Oberrodach

Gemeindeteil von Marktrodach From Wikipedia, the free encyclopedia

Oberrodach ist ein Gemeindeteil des Marktes Marktrodach im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern.[2]

Schnelle Fakten Markt Marktrodach ...
Oberrodach
Wappen von Oberrodach
Koordinaten: 50° 15′ N, 11° 24′ O
Höhe: 330 m ü. NHN
Einwohner: 741 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 96364
Vorwahl: 09261
Ehemaliges Rathaus von Oberrodach
Ehemaliges Rathaus von Oberrodach
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Geographie

Das Kirchdorf Oberrodach liegt im Tal der Rodach nordöstlich von Unterrodach und nördlich von Kleinvichtach, mit denen es eine geschlossene Siedlung bildet. Durch den Ort fließt der Rehenbach, der in Unterrodach links in die Rodach mündet. Die Bundesstraße 173 führt an Höfles vorbei nach Kronach (5 km südwestlich) bzw. an Zeyern vorbei nach Wallenfels (5,5 km nordöstlich). Die Bundesstraße 303 verläuft über Großvichtach nach Seibelsdorf (4 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße verbindet mit Zeyern (1,5 km nordöstlich).[3]

Geschichte

Oberrodach wurde erstmals zu Beginn des 14. Jahrhunderts urkundlich erwähnt.[4]

Der Ort bildete mit der Angermühle, Kreuzmühle und Oberrodacher Mühle eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 35 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus und -bräuhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Kronach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das bambergische Vogteiamt Stadtsteinach inne. Grundherren waren

Oberrodach ging durch den Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803 in den Besitz des Kurfürstentums Bayern über. Mit dem Ersten Gemeindeedikt wurde Oberrodach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Zeyern zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt entstand 1818 die Ruralgemeinde Oberrodach, zu der Angermühle, Kreuzmühle und Oberrodacher Mühle gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kronach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kronach, 1919 in Finanzamt Kronach umbenannt. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit gehörten einige Anwesen bis 1848 Patrimonialgerichten an, die aus den ehemaligen Rittergütern entstanden sind. Ab 1862 gehörte Oberrodach zum Bezirksamt Kronach, 1939 in Landkreis Kronach umbenannt. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kronach, 1879 in das Amtsgericht Kronach umgewandelt.[7] Die Gemeinde hatte eine Fläche von 2,248 km².[8]

Am 1. Mai 1978 wurde Oberrodach im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die neu gebildete Gemeinde Marktrodach eingegliedert.[9]

Baudenkmäler

In der Bayerischen Denkmalliste sind fünf Baudenkmäler aufgeführt:

  • Ehemaliges Schulhaus
  • Gasthaus
  • Drei Privathäuser[10]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Oberrodach

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 18401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 325406387382347378396414423390371386375375378404416356544552554695693
Häuser[11] 597483747082126
Quelle [12][12][12][13][14][15][16][17][18][19][12][20][12][21][12][22][12][12][12][23][12][8][24]
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Ort Oberrodach

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 295371360403361378531685687741
Häuser[11] 4072706780124198
Quelle [7][13][15][18][20][22][23][8][24][1]
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Wappen

Blasonierung: „Unter einem von Silber und Schwarz gevierten Schildhaupt gespalten von Gold und Blau; vorne ein linksgewendeter, mit einer silbernen Schräglinksleiste überdeckter, rot bewehrter schwarzer Löwe; hinten ein silbernes Einhorn.“

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Andreas in Seibelsdorf gepfarrt.[25] Die katholische Minderheit ist nach St. Leonhard in Zeyern gepfarrt. Durch den Zuzug von Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs der Anteil der Katholiken, so dass 1967 der Bau einer katholischen Kirche als Filialkirche in Oberrodach beschlossen wurde. Die Grundsteinlegung fand 1969 statt, am 20. September 1970 wurde die Kirche Heilig Kreuz durch den Weihbischof in Bamberg Martin Wiesend geweiht.[26] Der Kampanile wurde 1971 errichtet. Das Gotteshaus entstand nach einem Entwurf des Kronacher Architekten Baptist Detsch.[27]

Literatur

Commons: Oberrodach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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