Nowe Monasterzysko
Dorf in Polen
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Nowe Monasterzysko (deutsch Neu Münsterberg) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Młynary (Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).
| Nowe Monasterzysko | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Elbląg | |
| Gmina: | Młynary | |
| Geographische Lage: | 54° 13′ N, 19° 38′ O | |
| Einwohner: | 197 (2021[1]) | |
| Postleitzahl: | 14-420 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEB | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Milejewo/DW 504–Majewo ↔ Podgórze–Młynary/DW 505/DW 509 | |
| Błudowo–Stare Monasterzysko → Nowe Monasterzysko | ||
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Geographische Lage
Das Dorf liegt im ehemaligen Ostpreußen, etwa 17 Kilometer nördlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk) bzw. 18 Kilometer nordöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg (Elbing).
Geschichte
Ortsgeschichte
Neu Münsterberg – vor 1900 Neumünsterberg geschrieben – wurde am 28. Mai 1874 Amtsdorf und damit namensgebend für einen Amtsbezirk im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland im Regierungsbezirk Königsberg.[2] Er bestand bis 1945. In dem Amtsbezirk war Neu Münsterberg sowohl als Landgemeinde als auch als Gutsbezirk vertreten, wobei im Jahre 1910 das Gut 123 und die Gemeinde 215 Einwohner zählte.[3]
Am 30. September 1928 hatte die Zweiteilung ein Ende: der Gutsbezirk Neu Münsterberg wurde in die Landgemeinde Neu Münsterberg eingegliedert.[2] Die Zahl der Einwohner der auf diese Weise neu formierten Gemeinde belief sich 1933 auf 271 und 1939 auf 258.[4]
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte im Frühjahr 1945 die Rote Armee die Region. Bald nach Ende der Kampfhandlungen wurde Neu Münsterberg zusammen mit der gesamten südlichen Hälfte Ostpreußens der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Der Ortsname Neu Münsterberg wurde zu „Nowe Monasterzysko“ polonisiert. Die einheimische Bevölkerung vurde von der polnischen Administration aus Neu Münsterberg vertrieben.
Die Ortschaft ist heute dem Verwaltungsbezirk Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing) zugeordnet, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Nowe Monasterzysko 197 Einwohner.[1]
Amtsbezirk Neu Münsterberg (1874–1945)
Zum Amtsbezirk Neu Münsterberg gehörten die Landgemeinden bzw. Gutsbezirke:[2][5]
| Deutscher Name | Polnischer Name | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Adlig Blumenau (LG) | Kwietnik | 1928 Zusammenschluss zur LG Blumenau |
| Adlig Blumenau (GB) | 1928 Zusammenschluss zur LG Blumenau | |
| Falkhorst | Sokolnik | |
| Gardienen (Forst) (auch: Födersdorf (Forst)) | Gardyny-Leśniczówka (auch: Piórkowo) | 1894 zum Ortspolizeibezirk Mühlhausen |
| Greulsberg | Podgórze | 1928 zur Stadtgemeinde Młynary |
| Lohberg | Płonne | 1894 zum Ortspolizeibezirk Mühlhausen |
| Neu Münsterberg (LG) | Nowe Monasterzysko | |
| Neu Münsterberg (GB) | 1928 in die LG Neu Münsterberg eingegliedert | |
| Schönfließ | Kraskowo | 1894 zum Ortspolizeibezirk Mühlhausen |
Religion
Kirchspiel bis 1945
Das katholische Kirchspiel war in Mühlhausen.
Die Evangelischen gehörten zum Kirchspiel der evangelischen Kirche Schönberg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union.[6]
Kirchspiel seit 1945
Die seit 1945 und Vertreibung der Einheimischen hier anwesende polnische Bevölkerung ist größtenteils römisch-katholischer Konfession und gehört der Römisch-katholischen Kirche in Polen an. Die polnischen Katholiken gehören zur Pfarrei Młynary (Mühlhausen) im jetzigen Erzbistum Ermland.
Heute hier lebende evangelische Einwohner gehören zur Kirche in Elbląg (Elbing) in der Diözese Pommern-Großpolen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr
Nowe Monasterzysko liegt an einer Nebenstraße, die die polnische Woiwodschaftsstraße 504 (frühere deutsche Reichsstraße 1) bei Milejewo (Trunz) mit den Woiwodschaftsstraßen 505 und 509 bei Młynary (Mühlhausen) miteinander verbindet. Eine von Błudowo (Bludau) über Stare Monasterzysko (Alt Münsterberg) kommende Nebenstraße endet in Nowe Monasterzysko.
Das Dorf verfügt über keine Bahnanbindung.
Literatur
- Neu Münsterberg, Dorf und Rittergut, Kreis Preußisch Holland, Provinz Ostpreußen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Neu Münsterberg (meyersgaz.org)
