Ohrbeck
Ortsteil und Gemarkung der Gemeinde Hasbergen im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen
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Ohrbeck ist ein Ortsteil und eine Gemarkung der Gemeinde Hasbergen im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1971 eine eigenständige Gemeinde.
Ohrbeck Gemeinde Hasbergen | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 52° 14′ N, 7° 59′ O | |
| Fläche: | 7,4 km²[1] | |
| Einwohner: | 2025 (31. Dez. 2019)[2] | |
| Bevölkerungsdichte: | 274 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1971 | |
| Postleitzahl: | 49205 | |
| Vorwahl: | 05405 | |
Lage von Ohrbeck in Niedersachsen | ||
Geographie
Der Süden des Ortsteils wird vom bis zu 221 Meter hohen Hüggel eingenommen. Den Bevölkerungsschwerpunkt bildet das Wohngebiet nördlich der Holzhauser Straße, das baulich mit dem Kernort von Hasbergen zusammengewachsen ist. Der Rest des Ortsteils hat den Charakter einer landwirtschaftlichen Streusiedlung behalten.
Geschichte
Die Bauerschaft Ohrbeck gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Iburg des Hochstifts Osnabrück. Von 1807 bis 1810 gehörte Ohrbeck zum Kanton Osnabrück-Land des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie St. Catharinen im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems.[3] 1814 kam Ohrbeck zum Königreich Hannover und gehörte dort zum Amt Osnabrück. Im Jahre 1819 wurde an der Grenze zur Nachbargemeinde Georgsmarienhütte der Augustaschacht Ohrbeck für den Erzabbau eingerichtet. 1867 fiel die Gemeinde Ohrbeck mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte sie zum Landkreis Osnabrück. Am 1. Januar 1971 wurde Ohrbeck im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen Teil der Gemeinde Hasbergen.
Einwohnerentwicklung
Baudenkmale und Gedenkstätten
Die Hofanlagen To Büren/Brockmann und Lührmann, mehrere landwirtschaftliche Gebäude im Bereich Hüggelschlucht sowie die alte Pumpstation des Augustaschachts stehen in Ohrbeck unter Denkmalschutz. Die Pumpstation ist ein Mahnmal zum Gedenken an das Arbeitserziehungslager Ohrbeck der Gestapo Osnabrück in der Zeit des Nationalsozialismus.
Vereine
Der Sportverein Ohrbeck 1929 ist ein ortsansässiger Fußballverein.[10] Der Schützenverein Ohrbeck von 1888, zu dem auch die Karnevalgesellschaft Ohrbeck gehört, betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des lokalen Brauchtums.[11]
Verkehr
Der Ortsteil wird von der Bahnstrecke Georgsmarienhütte–Hasbergen durchquert, auf der Güterverkehr stattfindet.

