Oberharnsbach

Dorf im Markt Burgebrach, Landkreis Bamberg, Bayern, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Oberharnsbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Oberharnsbach hat eine Fläche von 6,273 km². Sie ist in 878 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7145,07 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Unterharnsbach.[4]

Schnelle Fakten Markt Burgebrach ...
Oberharnsbach
Koordinaten: 49° 50′ N, 10° 47′ O
Höhe: 266 m ü. NHN
Einwohner: 288 (31. Dez. 2024)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1978
Postleitzahl: 96138
Vorwahl: 09546
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Wohnstallhaus
Kreuzigungsgruppe

Geografie

Das Dorf liegt auf freier Flur am linken Ufer der Rauhen Ebrach und am Fischersbächerl, der dort als linker Zufluss in die Rauhe Ebrach mündet. Die Bundesstraße 22 führt an Unterneuses vorbei nach Burgebrach (3,5 km westlich) bzw. nach Birkach (3 km nordöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Failshof (0,5 km nordwestlich) und nach Unterharnsbach (0,8 km südöstlich).[5]

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1251 als „Hademarspach“ erstmals urkundlich genannt. Der altertümliche Grundherrnname Hadumar verweist auf die älteste fränkische Siedlerschicht. Von der Siedlungsstruktur war Oberharnsbach ein Haufenwegedorf.[6]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Oberharnsbach aus 22 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Burgebrach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Burgebrach. Grundherren waren

Der Gemeinde selber gehörten ein Häuslein, das als Hirtenwohnung genutzt wurde, und ein Tropfhaus, das ein Zollhaus war.[7]

Die Bodenbeschaffenheit galt als gut, der Getreideanbau war vorzüglich. – Im Jahre 1796 wurde im Zuge des Ersten Koalitionskriegs Oberharrnsbach von den Franzosen angegriffen. Dabei wurden ein Haus und drei Scheunen durch Bomben zerstört, viele Einwohner, die sich dort zurückgezogen hatten, starben dabei.[8]

Im Jahre 1802 kam Oberharnsbach an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1811 der Steuerdistrikt Oberharnsbach gebildet, zu dem Unterharnsbach gehörte. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Oberharnsbach, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgebrach (1919 in Finanzamt Burgebrach umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Oberharnsbach zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).[9] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 6,268 km².[10]

Am 1. Januar 1978 wurde Oberharnsbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgebrach eingemeindet.[11][12]

Baudenkmäler

In Oberharnsbach gibt es vier Baudenkmäler:[13]

  • Bildstock
  • Oberharnsbach 5: Wohnstallhaus
  • Kreuzigungsgruppe vor Wiesenstraße 1
  • Wiesenstraße 5: Wohnstallhaus

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Oberharnsbach

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 200248265266255277265264276275254256259245252247248244229286281287223238
Häuser[14] 3943414040414243
Quelle [9][15][15][15][16][17][18][19][20][21][22][15][23][15][24][15][25][15][15][15][26][15][10][27]
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Ort Oberharnsbach

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001799001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987002018002024
Einwohner 120107155156152158145173136153200281288
Häuser[14] 2223232324262746
Quelle [8][9][16][18][21][23][25][26][10][27][28][29][1]
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Religion

Oberharnsbach ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus (Burgebrach) gepfarrt.[7][10]

Literatur

Commons: Oberharnsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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