Obsession (1997)
Film von Peter Sehr (1997)
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Obsession (Alternativtitel: Obsession – Besessene Seelen) ist ein französisch-deutsches Filmdrama aus dem Jahr 1997. Regie führte Peter Sehr, der gemeinsam mit Marie Noëlle auch das Drehbuch schrieb.
| Film | |
| Titel | Obsession |
|---|---|
| Produktionsland | Frankreich, Deutschland |
| Originalsprache | Französisch, Deutsch, Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1997 |
| Länge | 115 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Peter Sehr |
| Drehbuch | Marie Noëlle, Peter Sehr |
| Produktion | Wolfgang Esterer |
| Musik | Micki Meuser |
| Kamera | David Watkin |
| Schnitt | Heidi Handorf |
| Besetzung | |
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Handlung
Die Musikerin Miriam Auerbach lebt in Berlin und hat seit Jahren eine Beziehung mit dem französischen Arzt Pierre Moulin. Eines Tages beobachtet sie in Gesellschaft ihres Freundes, wie der alte Jacob Frischmuth, ein notorischer Ladendieb, der nach einem Diebstahl vom Sicherheitspersonal verfolgt wird, sich in die U-Bahn flüchtet. Als Frischmuth bei einer Kollision mit dem Wachmann verletzt wird, kommt ihm der Arzt zu Hilfe. John McHale, ein Engländer mit simbabwischem Pass, der sich wegen schwieriger Familienangelegenheiten in Berlin befindet, schlägt den Wachmann nieder. Er wird festgenommen und soll aus Deutschland ausgewiesen werden. McHale, der inzwischen einen Job als Steinmetz angenommen hat, denkt aber nicht daran, zumal er dabei ist, sich in Miriam zu verlieben. Auch Miriam gefällt der Mann, der ihre Nähe sucht und sie phantasisievoll mit Aufmerksamkeiten verwöhnt.
Frischmuth und sein Bruder kümmern sich um McHale und helfen ihm so gut sie können. Es bahnt sich parallel eine Liebesaffäre zwischen Miriam und McHale an. Als Pierre davon erfährt, eskalieren die Emotionen. Beide Männer lieben Mirian, und keiner will sie aufgeben. McHale Leben kompliziert sich zusätzlich dadurch, dass er nach und nach hinter die dunklen Familiengeheimnisse kommt, die der Grund für seine Reise nach Berlin waren.
Produktion und Veröffentlichung
Der Film wurde in Berlin, in München, in Leipzig, in Dijon, in Paris und in den Vereinigten Staaten gedreht.[1] Seine Produktionskosten betrugen schätzungsweise 30 Millionen Französische Franc. Daniel Craig wurde in der deutschen Synchronisation vom britischen Schauspieler Mark Strong gesprochen, der fließend Deutsch spricht.[2]
Nach der Weltpremiere am 28. August 1997 in Deutschland wurde der Film am 9. September 1997 auf dem Toronto International Film Festival gezeigt.[3] In Deutschland wurden 23.581 Kinozuschauer gezählt.[4] 2007 veröffentlichte das Label Kinowelt eine DVD in deutscher Sprache.
Rezeption
Kritiken
Paul Mavis schrieb am 22. Oktober 2006 auf www.dvdtalk.com, der Film erkläre nicht die Motivation der Charaktere, was ein „großes Problem“ sei. Der zentrale Charakter von Miriam Auerbach kenne die eigenen Beweggründe nicht und wirke zu keinem Zeitpunkt glaubwürdig. Die Leistungen der Darsteller seien „okay“.[5]
Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der Film sei ein „gefühlvolles, intelligent unterhaltendes Melodram über die Suche dreier Menschen nach sich selbst sowie nach ihrem Platz im Leben“. Er sei „glaubwürdig in der Beschreibung des permanenten Wechselbades der Gefühle“. Die Leistungen der drei Hauptdarsteller seien „überzeugend“.[6]
Auszeichnungen
Peter Sehr wurde im Jahr 1997 für die Goldene Muschel des Festival Internacional de Cine de San Sebastián nominiert. Der Film und Heike Makatsch wurden im Jahr 1998 für den Deutschen Filmpreis nominiert.
Weblinks
- Obsession bei IMDb
- Obsession bei filmportal.de
- Obsession Soundtrack