Oklahoma Kid

Film von Lloyd Bacon (1939) From Wikipedia, the free encyclopedia

Oklahoma Kid (Originaltitel: The Oklahoma Kid) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1939 mit James Cagney und Humphrey Bogart in den Hauptrollen sowie Rosemary Lane und Donald Crisp in tragenden Rollen. Der Film unter der Regie von Lloyd Bacon gehört zum Genre des Westerns. Das Drehbuch des Films basiert auf einer Originalstory von Edward E. Paramore und Wally Klein.

TitelOklahoma Kid
OriginaltitelThe Oklahoma Kid
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Oklahoma Kid
Originaltitel The Oklahoma Kid
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1939
Länge 85 Minuten
Stab
Regie Lloyd Bacon
Drehbuch Warren Duff
Robert Buckner
Edward E. Paramore
Produktion Samuel Bischoff,
Hal B. Wallis
Musik Max Steiner
Kamera James Wong Howe
Schnitt Owen Marks
Besetzung

– im Abspann nicht genannt –

  • Ray Mayer: Professor
  • Dan Wolheim: Hilfssheriff
  • Bob Kortman: Geschworener
  • Tex Cooper: alter Mann an der Bar
  • John Harron: Sekretär
  • Stuart Holmes: Grover Cleveland, Präsident
  • Jeffrey Sayre: Times-Reporter
  • Frank Mayo: Landagent
  • Jack Mower: Postbote
  • Al Bridge: Siedler
  • Don Barclay: Betrunkener
  • Horace Murphy, Robert Homans,
    George Lloyd: Barkellner
  • Rosina Galli: Manuelita
  • George Regas: Pedro
  • Clem Bevans: Postbeamter
  • Soledad Jiminez: Indianerin
  • Ed Brady: Vormann
  • Tom Chatterton: Siedler
  • Elliott Sullivan: Henker
  • Joseph Rickson: Siedler
  • Earl Dwire: Mann in der Relaisstation
  • Bill Cody: Handlanger vor dem Saloon

sowie Joe Kirkson, William Worthington,
Spencer Charters

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Handlung

Cherokee-Strip/Oklahoma 1893: Jim Kincaid ist das schwarze Schaf seiner Familie und hat sich unter dem Namen „Oklahoma Kid“ einen gewissen Ruhm erworben. Zwar hat die Regierung, die die Cherokees vertrieben und enteignet hat, diesen eine finanzielle Entschädigung zugesagt, die allerdings sehr gering bemessen ist. Die Postkutsche, in der sich das Geld für die Indianer befindet, wird von Whip McCord und seiner Bande überfallen und ausgeraubt. Kid überfällt nun seinerseits aus einem Hinterhalt heraus die Bande und kann mit dem Geld entkommen. Als Jim Kincaid etwas später an einem Fest teilnimmt, verliebt er sich in Jane, die Tochter von Richter Hardwick.

Nach der Vertreibung der Indianer beginnt der Oklahoma Land Run. Siedler und Glücksritter reißen sich das Land unter den Nagel und versuchen ihre Vorstellung von Zivilisation durchzusetzen. Auch der kriminelle Saloonbesitzer Whip McCord mischt fleißig mit und beherrscht und terrorisiert mit seiner Bande eine ganze Kleinstadt, das spätere Tulsa, das er in einen Sündenpfuhl verwandelt. Jim Kincaids Vater Jim und sein Bruder Ned siedeln ganz in der Nähe und wollen die Stadt von der Kriminalität befreien und eine Zivilisation etablieren, in der es sich gut und sicher leben lässt. John bewirbt sich als Bürgermeister und Ned als Sheriff. Da McCord einen Großteil des Landes, auf dem sich die Stadt befindet, schon frühzeitig hat vereinnahmen können, und das verbotenerweise, da er einfach früher losgezogen ist als die anderen, kann er Bedingungen beim Aufbau der Stadt stellen. Und das nutzt er natürlich schamlos aus, das heißt dass ausschließlich er Schank- und Spiel- und Saloon-Lizenzen erhält. Richter Hardwick unterstützt Ned dabei, dass sein Vater John Kincaid zum Bürgermeister gewählt wird.

