Oberquembach

Ortsteil von Schöffengrund From Wikipedia, the free encyclopedia

Oberquembach ist ein Ortsteil der Gemeinde Schöffengrund im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis.

Schnelle Fakten Gemeinde Schöffengrund ...
Oberquembach
Koordinaten: 50° 28′ N,  29′ O
Höhe: 247 (238–259) m ü. NHN
Fläche: 5,83 km²[1]
Einwohner: 596 (30. Juni 2020)[2]
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 35641
Vorwahl: 06085
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Geographische Lage

Oberquembach liegt in östlichen Hintertaunus (Wetzlarer Hintertaunus) im Naturpark Taunus am Quembach. Im Ort treffen sich die Landesstraßen 3054 und 3284. Die nächste größere Stadt ist Wetzlar. Höchste Erhebung bei Oberquembach ist der Rotwiesenberg mit 323 Meter über NN.

Nachbarorte sind Niederquembach (nordwestlich), Niederwetz (nördlich), Oberwetz (nordöstlich), Kröffelbach (südlich) und Kraftsolms (südwestlich).

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Oberquembach erfolgte in einer Urkunde der Stadt Wetzlar unter dem Namen Quenenbach und wird in die Zeit 1259–1267 datiert.[1]

Die evangelische Kirche wurde um das Jahr 1696 an der Stelle der vorherigen Wehrkirche erbaut.

Zum 31. Dezember 1971 fusionierte die bis dahin selbständige Gemeinde Oberquembach mit fünf weiteren Gemeinden im Zuge der Gebietsreform in Hessen freiwillig zur Großgemeinde Schöffengrund.[3][4] Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Schwalbach. Für die ehemals eigenständigen Gemeinden von Schöffengrund wurde je ein Ortsbezirk gebildet.[5]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Oberquembachf angehört(e):[1][6]

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

Oberquembach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
 
305
1840
 
312
1846
 
345
1852
 
332
1858
 
329
1864
 
336
1871
 
308
1875
 
304
1885
 
298
1895
 
313
1905
 
319
1910
 
310
1925
 
338
1939
 
347
1946
 
488
1950
 
511
1956
 
516
1961
 
512
1967
 
542
1970
 
576
1980
 
?
1987
 
652
2000
 
?
2011
 
621
2020
 
596
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Gemeinde Schöffengrund[2]; Zensus 2011[8]

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Niederquembach 621 Einwohner. Darunter waren 9 (1,4 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 93 Einwohner unter 18 Jahren, 237 zwischen 18 und 49, 165 zwischen 50 und 64 und 123 Einwohner waren älter.[8] Die Einwohner lebten in 258 Haushalten. Davon waren 66 Singlehaushalte, 72 Paare ohne Kinder und 96 Paare mit Kindern, sowie 18 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 54 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 162 Haushaltungen lebten keine Senioren.[8]

Religionszugehörigkeit

 1834:305 evangelische (= 100 %) Einwohner[1]
 1961:423 evangelische (= 82,62 %), 85 katholische (= 16,60 %) Einwohner[1]

Politik

Für Oberquembach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Oberquembach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.[5] Der Ortsbeirat besteht aus drei Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 56,31 %. Dabei wurden gewählt: zwei Mitglieder der „Freien Wählergemeinschaft“ (FWG) und ein Mitglied der SPD.[9] Der Ortsbeirat wählte Lars Watz (FWG) zum Ortsvorsteher.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Evangelische Kirche, erbaut 1696 als Nachfolgebau einer vormaligen Wehrkirche
  • Backhaus, altes Dorfbackhaus mit Holzbackofen zur traditionellen gemeinschaftliche Nutzung
  • Alte Schule, die 1839 aus Stampflehm erbaut wurde
  • Löschwasserteich, der als Kulturdenkmal ausgewiesene, historische Löschwasserteich in der Ortsmitte zwischen Backhaus und Kirche
  • Fachwerkhäuser, denkmalgeschützte Kulturdenkmäler, teilweise noch aus dem 17. Jahrhundert

Naturdenkmale

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter Oberquembachs
  • Karl Allmenröder (1861–1926), Jurist, erster deutscher Jugendrichter (Amtsgericht Frankfurt am Main).

Literatur

Anmerkungen und Einzelnachweise

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