Oberbeisheim

Ortsteil von Knüllwald From Wikipedia, the free encyclopedia

Oberbeisheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Knüllwald im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Schnelle Fakten Gemeinde Knüllwald ...
Oberbeisheim
Gemeinde Knüllwald
Koordinaten: 51° 2′ N,  30′ O
Höhe: 294 (305–507) m ü. NHN
Fläche: 8,57 km²[1]
Einwohner: 504 (Mai 2011)[2]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34593
Vorwahl: 05685
Karte
Oberbeisheim von oben
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Geographie

In dem im Knüllgebirge in Nordhessen gelegenen Ort treffen sich die Landesstraßen 3428 und 3225. Im Westen verläuft die Bundesautobahn 7. Die Autobahnraststätte Hasselberg liegt in Ortsnähe. Der Ort hatte einen Bahnhof an der 1878 erbauten Bahnstrecke Leinefelde–Treysa. Der Personenverkehr zwischen Malsfeld und Treysa wurde 1981 eingestellt; in Richtung Malsfeld verkehrten bis zum 31. Dezember 1988 noch Güterzüge.

Geschichte

Der Rastplatz an der A7 bei Oberbeisheim (2015)

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Oberbeisheim erfolgte unter dem Namen Beisheim um das Jahr 800 in einer Urkunde der Reichsabtei Hersfeld.[1]

Die Kirche wurde 1720–25 erbaut.

Zum 31. Dezember 1971 fusionierte im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbständige Gemeinde Oberbeisheim mit acht weiteren Gemeinden freiwillig zur neuen Gemeinde Knüllwald[3][4] Für die nach Knüllwald eingegliederten, ehemals eigenständigen Gemeinden wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[5]

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, 9. Mai 2011, in Oberbeisheim 504 Einwohner. Darunter waren 3 (0,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 75 Einwohner unter 18 Jahren, 186 zwischen 18 und 49, 126 zwischen 50 und 64 und 120 Einwohner waren älter.[2] Die Einwohner lebten in 360 Haushalten. Davon waren 102 Singlehaushalte, 108 Paare ohne Kinder und 117 Paare mit Kindern, sowie 30 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 72 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 222 Haushaltungen lebten keine Senioren.[2]

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon[1]
 1358:Dorf
 1415:wüst und lange Zeit unbesetzt
 1575/85:Dorf mit 30 Hausgesesse
 1747:64 Hausgesesse
 1961Erwerbspersonen: 113 Land- und Forstwirtschaft, 116 Produzierendes Gewerbe, 38 Handel und Verkehr, 18 Dienstleistungen und Sonstiges
Oberbeisheim: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2011
Jahr  Einwohner
1834
 
352
1840
 
373
1846
 
381
1852
 
354
1858
 
345
1864
 
340
1871
 
331
1875
 
588
1885
 
340
1895
 
342
1905
 
373
1910
 
376
1925
 
408
1939
 
458
1946
 
693
1950
 
736
1956
 
636
1961
 
611
1967
 
626
1980
 
?
1990
 
?
2000
 
?
2011
 
777
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Zensus 2011[2]

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon[1]
 1861:335 evangelisch-reformierte, ein katholischer Einwohner
 1885:338 evangelische (= 99,41 %), zwei katholische (= 0,51 %) Einwohner
 1961:544 evangelische (= 89,03 %), 63 katholische (= 10,31 %) Einwohner

Politik

Für Oberbeisheim besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Oberbeisheim) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern.[5] Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Oberbeisheim 56,14 %. Alle Kandidaten gehörten der „Gemeinschaftsliste Oberbeisheim“ an.[6] Der Ortsbeirat wählte Sebastian Möller zum Ortsvorsteher.[7]

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Die Mauer des Wehrkirchhofs, dahinter die barocke Pfarrkirche

Die evangelische Kirche Oberbeisheim steht inmitten des Dorfs auf einem „vorzüglich erhaltenen rechteckigen Wehrkirchhof“ mit Ringmauer des 14. Jahrhunderts und ist ein 1720–1725 errichteter Saalbau mit Mansarddach[8] und einem originellen Dachreiter.

Auf dem Friedhof befindet sich ein 1961 errichtetes Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten und des Zweiten Weltkriegs.[9]

Patenschafts-Denkmal von 2003

2003 wurde auf einer Grünfläche am Kastanienweg, Ecke Zum Rauhlaub ein Gedenkstein errichtet, der mit einer Plakette an die damals 15-jährige Patenschaft[10] von Oberbeisheim mit einem Raketenartilleriebataillon (1 RakArtBtl 55) der Bundeswehr in der Dörnberg-Kaserne (Homberg an der Efze) erinnert.

1980 wurden die Knüllwaldmusikanten Oberbeisheim gegründet, entstanden aus 11 Mitgliedern des Posaunenchores. Die Knülwaldmusikanten treten unter anderem auf Kirmessen, Geburtstagen und Familienfeiern auf.[11]

Persönlichkeiten

  • Anton Braun (* 1729 in Oberbeisheim; † 1798 in Kassel), Violinist und Komponist

Einzelnachweise

Literatur

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