Als ein Mitglied der Opposition ermordet wird, gelingt es McCord, diese frevelhafte Tat John Kincaid in die Schuhe zu schieben, der daraufhin vorläufig inhaftiert wird. Als McCord zufällig erfährt, dass John der Vater von „Oklahoma Kid“ ist, der ihn über den Tisch gezogen hat, stiftet er drei seiner Männer dazu an, einen Pöbelhaufen von Männern anzuführen, die ins Gefängnis einbrechen und John Kincaid lynchen. Kaum hat Jim davon erfahren, schwört er Rache. Er spürt die drei Männer auf, tötet zwei von ihnen und bringt den dritten zurück an den Ort des Geschehens, wo er gegen McCord aussagen soll. Zusammen mit seinem Bruder Ned macht sich Jim dann auf zum Saloon, wo McCord sich aufhält. Als Ned ihn ergreifen will, schießt der Bandit auf ihn. Es kommt zu einem Kampf, bei dem Jim getötet worden wäre, hätte nicht sein schon tödlich verletzter Bruder Ned McCord vorher tödlich getroffen. Für Jim ist das der richtige Zeitpunkt, um sein Banditenleben aufzugeben, sich niederzulassen und sich mit Jane Hardwick eine Zukunft aufzubauen.

Produktion

Synchronisation, Produktionsnotizen

Weitere Informationen Figur, Darsteller ...
Figur Darsteller Deutscher Sprecher
Jim Kincaid/„Oklahoma Kid“James CagneyTommi Piper
Whip McCordHumphrey BogartJoachim Kemmer
Hudge Hardwick, RichterDonald CrispGünther Sauer
Ned KincaidHarvey StephensRüdiger Bahr
John KincaidHugh SothernCurt Ackermann
Alec MartinCharles MiddletonChristian Marschall
Ace DoolinEdward PawleyThomas Braut
Wes HandleyWard BondKlaus Kindler
Joe Pasco (Indianer)Trevor BardetteWolfgang Hess
Ringo (Anwalt)John MiljanReinhard Glemnitz
Morgan (Richter)Arthur AylesworthLeo Bardischewski
HotelpageIrving BaconFranz Rudnick
Abe Collins, SheriffWade BotelerWalter Reichelt
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Produziert wurde der Film von Warner Bros. im Zeitraum Ende September bis Mitte Dezember 1938. Die Drehorte waren die Iverson Ranch in Iverson Lane, Chatsworth, Los Angeles in Kalifornien sowie die Warner Ranch in Calabasas und die Warner Brothers Burbank Studios in Burbank.

Laut einem Artikel in Lib vom April 1939 waren die Schauspieler Hugh Sothern und der Nebendarsteller Al Jennings Teilnehmer des Oklahoma Land Rush von 1895. Jennings war ein geläuterter Zug- und Bankräuber. Eine weitere Meldung besagte, dass James Cagney als Werbegag zum Oberst im Stab von Gouverneur Marland von Oklahoma ernannt worden sei. Um für die Weltpremiere des Films Werbung zu machen, veranstaltete Tulsa einen Indian Territorial Day, an dem auch Teilnehmer des Oklahoma Land Rush teilnahmen.[1]

Hintergrund

Für Cagney ist es der dritte Film, in dem er einen Kriminellen mit einem guten Herzen und Bogart den abgrundtief verdorbenen Schurken spielt. Davor agierten die beiden Hollywood-Stars schon in den Gangsterfilmen Die wilden Zwanziger und Chicago – Engel mit schmutzigen Gesichtern in ähnlichen Rollen.

