Oberschoderlee

Ortschaft im Bezirk Mistelbach From Wikipedia, the free encyclopedia

Oberschoderlee ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Stronsdorf im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich. Die Ortschaft umfasst 229 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1967 bildete der Ort unter dem Namen Oberschotterlee eine selbständige Ortsgemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Oberschoderlee (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Oberschoderlee
Oberschoderlee (Österreich)
Oberschoderlee (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mistelbach (MI), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Mistelbach
Pol. Gemeinde Stronsdorf
Koordinaten 48° 38′ 53″ N, 16° 20′ 4″ Of1
Höhe 214 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 229 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 6,8 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05119
Katastralgemeindenummer 13042
Bild
Oberschoderlee vom Blauen Berg aus
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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229

Geografie

Das zwischen der Laaer Straße und Stronsdorf liegende Dorf, das über die Landesstraße L3071 erreichbar ist, entwässert über den Gießbach in die Pulkau. Am 1. April 2020 zählte die Ortschaft 122 Adressen.[3]

Bemerkenswert ist der südöstlich des Ortes gelegene Blaue Berg, der einen Lösstrockenrasen mit pannonischer Trockenvegetation beherbergt, auf dem sich eine von zwei Vorkommen der Europa-Hornmelde (Krascheninnikovia ceratoides) in Österreich befindet.

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 52 Häusern genannt, das nach Stronsdorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Stronsdorf besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Stronsdorf, Mailberg und Laa sowie die St. Antoni Kapelle und die Kirche Stronsdorf.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Oberschoderlee ein Bäcker, ein Binder, ein Gastwirt, ein Gemischtwarenhändler, zwei Schmiede, ein Schuster, ein Wagner und einige Landwirte ansässig.[5]

Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung wurden mit 1. Jänner 1968 die bis dahin selbständigen Gemeinden Oberschotterlee, Stronegg, Stronsdorf und Unter-Schotterlee vereinigt. Die neue Gemeinde führt den Namen Stronsdorf.[2]

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Ronthal bis Schönborn. Mechitaristen, Wien 1835, S. 75 (Schotterleh (Ober-)Internet Archive; mit einem Nachtrag zum 5. Band: Pellendorf; b) Riedenthal (Groß-)).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 30, Sektion Stronsdorf, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,2 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 237.
Commons: Oberschoderlee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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