Odisheim

Gemeinde in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Odisheim (niederdeutsch Godshem) ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Land Hadeln im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Odisheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Odisheim hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 53° 42′ N,  56′ O
Bundesland:Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Land Hadeln
Höhe: −1 m ü. NHN
Fläche: 13,5 km²
Einwohner: 461 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21775
Vorwahl: 04756
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 043
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktstraße 21,
21762 Otterndorf
Website: www.samtgemeinde-land-hadeln.de
Bürgermeister: Stefan Skowron (CDU)
Lage der Gemeinde Odisheim im Landkreis Cuxhaven
Karte
Karte
Schließen

Geographie

Betroffenes Gebiet bei einer „kleinen“ Sturmflut von nur 4,5 m bei einem Deichbruch am Glameyer-Stack, Otterndorf.

Lage

Odisheim liegt im Niederelbegebiet. Die Nähe zur Elbmündung und zur Nordsee bringen die Gefahr mit sich, dass im Falle eines Deichbruchs bei einer Sturmflut das maximal 2 m über NHN, zu einem großen Teil aber auch unter dem Meeresspiegel liegende Gemeindegebiet zu weiten Teilen überflutet würde. Ein mögliches Szenario wird im Artikel Glameyer-Stack beschrieben.

Gemeindegliederung (Ortsteile)

  • Am See
  • Dreieck
  • Kirchdorf
  • Norderteil
  • Süderteil

Nachbargemeinden

Ihlienworth Bülkau
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Steinau Stinstedt

Geschichte

Der Hadler Kanal am Lichtenpils Richtung Süd

Der Name des Ortes geht vermutlich auf vorchristliche und damit vorkarolingische Zeit zurück und bedeutet wohl Odins Heim. Die erste urkundliche Erwähnung fand jedoch erst 1325 statt. Von 1388 bis etwa 1484 gehörte das Kirchspiel Odisheim, zusammen mit den Kirchspielen Steinau, Oster- und Wester-Ihlienworth und Wanna (die „Fünf Kirchspiele“) zur Vogtei Bederkesa. In Dokumenten des 16. Jahrhunderts findet sich die Namensform Odeßhem neben der „christianisierten“ Form Gadeshem („Gottsheim“).

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohnerQuelle
1824000 ¹[2]
18480729 ²[3]
1910906[4]
1925874[5]
1933828[5]
1939776[5]
195012800[6]
JahrEinwohnerQuelle
19750654 ³[7]
19870600 ³[8]
19920583 ³[8]
2000608 ³[9]
2010568 ³[8]
2015497 ³[10]
2018487 ³[8]
Schließen

¹ 138 Feuerstellen
² in 153 Häusern
³ jeweils zum 31. Dezember

Religion

78 % der Einwohner von Odisheim sind evangelisch, nur 3 % katholisch.[11] Die ev.-luth. Kirchengemeinde Odisheim mit der St.-Jobst-Kirche gehört zum Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln der hannoverschen Landeskirche. Für Reformierte ist die Kirchengemeinde Holßel der Evangelisch-reformierten Kirche zuständig, für die Katholiken die Pfarrei Hl. Kreuz in Otterndorf, die zum Dekanat Bremerhaven im Bistum Hildesheim gehört.

Politik

Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde Odisheim besteht aus sieben Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit bis zu 500 Einwohnern.[12] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.

Die letzten Gemeinderatswahlen ergaben folgende Sitzverteilungen:

Weitere Informationen Partei ...
Partei2021[13]2016[14]
CDU77
Schließen

Bürgermeister

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Stefan Skowron (CDU) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[15]

Wappen

Der Entwurf des Kommunalwappens von Odisheim stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der zahlreiche Wappen im Landkreis Cuxhaven erschaffen hat.[16]

Wappen von Odisheim
Wappen von Odisheim
Blasonierung: „Zweimal geteilt durch ein blau und weiß gewürfeltes Band, dessen Feld oben blau und unten weiß ist; oben: in Blau zwei silberne Pfeilkrautblätter; in der Mitte: das gewürfelte Band; unten: in Silber ein blaues Pfeilkrautblatt.“[16]
Wappenbegründung: Die Pfeilkrautblätter deuten auf die dort häufig vorkommende Pflanze und zugleich auf den ständigen Kampf der Sietländer mit dem Wasser in ihrer tiefgelegenen binnenländischer Gemarkung hin. Das gewürfelte Band ist dem Wappen des Adelsgeschlechts Kule entlehnt, das im 14. Jahrhundert den Zehnten in Odisheim besaß.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Hadler Kanal am Lichtenpils Richtung Süd

Bauwerke

Museum

Die Heimatstuben: Hier werden historische Gegenstände aus Haushalt und Landwirtschaft ausgestellt.

Gärten

  • Der Mori-Garten wurde von Edeltraud Mori angelegt. In der 10.000 qm großen Parkanlage befinden sich Sonnen- und Schattenstauden, Rhododendren, Kamelien sowie ein Teich und seltene Bäume. Nach dem Tod von Mori hat die Gemeinde Odisheim das Anwesen geerbt. Der Garten ist die Öffentlichkeit zu Veranstaltungen zugänglich und kann täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang besucht werden.

Verkehr

Der Ort liegt nahe dem Hadelner Kanal und an der Landesstraße 144.

Persönlichkeiten

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen

Sagen und Legenden

  • Gottes Lohn
  • Das Hexenmahl
  • Hake Betken siene Duven[17]
Commons: Odisheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI