Operation Mountain Viper
Militäroperation 2003 in Afghanistan
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Die Operation Mountain Viper war eine gemeinsame Militäroperation der US-Streitkräfte und der Afghanischen Nationalarmee im Distrikt Daychopan in der Provinz Zabul. Rund 1.300 Soldaten nahmen an dem Einsatz teil, um Aufständische zu bekämpfen, die sich in der schwer zugänglichen, gebirgigen Region verschanzt hatten.
| Operation Mountain Viper | |||||||||||||||
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| Teil von: Krieg in Afghanistan 2001–2021 | |||||||||||||||
| Datum | 30. August – September 2003 | ||||||||||||||
| Ort | Daychopan, Provinz Zabul | ||||||||||||||
| Casus Belli | Überfälle der Taliban auf Koalitionstruppen | ||||||||||||||
| Ausgang | Große Verluste der Aufständischen | ||||||||||||||
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Hintergrund
In der Region nahmen die Angriffe der Taliban in dieser Zeit deutlich zu. Immer häufiger wurden Patrouillen beschossen, und mehrere afghanische Soldaten kamen dabei ums Leben.[1] Eine lokale Miliz im Distrikt Daychopan gelang es schließlich, ein Funkgerät der Aufständischen zu erbeuten. Die Auswertung der Funksprüche deutete darauf hin, dass sich größere feindliche Gruppen in der Umgebung sammelten. Um dieser Bedrohung zu begegnen, entsandten die US-Streitkräfte eine Spezialeinheit in den Distrikt. Dort traf sie auf heftiges feindliches Feuer, was die Vermutung bestätigte, dass sich zahlreiche Taliban-Kämpfer in der Region konzentriert hatten. Als Reaktion darauf wurde die Operation Mountain Viper gestartet, mit dem Ziel, die gegnerischen Kräfte zu zerschlagen und die Sicherheit in der Region wiederherzustellen.[2]
Verlauf

Schon wenige Tage vor Beginn der Operation kam es in der Region zu Gefechten zwischen Koalitionstruppen und Einheiten der Taliban sowie Milizen des Warlords Gulbuddin Hekmatyār. Bei diesen Auseinandersetzungen konnten die Koalitionskräfte bereits mehrere feindliche Kämpfer ausschalten.[2][3]
Im Verlauf der Operation kamen Einheiten der 10th Mountain Division, US-Spezialkräfte sowie Soldaten der afghanischen Nationalarmee zum Einsatz.[4] Die Truppen durchkämmten ein unwegsames, schwer zugängliches Gelände und stießen dabei auf mehrere Höhlen, die als mögliche Verstecke der Aufständischen galten. Bodeneinheiten markierten Ziele für Luftangriffe, die anschließend von Kampfflugzeugen bombardiert wurden.[2][5]
Die Gefechte dauerten nach übereinstimmenden Berichten bis etwa Mitte September an. Während einige Quellen angeben, dass die Operation zu diesem Zeitpunkt beendet wurde, verweisen andere darauf, dass die Kämpfe möglicherweise bis in den Oktober andauerten und sich zeitweise auch auf Gebiete der benachbarten Provinz Kandahar ausdehnten.[6][7]
Folgen
Nach Abschluss der Operation erklärten amerikanische Militärvertreter den Einsatz als erfolgreich. Angaben zufolge wurden zwischen 72 und 124 feindliche Kämpfer getötet. Auf Seiten der Koalitionstruppen kam ein US-Soldat bei einem Unfall ums Leben, mehrere weitere wurden leicht verletzt. Zudem fielen fünf Soldaten der afghanischen Nationalarmee, sieben weitere wurden verwundet.[2][8][9]
Nach vorliegenden Angaben kamen im Verlauf der Operation auch acht Zivilisten ums Leben. Sie wurden bei einem Luftangriff getötet, der einem hochrangigen Taliban-Kommandeur galt. Bei diesem Angriff wurden sowohl der Kommandeur selbst als auch ein weiterer Aufständischer getötet.[10]