Ober-Steinabrunn
Ortschaft im Bezirk Hollabrunn
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Ober-Steinabrunn ist eine Ortschaft und als Obersteinabrunn eine Katastralgemeinde in der Marktgemeinde Grabern im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich mit 113 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)[1]. Bis Ende 1967 bildete Obersteinabrunn eine selbständige Ortsgemeinde.[2]
| Ober-Steinabrunn (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Obersteinabrunn | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Hollabrunn (HL), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Hollabrunn | |
| Pol. Gemeinde | Grabern | |
| Koordinaten | 48° 37′ 35″ N, 16° 1′ 18″ O | |
| Höhe | 247 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 113 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 5,05 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03763 | |
| Katastralgemeindenummer | 09055 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Das zwischen Mittergrabern und Guntersdorf liegende Dorf ist über die Landesstraße L35 erreichbar, die durch den Ort führt. Der Gmoosbach und der Windpassinger Graben entwässern das Dorf. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 86 Adressen.[3]
Auf der östlich des Ortes gelegenen Anhöhe Petrusberg (267 m ü. A.) befand sich einst der Ort Peterskirchen, der auch für der jährlich zu St. Peter (29. Juni) abgehaltenen Jahrmarkt bekannt war.
Geschichte
Die Einwohner waren Landbauern, wobei einige 18, 20 oder 27 Joch Grund besaßen, den sie mit Weizen, Korn oder Hafer bebauten. Weitere Erwerbszweige waren der Wein- und Obstbau sowie die Viehzucht, die aber weniger bedeutsam war, berichtete Schweickhardt im 19. Jahrhundert. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 66 Häusern genannt, das nach Großnondorf eingepfarrt war und die Kinder zur Einschulung nach Mittergrabern kamen. Die Herrschaft Immendorf besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und die Herrschaft Guntersdorf übte die Landgerichtsbarkeit aus. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Immendorf, Wullersdorf, Guntersdorf, Mittergrabern und Kadolz.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Obersteinabrunn zwei Eierhändler, ein Gastwirt, zwei Gemischtwarenhändler, ein Schmied, ein Siebmacher und einige Landwirte ansässig.[5]
Die um 1850 entstandene Ortsgemeinde fusionierte am 1. Jänner 1968 mit den damaligen Gemeinden Mittergrabern und Obergrabern.[2]
Wissenswertes
Die ehemalige Georgskapelle, eine einschiffige Filialkirche mit Dachreiter, wurde 1987 abgetragen und ins Museumsdorf Niedersulz übertragen.
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Ronthal bis Schönborn. Mechitaristen, Wien 1835, S. 220 (Steinabrunn (Ober-) – Internet Archive; mit einem Nachtrag zum 5. Band: Pellendorf; b) Riedenthal (Groß-)).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 28, Sektion Sitzendorf, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,5 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 123.
