Oberkodach
Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach
From Wikipedia, the free encyclopedia
Oberkodach (oberfränkisch: Owean-koring[1]) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[2] Oberkodach liegt in der Gemarkung Mangersreuth.[3]
Oberkodach Große Kreisstadt Kulmbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 5′ N, 11° 27′ O |
| Höhe: | 336 m ü. NHN |
| Postleitzahl: | 95326 |
| Vorwahl: | 09221 |
Geografie
Der Weiler liegt am Rande der Talsenke des Roten Mains. Im Südosten erhebt sich der Herrenberg (371 m ü. NHN). Ein Anliegerweg führt nach Mangersreuth (0,3 km nordöstlich).[4]
Geschichte
1321 wurden zwei Höfe zu „Kadan“ erstmals urkundlich erwähnt. 1398 wurde zwischen „Obernkadan“ und „Nydernkadan“ unterschieden. 1531 wurde der Ort „Obernkadach“ genannt, 1701 „Obern Codach“. Kadan ist der Dativ Plural von kât (mhd. für Kot, Schmutz und im übertragenen Sinn Morast). Es wurde damit eine schlammige Gegend bezeichnet. Hinzugekommen ist das Kollektivsuffix –ach, das hier als Steigerung zu verstehen ist, d. h. außerordentlich schlammige Gegend.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Oberkodach aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Das Rittergut Steinenhausen hatte die Grundherrschaft über den Hof.[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Oberkodach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Mangersreuth und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen. Am 1. April 1946 wurde Oberkodach nach Kulmbach eingegliedert.[7][8]
Baudenkmäler
- Oberkodach 1: Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung
Religion
Oberkodach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach Unsere Liebe Frau (Mangersreuth) gepfarrt.[6][16]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Codach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 534 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Oberekodach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 854–855 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 81.
Weblinks
- Oberkodach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 16. Dezember 2021.
- Oberkodach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 4. November 2020.
- Oberkodach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 4. November 2020.