Oberfelden

Ortsteil des Marktes Colmberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Oberfelden ist ein Gemeindeteil des Marktes Colmberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Oberfelden hat eine Fläche von 4,554 km². Sie ist in 260 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 17.514,19 m² haben.[3] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Unterfelden.[4]

Schnelle Fakten Markt Colmberg ...
Oberfelden
Markt Colmberg
Koordinaten: 49° 22′ N, 10° 23′ O
Höhe: 434 m ü. NHN
Einwohner: 55 (31. Dez. 2021)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 91598
Vorwahl: 09803
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Geografie

Das Dorf liegt an der Altmühl, südöstlich davon mündet der Fischbach als linker Zufluss in die Altmühl. Im Norden liegt das Flurgebiet Brühl, 0,5 km westlich die Wellhofhöhe, 0,75 km östlich das Buchfeld, 1,5 km westlich im Heiligenholz erhebt sich der Eichelberg (514 m ü. NHN). Zwei Gemeindeverbindungsstraßen führen zur Staatsstraße 2245 (0,5 km nordöstlich bzw. 0,6 km südöstlich), eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2250 (0,7 km südlich).[5]

Geschichte

Bauernhaus in Oberfelden im Jahr 1912

Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg von 1608 wurden für Oberfelden 16 Mannschaften verzeichnet: 2 Anwesen unterstanden dem Kastenamt Colmberg, 2 Anwesen dem Bürgermeister und Rat zu Ansbach, 2 Anwesen der Pfarrei Binzwangen, 1 Anwesen den Herren von Seckendorff zu Bechhofen, 1 Anwesen einem Heßberg zu Brunn und 7 Anwesen einem Balthasar von Seckendorff. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.[6] Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg von 1681 wurden für Oberfelden weiterhin 15 Mannschaften verzeichnet: 2 Anwesen unterstanden dem Kastenamt Colmberg, 2 Anwesen dem Bürgermeister und Rat Ansbach, 2 Anwesen der Pfarrei Binzwangen und 9 Anwesen dem Juliusspital Würzburg. Außerdem gab es eine Schmiede, ein Hirtenhaus und den Hutwasen, die allesamt kommunal genutzt wurden.[7]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Oberfelden 16 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Vogtamt Colmberg aus. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Kastenamt Colmberg: 2 Halbhöfe, 1 Köblergut; Ansbacher Rat: 1 Halbhof, 1 Köblergut), das Verwalteramt Burgbernheim des Juliusspitals Würzburg (1 Dreiviertelhof, 3 Halbhöfe, 5 Köblergüter, 1 Zehntscheune) und das eichstättische Vogtamt Aurach (2 Köblergüter). Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Schmiede, Hirtenhaus, Brechhaus).[8][9]

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.[10]

Im Jahre 1806 kam Oberfelden an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Oberfelden dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Colmberg und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Colmberg zugeordnet.[11] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Oberfelden, zu der Unterfelden gehörte. Die Gemeinde war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Leutershausen zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Colmberg. Von 1862 bis 1879 gehörte Oberfelden zum Bezirksamt Ansbach, ab 1880 zum Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Leutershausen, von 1880 bis 1973 war das Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber zuständig, das 1973 zu einer Zweigstelle des Amtsgerichts Ansbach wurde. Die Finanzverwaltung wurde 1880 vom Rentamt Rothenburg ob der Tauber (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt) übernommen, das seit 1973 zu einer Zweigstelle des Finanzamts Ansbach wurde.[10] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,641 km².[12]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Juli 1972 in den Markt Colmberg eingegliedert.[13][14]

Baudenkmäler

  • Flachsbrechhaus, 19. Jahrhundert an der Straße nach Unterfelden[15]
  • Haus Nr. 6: eingeschossiges Fachwerkhaus, teilweise massiv unterfangen, 1699[15]
  • Haus Nr. 15: eingeschossiges Fachwerkhaus, rückwärts abgewalmt, um 1700[15]
  • an der Ortsstraße noch zahlreiche Fachwerkscheunen und Fachwerkhäuser aus der Mitte und der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.[16]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Oberfelden

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 161159153138156154139128144157155144133122136153148139127208201191132118
Häuser[17] 333332333432342927
Quelle [18][19][20][20][21][22][23][24][25][26][27][28][29][28][30][28][31][28][28][28][32][28][12][33]
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Ort Oberfelden

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987002007002020
Einwohner 95104101858577921176762725753
Häuser[17] 1921191919161314
Quelle [18][19][21][23][26][29][31][32][12][33][34][35][1]
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Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Ursula (Colmberg) gepfarrt.[8] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.[12]

Literatur

Fußnoten

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