Oberweihersbuch

Gemeindeteil der Stadt Stein From Wikipedia, the free encyclopedia

Oberweihersbuch ist ein Gemeindeteil der Stadt Stein im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).[2] Oberweihersbuch liegt in der Gemarkung Stein.[3]

Schnelle Fakten Stadt Stein ...
Oberweihersbuch
Stadt Stein
Koordinaten: 49° 24′ N, 11° 0′ O
Höhe: 316 m ü. NHN
Einwohner: 578 (1. Jan. 2022)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1927
Postleitzahl: 90547
Vorwahl: 0911
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Geographie

Durch das Pfarrdorf fließt der Grundbach, ein linker Zufluss der Rednitz. Die Neubausiedlungen im Nordosten (Meierei und Fabergut) grenzen an Unterweihersbuch an. Dazwischen liegt ein kleines Waldgebiet. Im Südwesten grenzt ebenfalls ein kleines Waldgebiet an. Ansonsten ist der Ort von Acker- und Grünland umgeben. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Loch (1,8 km westlich), nach Unterasbach (1,5 km nördlich), zur Bundesstraße 14 bei Unterweihersbuch (1 km nordöstlich) und über einen Kreisverkehr der B 14 nach Deutenbach (1 km östlich).[4] Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.

Geschichte

Der Ort wurde 1303 als „zu Büchelein“ erstmals urkundlich erwähnt, womit wohl Ober(weihers)buch gemeint war. Er bestand ursprünglich aus den zwei Siedlungskernen Oberbuch und Weihersbuch. Noch im 15. Jahrhundert wurden beide Ortschaften getrennt aufgelistet.[5]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Oberweihersbuch aus zehn Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Cadolzburg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte teils das Landpflegamt der Reichsstadt Nürnberg, teils das Oberamt Cadolzburg. Grundherren waren das Kastenamt Cadolzburg (1 Hof); die Reichsstadt Nürnberg: Spitalamt (1 Wirtshaus, 1 Halbhof), Katharinenamt (1 Halbhof); die Nürnberger Eigenherren von Behaim (2 Halbhöfe), von Holzschuher (1 Hof), von Kreß (1 Halbhof) und von Murr (1 Hof, 1 Halbhof).[6]

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. 1806 ging der Ort Oberweihersbuch an das Königreich Bayern über. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt und die Ruralgemeinde Stein gebildet, zu dem bzw. zu der auch Oberweihersbuch gehörte. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 1 Anwesen von 1822 bis 1834 dem Patrimonialgericht (PG) Almoshof, 2 Anwesen von 1823 bis 1835 dem PG Leyh und 2 Anwesen von 1823 bis 1835 dem PG Nemsdorf. Am 4. Dezember 1841 wurde die Ruralgemeinde Weihersbuch gebildet, zu der Ober- und Unterweihersbuch gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Nürnberg (1879 in das Amtsgericht Nürnberg umgewandelt) und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Fürth zugeordnet. Ab 1862 gehörte Weihersbuch zum Bezirksamt Nürnberg. Die Finanzverwaltung wurde 1870 vom Rentamt Nürnberg übernommen (1919 in Finanzamt Nürnberg umbenannt).[7][8] 1870 wurde die Gemeinde amtlicherseits in Weihersbuch umbenannt.[9] 1904 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 5,260 km².[10] Am 1. Januar 1927 wurde Weihersbuch nach Stein eingemeindet.[11][12]

Baudenkmäler

  • Locher Str. 8a: Bauernhof[13]
  • Pfarrweg 2: evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Jakobus[13]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Oberweihersbuch

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 1840185218551861186718711875188018851890189519001905191019191925
Einwohner 212231228236224253269274262245254239241304298335
Häuser[14] 2733343546
Quelle [15][9][9][16][9][17][9][9][18][9][9][10][9][9][9][19]
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Ort Oberweihersbuch

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987002022
Einwohner 115170164147155115132 * * *609578
Häuser[14] 1716181822 * *168
Quelle [20][15][16][17][18][10][19][21][22][23][24][1]
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* 
Ort wird zu Stein gerechnet.

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich teils nach St. Laurentius, teils nach St. Rochus gepfarrt,[6] seit Anfang des 19. Jahrhunderts nur noch nach St. Rochus und ab 1931 nach Stein.[15][25] Seit 1964 ist der Ort Sitz der Pfarrei St. Jakobus (Oberweihersbuch); seit 1957 sind eigene Kirchenbücher verfügbar.[25][26] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Walburga gepfarrt,[21] spätestens seit den 1960er Jahren ist die Pfarrei St. Albertus Magnus zuständig.[22][27]

Literatur

Fußnoten

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