Office for Metropolitan Architecture

niederländisches Architekturbüro From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Office for Metropolitan Architecture (OMA) ist ein in Rotterdam ansässiges Architekturbüro. Gleichberechtigte Partner sind Rem Koolhaas, Reinier de Graaf, Shohei Shigematsu, Iyad Alsaka, Chris van Duijn, Jason Long und der geschäftsführenden Gesellschafter und Architekt David Gianotten.[1] OMA ist international tätig und gehört zu den renommiertesten Vertretern avantgardistischer zeitgenössischer Architektur. Angeschlossen an das Büro ist der Thinktank AMO, der Projekte jenseits von Architektur und Städtebau bearbeitet.

China Central Television Headquarters in Peking, 2012
Konzerthaus Casa da Música in Porto, 2005
Niederländische Botschaft in Berlin, 2002
Kunsthal Rotterdam, 1993
The Interlace in Singapur 2013
Norra Tornen in Stockholm (im Bau 2017–2020)

Geschichte

Das Büro wurde 1975 von Elia Zenghelis, seinem damaligen Studenten Rem Koolhaas sowie Madelon Vriesendorp und Zoe Zenghelis gegründet. 1984 wurde der Hauptsitz nach Rotterdam verlegt. Zeitweise waren auch Zaha Hadid, Matthias Sauerbruch und Kees Christiaanse Partner des Büros. 1987 zog sich Elia Zenghelis aus dem Büro zurück. 2024 zog sich Ellen van Loon nach 26 Jahren zurück.[2]

Unternehmensstruktur

OMA ist als Zusammenschluss gleichberechtigter Partner organisiert. Die aktuellen Partner (Stand 2024) sind Rem Koolhaas, Reinier de Graaf, Shohei Shigematsu, Iyad Alsaka, David Gianotten, Chris van Duijn und Jason Long. Das Büro beschäftigt circa 290 Mitarbeiter aus 45 Ländern. OMA betreibt auch Büros in Doha (Katar), Hongkong, New York und Brisbane (Queensland, Australien).[3] Zeitweise gab es auch ein Büro in Dubai.[4]

Architektur

Formal verbindet die früheren Arbeiten des Büros eine collagenartige Ideenweise, die oft gespickt ist mit architektonischen Zitaten der klassischen Moderne (so findet man zum Beispiel bei der Villa dall’Ava in Paris ironische Zitate auf Le Corbusiers ebenfalls in Paris gebaute Ikone Villa Savoye). Immer wiederkehrendes Element ist auch die räumliche Durchdringung, die Auflösung des starren Geschossbauens. Bei der Kunsthal in Rotterdam sind es schiefe Ebenen und Rampen, die die Geschosse miteinander verbinden, beim Maison a Floirac wird ein offener Aufzugsstempel, der an einer mehrere Geschosse hohen Bücherwand entlangfährt, zum zentralen räumlichen Element. Bei der Niederländischen Botschaft faltet sich eine Trajekt genannte Raumskulptur als Erschließung durch alle Geschosse, der Saal des Opernhauses von Porto wirkt wie durch die skulpturale Massivität des Gebäudes einfach hindurchgesteckt.

Realisierte Bauwerke (Auswahl)

Auszeichnungen und Preise

Ehemalige Mitarbeiter

Publikationen (Auswahl)

Literatur

  • archplus 143, Die Moderne der Moderne, Aachen, Oktober 1998
  • el croquis 53+79, OMA / Rem Koolhaas 1987-1998, Madrid 1998, ISSN 0212-5633
  • Sinning, Heike, More is More: OMA/Rem Koolhaas, Wasmuth Verlag Tübingen 2001, ISBN 978-3-8030-0607-3
  • archplus 175, AMO – Projektionen. archplus 175, Aachen, Dezember 2005
  • archplus 174, OMA – Projekte. archplus 174, Aachen, Dezember 2005
  • el croquis 131+132, AMO/OMA Rem Koolhaas I 1996-2006, Madrid 2006
  • el croquis 133+134, AMO/OMA Rem Koolhaas II 1996-2007, Madrid 2007
  • a+u 2011:07 Timber Innovation + OMA Hong Kong
  • a+u 2015:09 OMA – Recent Works
  • Sandra Hofmeister: OMA. Architektur und Baudetails = OMA. Architecture and construction details. Edition Detail, München 2019, ISBN 978-3-95553-498-1. Inhaltsverzeichnis.
  • Christophe van Gerrewey: OMA / Rem Koolhaas: A Critical Reader, Birkhäuser Verlag, Basel / Berlin / Boston 2019, ISBN 978-3-0356-1974-4.
Commons: Office for Metropolitan Architecture – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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