OPmobility
Französischer Industriekonzern
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Die OPmobility S.A. (bis März 2024: Plastic Omnium S.A.)[1] ist ein börsennotierter französischer Automobilzulieferer mit Sitz in Levallois-Perret bei Paris.

| OPmobility S.A. | |
|---|---|
| Rechtsform | S.A. |
| ISIN | FR0000124570 |
| Gründung | 1946 |
| Sitz | Levallois-Perret, |
| Leitung | Félicie Burelle |
| Mitarbeiterzahl | ca. 38.900 (2023) |
| Umsatz | 11,6 Mrd. Euro (2024) |
| Branche | Automobilzulieferer |
| Website | www.opmobility.com |
| Stand: 27. Januar 2026 | |
Hintergrund
Das Unternehmen besitzt über 115 Fabriken in 30 Ländern und produziert unter anderem Kunststoff-Karosserieaußenteile und -Kraftstofftanks für alle führenden Automobilhersteller. Das Unternehmen war an HBPO, einem Joint Venture mit dem deutschen Zulieferer Hella, beteiligt, das es im Jahr 2022 komplett übernahm.

1946 begann Pierre Burelle mit der Fertigung von Kunststoffteilen für die Automobilindustrie. Die Familie Burelle kontrolliert über die börsennotierte Holding Burelle auch weiterhin mehrheitlich den Konzern. Im Dezember 2015 wurde bekannt, dass Plastic Omnium für 650 Millionen Euro von Faurecia den Geschäftsbereich Stoßfänger und Frontend-Module (2 Mrd. Euro Umsatz und 7.700 Mitarbeiter, 22 Industriestandorte) erwirbt.[2] Die Übernahme wurde Ende Juli 2016 vollzogen.[3]
Im Dezember 2018 zog sich Plastic Omnium aus seinem Geschäftsbereich Plastic Omnium Environment, der Herstellung von Hausmüllcontainern und damit verbundenen Dienstleistungen, zurück. Plastic Omnium Environnement wurde für 220 Millionen Euro an ein Konsortium von Finanzinvestoren bestehend aus Latour Capital und Bpifrance (öffentliche Investitions- und Förderbank) verkauft. Dieser Geschäftsbereich beinhaltet den 2007 erworbenen deutschen Mülltonnenhersteller Sulo; der gesamte Bereich firmiert seit 2019 unter Sulo.
Am 27. Juni 2022 gab Plastic Omnium den Erwerb der ACTIA Power Division von der ACTIA Group zum Preis von 52,5 Millionen Euro bekannt.[4]
Im März 2022 übernahm Plastic Omnium die Automotive Lighting Systems GmbH (AMLS) von Ams Osram für 65 Millionen Euro Unternehmenswert und stieg damit in das Beleuchtungsgeschäft ein. AMLS mit Hauptsitz in München erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 148 Millionen Euro mit rund 770 Mitarbeitern.
Im März 2024 benannte sich das Unternehmen in OPmobility um, um die strategische Neuausrichtung auf nachhaltige Mobilität zu unterstreichen.[5]
Im November 2025 übernahm Félicie Burelle die Position des CEO. Sie folgte auf Laurent Favre, der das Unternehmen seit November 2019 geführt hatte und unter dessen Leitung OPmobility den Umsatz um 30 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro (2024) steigerte. Burelle, Tochter des Verwaltungsratsvorsitzenden Laurent Burelle und Enkelin des Firmengründers Pierre Burelle, prägte die Unternehmensstrategie bereits seit 2010 mit. Parallel zur CEO-Position organisiert sie die Suche nach einem langfristigen Nachfolger, dessen Ernennung für 2026 erwartet wird.[6]
Im Januar 2026 unterzeichnete OPmobility mit dem südkoreanischen Zulieferer Hyundai Mobis eine Absichtserklärung zur Prüfung der Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an dessen Beleuchtungsgeschäft. Der Abschluss einer endgültigen Vereinbarung wird für 2026 angestrebt.[7]
Geschäftsbereiche
Die Firma gliedert sich in 5 Geschäftsbereiche. 75 Prozent des Umsatzes machen die Bereiche Exterior, Lighting und Modules, sie stellen das klassische Automobilzuliefergeschäft dar. Daneben gibt es die Bereiche C-Power und H2-Power. Hier werden Systeme für Energieeffizienz, Batterien und Wasserstoff entwickelt und vertrieben.[8]
