Nur für einen Tag

Film von Amélie Bonnin (2025) From Wikipedia, the free encyclopedia

Nur für einen Tag (Originaltitel: Partir un jour) ist ein französischer Spielfilm von Amélie Bonnin aus dem Jahr 2025. Bei der Tragikomödie mit Musical-Elementen handelt es sich um eine Variation des Kurzfilms Raus aus der Provinz der Regisseurin aus dem Jahr 2021. Erneut besetzte Bonnin die Hauptrollen mit Juliette Armanet und Bastien Bouillon. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine professionelle Gourmetköchin, die aus familiären Gründen von der Großstadt in die Provinz zurückkehrt, wo sie auf ihre frühere Jugendliebe trifft. Das Werk, Bonnins Spielfilmdebüt, wurde als Eröffnungsfilm der Internationalen Filmfestspiele von Cannes ausgewählt. Die Uraufführung und der gleichzeitige Kinostart in Frankreich fanden am 13. Mai 2025 statt.

TitelNur für einen Tag
OriginaltitelPartir un jour
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Nur für einen Tag
Originaltitel Partir un jour
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 94 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Amélie Bonnin
Drehbuch Amélie Bonnin, Dimitri Lucas
Produktion Bastien Daret, Arthur Goisset Mohamed, Robin Robles, Sylvie Pialat, Benoît Quainon
Musik P.R2B, Keren Ann Zeidel, Thomas Krameyer, Germain Izydorczyk, Emma Prat & Theo Kaiser, Chilly Gonzales
Kamera David Cailley
Schnitt Héloïse Pelloquet
Besetzung
  • Juliette Armanet: Cécile Béguin
  • Bastien Bouillon: Raphaël
  • François Rollin: Gérard
  • Tewfik Jallab: Sofiane
  • Dominique Blanc: Fanfan
  • Mhamed Arezki: Heddy
  • Pierre-Antoine Billon: Richard
  • Amandine Dewasmes: Nathalie
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Handlung

Cécile hat durch ihren Sieg bei der Reality-Kochshow Top Chef Bekanntheit erlangt. Nun plant die 40-jährige Köchin, gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Sofiane ein eigenes Gourmetrestaurant in Paris zu eröffnen. Sofiane möchte diesen Weg gemeinsam mit ihr gehen und unterstützt sie sehr. Céciles langgehegtem Traum kommt jedoch der bereits dritte Herzinfarkt ihres Vaters Gérard dazwischen, der gemeinsam mit ihrer Mutter Fanfan ein Hotelrestaurant in ihrem Heimatdorf betreibt. Gleichzeitig bemerkt sie, dass sie schwanger ist, jedoch nicht von Sofiane [woher wissen wir das?!], und plant im Geheimen die Abtreibung.

Da Gérard sich als völlig uneinsichtig für Veränderungen in seinem Leben zeigt, kehrt Cécile in die Provinz zurück und hilft ihren beiden Eltern vorübergehend beim Betrieb des L’Escale.[2][3][4][5][6]

Cécile trifft bei ihren Eltern nach langer Zeit wieder alte Freunde, auch ihre frühere und unerfüllte Jugendliebe Raphaël. Der Mechaniker hat das Dorf ihrer Kindheit niemals verlassen und mittlerweile eine kleine Familie mit einer Frau aus dem Dorf gegründet. Diese Ehe erscheint nicht glücklich. Die Freunde, mittlerweile erwachsene Männer, verhalten sich größtenteils immer noch wie verantwortungsscheue Heranwachsende in ihren Jugendträumen. Auch Cécile und Raphaël schwelgen in alten Erinnerungen, und Raphaël sucht stark ihre Nähe. Es scheint, als würde er gerne an alte Zeiten oder alte Jugendträume anknüpfen, so dass seine Ehe nun sichtbar kriselt.

Obwohl Céciles Vater nicht im Traum daran denkt, sich in der Küche des L’Escale helfen zu lassen, verlängert sie Tag für Tag ihren Aufenthalt in der Provinz. Verkompliziert wird die Situation durch die Ankunft von Céciles Lebensgefährten Sofiane, dem sie von der Existenz Raphaëls nichts erzählt hatte. Sofiane versteht, dass Cécile schwanger ist, und konfrontiert sie mit seiner Verletztheit durch ihr Verschweigen darüber.

Das Ende ist versöhnlich. Cécile und ihr Vater kreieren gemeinsam ein Desert, er gibt zudem seine Sturheit auf, so dass sich wieder gemeinsame Wege der beiden Eltern andeuten. Cécile bittet Sofiane um Verzeihung und die lässt sich nicht auf ein Aufwärmen der Schwärmerei mit Raphael ein.[2]

Veröffentlichung

Nur für einen Tag (englischsprachiger Titel: Leave One Day) wurde als Eröffnungsfilm des am 13. Mai 2025 beginnenden 78. Filmfestivals von Cannes ausgewählt. Dort wurde das Werk außer Konkurrenz gezeigt.[4] Es ist das erste Mal, dass einer Debütregisseurin diese Ehre zuteilwurde.[7] Ein regulärer Kinostart in Frankreich fand zeitgleich am selben Tag durch den Verleih Pathé statt.[8]

Einzelnachweise

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