Wolfgang Fuchs schrieb in seiner Dokumentation über Humphrey Bogart, in der Thematik von der Aufteilung eines neuen Territoriums sei dieser Western „verwandt mit den Gangsterfilmen in denen James Cagney und Humphrey Bogart ansonsten eher vermutet würden“. Charles Middleton, seit 1936 bekannt als der böse Ming in den Flash Gordon-Serials, sei hier „einmal gar nicht orientalisch angehaucht, sondern ganz westlich“. Ward Bond, der 1937 in Dead End noch als Türsteher aufgetreten sei, sei in Filmen „noch öfter auf Bogart“ getroffen, er sei aber „häufiger als dieser in Western zu sehen“ gewesen.[2]

Soundtrack

Die Filmmusik komponierte Max Steiner, der mit 24 Oscarnominierungen in der Kategorie „Beste Filmmusik“ zu den erfolgreichsten Filmkomponisten der Geschichte gehört. Im Film verwendet er einige Melodien von Stephen Foster.

James Cagney singt im Film die Lieder

  • Rock-a-bye Baby, geschrieben von Effie I. Canning und
  • I Don’t Want to Play in Your Yard, Musik: Henry W. Petrie, Text: Philip Wingate.
  • Oh! Susanna, geschrieben von Stephen Foster, gespielt beim Tanz am Lagerfeuer
  • Red River Valley, traditionelle Weise, gespielt am Piano und gesungen von Ray Mayer
  • Gwine to Rune All Night aka De Camptown Races, geschrieben von Stephen Foster,
    gespielt in McCords Casino
  • Arkansas Travler, Musik: Sanford Faulkner, gespielt beim Tanz am Lagerfeuer
  • Tramp! Tramp! Tramp!, Musik: George Fredrick Root,
    gespielt als Kincaid den Mann aus dem Hotelzimmer trägt
  • My Gal Is a High-Born Lady, geschrieben von Barney Fagan
    gespielt zu Beginn der ersten Saloon-Szene

Veröffentlichung

Der Film hatte am 3. März 1939 in Tulsa in Oklahoma Premiere. Am 15. März 1939 startete er dann allgemein in den Vereinigten Staaten. Im selben Jahr war er auch erstmals in Frankreich, Finnland, Australien, Südafrika (Johannesburg und Kapstadt), in den Niederlanden (Rotterdam), Schweden, Norwegen und Dänemark zu sehen. Im Jahr 1940 wurde er erstmals in Belgien und Japan veröffentlicht, 1942 in Portugal und am 17. März 1950 in Österreich. In Jugoslawien hatte der Film im März 1951 in Belgrad Premiere. Weitere Veröffentlichungen erfolgten in Bangladesh, Brasilien, Kanada, Ägypten, Griechenland, Hongkong, Ungarn, Indien, Indonesien, Italien, Irland, Jamaika, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Pakistan, auf den Philippinen, in Polen, Singapur, in der Sowjetunion, Spanien, in der Schweiz, in Thailand, im Vereinigten Königreich und in Venezuela.

In der Bundesrepublik Deutschland kam der Film nicht ins Kino, erstmals war er am 3. August 1968 im Fernsehen im Programm des WDR zu sehen. Am 15. Juli 1978 wurde er im Programm der ARD Das Erste ausgestrahlt.

Kritik, Erfolg

Der Film wurde von den Kritikern nicht gut aufgenommen und war auch kein Kassenerfolg. Einige zeitgenössische und moderne Kritiker führten den mangelnden Erfolg des Films auf die seltsame Besetzung der Hauptrolle mit James Cagney zurück, einem Schauspieler, der eher für seine Rollen in Gangsterfilmen oder Musicalkomödien bekannt war.[1]

Cagneys Darstellung wurde verspottet, weil seine Figur nicht von seiner tatsächlichen Persönlichkeit abgewichen sei.[3] Frank S. Nugent verwies in der New York Times darauf, dass dieser Cagney-Film sich dadurch von dessen anderen Filmen unterscheide, dass er auf einem Pferd reite, einen cremefarbenen Sombrero trage und seine Waffen offen an der Hüfte statt in einem Schulterpolster. Die Art und Weise, wie Cagney die „Pferdeoper“ angehe, habe etwas absolut Entwaffnendes, ohne auch nur eine Minute lang vorzugeben, etwas anderes zu sein als der New Yorker Jimmy Cagney, der sich für eine Ferienranch herausgeputzt habe. Er albere fröhlich durch jeden noch so unerhörten Auftrag, den ihm seine Drehbuchautoren und Regisseuren geben würden. Mr. Cagney habe einfach Spaß. Der Rest der Besetzung spiele dies mit fast ebenso ernster Miene, aber nicht ganz so unbeschwert. Das sei auch gut so, denn wären sie alle so keck gewesen, wäre der Film wahrscheinlich ins Reich der Satire abgedriftet; so wie er jetzt sei, sei er grenzwertig. Dass Cagney auf einem Pferd sitze, sei wohl das einzige, was diesen Film von jedem der letzten fünf Cagney-Filme unterscheide.[4][5]

