Oedenreuth

Ortsteil des Marktes Roßtal im Landkreis Fürth From Wikipedia, the free encyclopedia

Oedenreuth (fränkisch: Ejdn-raid[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Roßtal im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).[3] Oedenreuth liegt in der Gemarkung Weitersdorf.[4]

Schnelle Fakten Markt Roßtal ...
Oedenreuth
Markt Roßtal
Koordinaten: 49° 23′ N, 10° 55′ O
Höhe: 402 m ü. NHN
Einwohner: 212 (1. Jan. 2023)[1]
Postleitzahl: 90574
Vorwahl: 09127
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Geographie

0,25 km östlich des Dorfes entspringt der Zwieselbach. Im Osten liegen die Tränkäcker und im Süden der Oedenreuther Wald. Gemeindeverbindungsstraßen führen zur Staatsstraße 2409 (0,7 km nordwestlich), die St 2409 kreuzend nach Kastenreuth (0,7 km nördlich), zur Bundesstraße 14 (0,5 km südlich) und zu einer Gemeindeverbindungsstraße bei Wimpashof (1,1 km westlich).[5]

Geschichte

Der Ort wurde 1413 als „Klein Rewt“ erstmals urkundlich erwähnt. Erst seit 1741 wurde der Ort „Oedenreuth“ genannt. Das Grundwort -reuth verweist darauf, dass der Ort eine Rodungssiedlung war. Das Bestimmungswort Klein- diente zur Unterscheidung von dem älteren und wahrscheinlich auch größeren Kastenreuth, das damals einfach nur „Rewt“ genannt wurde. Das neuerliche Bestimmungswort Öden- leitet sich vom Adjektiv öde ab.[6]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Oedenreuth sechs Anwesen (drei Güter, ein Gütlein, eine Schmiede). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Der Nürnberger Eigenherr von Kreß war alleiniger Grundherr.[7] 1802 gab es im Ort fünf Anwesen.[8]

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Oedenreuth dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Buchschwabach und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Weitersdorf zugeordnet. Zwei Anwesen unterstanden in der freiwilligen Gerichtsbarkeit von 1818 bis 1830 dem Patrimonialgericht Kraftshof.[9]

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Oedenreuth am 1. Mai 1978 nach Roßtal eingemeindet.[10]

Baudenkmäler

In Oedenreuth gibt es drei Baudenkmäler:[11]

  • Am Dorfplatz 2: altes Schloss
  • Wimpashofer Str. 1: erdgeschossiges Wohnstallhaus
  • Wirtschaftsgebäude
ehemaliges Baudenkmal
  • Haus Nr. 6: Gastwirtschaft; erdgeschossiges, langgestrecktes Satteldachhaus, massiv, verputzt; Mitte des 18. Jahrhunderts; dreigeschossiger Ostgiebel aus Fachwerk (K-Streben, Andreaskreuze)[12]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987001997002007002018002023
Einwohner 6773 931058685125124138179 *221 *230 *224 *212
Häuser[13] 1111221919202444
Quelle [14][15][16][17][18][19][20][21][22][23][24][1][1][1][1]
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Angaben fehlen
* 
inklusive Zweitwohnsitzen

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Roßtal) gepfarrt.[7] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Christkönig (Roßtal) gepfarrt.[22][25]

Literatur

Fußnoten

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