción im Kirchenspiel San José de Dahuano, in Ecuador.[18][19][20]
Newmans Leben und ihre Leistungen standen im Mittelpunkt des Red-Bull-Films „Wild Waters“ aus dem Jahr 2022.[21]
Erfolge
Extrem Wildwasserrennen
Kanuslalom
- Kanuslalom-Weltmeisterschaften 2013 in Prag: Silbermedaille im K1
- Kanuslalom-Weltmeisterschaften 2014 in Deep Creek Lake, USA: Goldmedaille im K1-Team
Freestyle
- 3. Platz bei den Junioren Kanu-Freestyle-Weltmeisterschaften 2007 am Ottawa River
- 1. Platz bei den Junioren Kanu-Freestyle-Weltmeisterschaften 2009 in Thun