Oberleiterbach

Ortsteil von Zapfendorf From Wikipedia, the free encyclopedia

Oberleiterbach (bambergisch: (Öhba)läddäboch[3]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Zapfendorf im oberfränkischen Landkreis Bamberg in Bayern.[4] Die Gemarkung Oberleiterbach hat eine Fläche von 4,559 km². Sie ist in 707 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6448 m² haben.[1][5]

Schnelle Fakten Markt Zapfendorf ...
Oberleiterbach
Koordinaten: 50° 2′ N, 10° 58′ O
Höhe: 281 (273–283) m ü. NHN
Fläche: 4,56 km²[1]
Einwohner: 260 (31. Dez. 2024)[2]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 96199
Vorwahl: 09547
Oberleiterbach Luftaufnahme
Oberleiterbach Luftaufnahme
Schließen
Oberleiterbach St. Laurentius

Oberleiterbach ist seit 2016 das erste und einzige Bioenergiedorf im Landkreis Bamberg und Träger des Bürgerenergiepreises Oberfranken.

Oberleiterbach wurde im Jahr 1977 „Bundesgolddorf“. Im Jahr 2016 errang der Ort im Dorfwettbewerb Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden Gold auf Kreisebene und am 18. Juli 2017 die Goldmedaille auf Bezirksebene.

Geografie

Das Kirchdorf liegt im Tal des Leiterbachs, eines linken Zuflusses des Mains. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Kleukheim zur Staatsstraße 2187 (2,2 km östlich), nach Peusenhof (2 km südöstlich), nach Reuthlos (1,3 km südlich) und die Bundesautobahn 73 unterquerend nach Weihersmühle (1,4 km nordwestlich).[6] Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.

Geschichte

Die michelsbergischen Klosterhöfe „Leiderbach“ (heute Laurentiusring 4 und 8) wurden erstmals 1221 erwähnt. Der Name Oberleiterbach tauchte 1323 erstmals in den Geschichtsbüchern auf.[7] Um 1498 lebten im Ort etwa 200 Einwohner. Im Dreißigjährigen Krieg wurde mehr als die Hälfte des Dorfes zerstört.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Oberleiterbach aus 51 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Lichtenfels aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Lichtenfels. Grundherren waren

Im Jahre 1802 kam Oberleiterbach an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1810 der Steuerdistrikt Oberleiterbach gebildet. 1818 entstand die Ruralgemeinde Oberleiterbach. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Lichtenfels zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Lichtenfels. 1841 erfolgte der Wechsel zum Landgericht Scheßlitz und dem Rentamt Scheßlitz. Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Staffelstein (1939 in Landkreis Staffelstein umbenannt) für die Verwaltung zuständig und das Rentamt Rattelsdorf für die Finanzverwaltung, bis 1866 das Rentamt Staffelstein neu gebildet wurde (1919 in Finanzamt Staffelstein umbenannt, ab 1929 Finanzamt Bamberg-Land). Die Gerichtsbarkeit lag ab 1862 beim neu gebildeten Landgericht Staffelstein (1880 in Amtsgericht Staffelstein umbenannt, 1956 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Lichtenfels).[9] Die Gemeinde hatte 1964 eine Fläche von 4,573 km².[10]

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Oberleiterbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Zapfendorf eingemeindet.[11][12]

Baudenkmäler

In Oberleiterbach gibt es 25 Baudenkmäler:[13]

  • Einsiedler-Ivo-Straße 1: ehemaliges Schulhaus
  • Einsiedler-Ivo-Straße 2, 4, 6; Kleukheimer Straße 2; Laurentiusring 4, 15, 18; Leuchtersbrunnen 7: Bauernhäuser
  • Einsiedler-Ivo-Straße 3, 5, 8; Kleukheimer Straße 1; Laurentiusring 16: Wohnstallhäuser
  • Laurentiusring 2: St. Laurentius mit Friedhofsummauerung und Portal
  • Laurentiusring 3: Wohnstallhaus, Remise und Stadel eines Bauernhofes
  • Laurentiusring 10: Wohnhaus
  • Laurentiusring 12: Schulhaus
  • Reuthloser Straße 1: Wohnstallhaus, Remise und Fachwerkstadel eines Bauernhofes
  • Reuthloser Straße 2: Ehemaliger Brauereigasthof Schneider, Fachwerkstadel
  • Schloßstraße 19: Stadel
  • Kreuzigungsgruppe
  • Kruzifix
  • zwei Bildstöcke
  • Sandsteinfigur Heiliger Johann Nepomuk

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Oberleiterbach gibt es drei Bodendenkmäler.[13]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 18181840185218551861186718711875188018851890189519001905
Einwohner 270292286277273292287290304286275268270272
Häuser[14] 5254547254
Quelle [9][15][15][15][16][17][18][19][20][21][22][15][23][15]
Schließen
Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 19101919192519331939194619501952196119701987199920102024
Einwohner 289293268249231423354342242245253264267260
Häuser[14] 51495168
Quelle [24][15][25][15][15][15][26][15][10][27][28][2][2][2]
Schließen

Religion

Oberleiterbach ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Johannes der Täufer (Kirchschletten) gepfarrt.[8][10]

Vereine

Oberleiterbach hat ein sehr aktives Vereinsleben. Die Freiwillige Feuerwehr sorgt für Brandschutz und die allgemeine Hilfe und ist auch der Ausrichter der Kirchweih. Im Jahr 2013 wurde ein neues Feuerwehrhaus zur Benutzung übergeben. Weitere Vereine sind der Soldaten- und Kameradschaftsverein, der Gartenbauverein, der Stammtisch Klein Hollywood und der Dart Club Red Rebels.

Sonstiges

Das Dorffest (Ausrichter: Soldaten- und Kameradschaftsverein zusammen mit dem Gartenbauverein)[29] findet jeweils an Mariä Himmelfahrt auf dem Platz zwischen Gemeinschaftshaus und Spielplatz und die Kirchweih am ersten Wochenende im September statt.

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Oberleiterbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI