Octylamin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Octylamin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Amine, genauer der Monoalkylamine.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Octylamin
Allgemeines
Name Octylamin
Andere Namen
  • 1-Aminooctan
  • 1-Octanamin
  • Caprylamin
  • n-Octylamin
Summenformel C8H19N
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit aminartigem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 111-86-4
EG-Nummer 203-916-0
ECHA-InfoCard 100.003.560
PubChem 8143
Wikidata Q2013954
Eigenschaften
Molare Masse 129,25 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

0,78 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−1 °C[1]

Siedepunkt

180 °C[1]

Dampfdruck
  • 1 hPa (20 °C)[1]
  • 1,6 hPa (30 °C)[1]
  • 5,6 hPa (50 °C)[1]
Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (0,2 g·l−1 bei 25 °C)[1]

Brechungsindex

1,429 (20 °C, 589 nm)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226301+311314332335410
P: 210273280303+361+353304+340+310305+351+338[1]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Vorkommen

Octylamin kommt natürlich in Äpfeln vor.[3]

Gewinnung und Darstellung

Octylamin kann durch Hydrierung von Octandienylamin gewonnen werden, welches wiederum durch Telomerisation von 1,3-Butadien mit Ammoniak gewonnen werden kann.[4]

Eigenschaften

Octylamin ist eine farblose Flüssigkeit mit aminartigem Geruch, die praktisch unlöslich in Wasser ist.[1]

Sicherheitstechnische Kenngrößen

Octylamin bildet oberhalb des Flammpunktes entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung hat einen Flammpunkt bei 60 °C.[1] Der Explosionsbereich liegt zwischen 1,6 Vol.-% als untere Explosionsgrenze (UEG) und 8,2 Vol.-% als obere Explosionsgrenze (OEG).[1] Die Zündtemperatur beträgt 265 °C.[1] Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T3.

Verwendung

Octylamin wird als Korrosionsinhibitor, bei der Flotation und als Asphalt-Emulgator verwendet. Es ist enthalten in Weichspülern, Waschmitteln, Vulkanisationsbeschleunigern, Drucktinten und Tonern.[1] Es wird als Zwischenprodukt für verschiedene andere chemische Verbindungen wie zum Beispiel Octenidin, ein antimikrobiell und biozid wirkendes Mittel für verschiedene Anwendungen, und N-Octylpyrrolidon[S 1] verwendet.[5]

Einzelnachweise

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