Alan G. Barbour schrieb in seiner Biografie über Humphrey Bogart, in diesem Film habe er „seine zweite Chance“ bekommen, „sich im Sattel zu beweisen, und zwar als James Cagneys Nemesis“. Offenbar habe Bogart „seine Lektion nicht gelernt, denn“ er habe „eine gleichermaßen wenig überzeugende Darstellung“ hingelegt. „Bogart, ganz in Schwarz gekleidet“ habe das „Modell eines Westernschurken“ dargestellt, aber „dieses Image“ habe er sofort wieder zerstört, „wenn er den Mund“ aufgetan oder „auf ein Pferd“ gesprungen sei.[6]

Andrew Bergman führte in seiner Biografie über James Cagney aus, es sei vielleicht verständlich, dass Warner-Bros. der Idee „nicht widerstehen konnten, Cagney auf ein Pferd zu setzen. Und nicht nur Cagney, sondern auch Humphrey Bogart, der zu diesem Zeitpunkt auf dem besten Weg zum Star“ gewesen sei. Die Drehbuchautoren hätten die Aufgabe erhalten, „Cagneys Westerdebüt glaubhaft erscheinen zu lassen“. Sie hätten „dieselbe Taktik“ versucht, „mit der Cagney schon zum FBI-Agenten umfunktioniert worden sei – Rache“. Der Film sei sogar 1939 als Fehlschlag empfunden worden.[5]

Auf der Seite Cinecaps Digest hieß es, nach zwei Rollen in Gangsterfilmen müsse sich Cagney erneut dem Bösewicht Bogart stellen, diesmal in einem Western. Natürlich gebe es auch die übliche Wundertüte aus Pistolenschüssen, Gefängnisüberfällen und Showdowns. Der Film sei flink und phasenweise unterhaltsam, bringe aber nicht viel und strapaziere oft die Glaubwürdigkeit. Der der energiegeladene Star und seine handwerklichen Fähigkeiten würden ihre Arbeit erledigen.[7]

Der Kritiker Dennis Schwartz stellte fest, dass Warner Brothers einen Western mit großem Budget zusammengestellt habe, um angesichts der Renaissance von Western wie Stagecoach und Destry Rides Again aus dem Jahr 1939 mit den anderen Studios zu konkurrieren. Lloyd Bacons Regie sei verdienstvoll, da er nach einem chaotischen Drehbuch von Buckner, Duff und Paramore haben drehen müssen. Das einzig Bemerkenswerte an dem Film, seien die brillanten Schwarzweiß-Fotos von James Wong Howe. Schwartz stellte zudem fest, dass auch eine A-Besetzung aus einem B-Western keinen A-Western mache.[8]

Clifford McCarty bemerkte in seiner Biografie über Humphrey Bogart, das dies ein eindimensionaler Western sei, in dem Bogart symbolisch ganz in schwarz herumlaufe und der auch einen Tiefpunkt in der Karriere von Cagney darstelle. Der Schriftsteller Graham Greene bemerkte in der englischen Zeitung The Spectator, Cagney finde vielleicht etwas weniger Gefallen an dem großen Hut, den engen Stiefeln und der tiefen sexuellen Reinheit als Mr. Bogart in der Rolle des Bösewichts in „Schwarz“.[9]

Yasser Medina befasste sich auf der Seite Cinefilia mit dem Film und führte aus, dass das Gerücht gegangen sei, dass Cagney und Bogart nach der Veröffentlichung dieses Films keine Freunde geworden seien und abseits der Dreharbeiten Rivalität zwischen ihnen geherrscht haben soll, auch wenn dieser Film bereits ihr zweites gemeinsames Projekt gewesen sei. Zwar lasse Cagney in einigen Szenen sein Charisma einfließen, doch insgesamt sei dies ein konventioneller und überflüssiger Western, der sich ebenso verliere, wie Kugeln in Kleinstadtschießereien, wenn er die Figuren wie Pokerkarten bewege, um seine Stereotypen über Gerechtigkeit, Korruption und Ehre im Wilden Westen zu verdeutlichen.[10]

Adam Kuhn fragte auf der Seite Corndog-Chats erstaunt, wie es möglich sei, dass er noch nie von einem Western mit James Cagney und Humphrey Bogart gehört habe. Und wie sei es gekommen, dass Oklahoma Kid kein Klassiker geworden sei. Die Realität des Genres und eine gewisse Wahrheit über alle Schauspieler besage, dass nicht jeder ein großartiger Film sein könne und sogar Cagney einen schlechten Film machen könne … und sogar Bogart und ja, auch wenn es höchst unwahrscheinlich sei, könnten beide zusammen auch einen schlechten Film machen, sogar als Western. Obwohl, „schlecht“ sei wahrscheinlich zu hart ausgedrückt, völlig vergessenswert sei der Film nicht. Mit dem wahren Warner-Bros.-Künstler Lloyd Bacon hinter der Kamera zeige Oklahoma Kid Potenzial und habe zweifellos das nötige Star-Potenzial, was jedoch durch ein extrem durchschnittliches und einfallsloses Endprodukt völlig zunichtegemacht werde. Letztendlich biete der Film eine eher flache Darstellung einer fesselnden Handlung, der es an echtem Spektakel zu keinem Zeitpunkt gemangelt habe oder an echter Tiefe, die nötig gewesen wäre, um besser mit den Charakteren mitzufühlen.[11]

Gary Loggins sah das auf der Seite Cracked Rear Viewer allerdings anders und schrieb, dass der Film sich wie eine Serie bewege und rasant von einer Szene zur nächsten wechsle. Der Filminhalt sei ein typisches Cowoby-Abenteuer, doch was ihn so unterhaltsam mache, sei die Begegnung der beiden großen Gangsterstars in einem Western-Setting. Die Besetzung bestehe aus zahlreichen Western-Veteranen und Regisseur Lloyd Bacon sorge für eine zügige Umsetzung. Max Steiners Musik trage zur Stimmung bei, und die Kameraführung des legendären James Wong Howe trage maßgeblich zur Gesamtatmosphäre bei. Oklahoma Kid sei ein unterhaltsamer Film, der durch die Präsenz von Cagney und Bogart in ihrer Gangster-Perspektive noch unterhaltsamer werde.[12]

Das Lexikon des internationalen Films stellte lediglich fest: „Ein actionreicher Western, der die Handlungsmuster und die Schauspieler des amerikanischen Gangsterfilms der 30er Jahre in die Pionierzeit verlegt.“[13]

Der Kritiker Christoph Hartung setzte sich mit dem Film auf seiner Seite auseinander und schrieb, dass Cagney seinen Westernhelden nicht anders spiele, „als seine Ganoven und Alkoholschmuggler – immer unter Strom, immer angespannt, auf dem Sprung, die Schultern hochgezogen“. Spätestens „wenn der Großstadt-Cowboy Cagney ein quengelndes Baby in den spanischen Schlaf“ singe, seien ihm „alle Herzen zugeflogen.“ Da wir wüssten, dass dieser Mann keine Fehler mache, könnten wir uns entspannt zurücklegen und ein bisschen Stadtentwicklungs-Geschichte lernen. Im Film gebe es „dieselben Schießereien wie in den Chicago-Filmen und eine Eheschließung am Ende, deren Entstehung zum Himmel“ schreie „und mindestens einen Punkt Abzug“ koste (2 von 6).[14]

Einzelnachweise

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