Ophiurida

Ordnung der Klasse Schlangensterne (Ophiuroidea) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Ophiurida (von altgriechisch ὀφίουρος ophíouros [auch ophíuros] „schlangenschwänzig“[1.1] und εἶδος eidos „Gestalt“[1.2]) stellen den größten Teil der heute lebenden Schlangensterne (Ophiuroidea). Ihre Arme sind immer deutlich vom Körper abgesetzt und lassen sich, da das Gelenk eine Biegung nach oben und unten nur begrenzt zulässt, meist nur zur Seite bewegen. Die Ophiurida werden in zahlreiche Familien unterteilt, die am Kieferapparat, Ausstülpungen im Mundbereich (Mundpapillen) und dem Skelett der Arme unterschieden werden.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Ophiurida

Ophiura ophiura

Systematik
ohne Rang: Bilateria
Überstamm: Neumünder (Deuterostomia)
Stamm: Stachelhäuter (Echinodermata)
Unterstamm: Eleutherozoen (Eleutherozoa)
Klasse: Schlangensterne (Ophiuroidea)
Ordnung: Ophiurida
Wissenschaftlicher Name
Ophiurida
Müller & Troschel, 1840
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Merkmale

Die Arme sind immer unverzweigt. Die Muskelöffnung an den spezifischen Strukturen der seitlichen Armplatten, an denen die Stacheln ansetzen (Spine articulation), sind im Allgemeinen von Leisten und/oder rundlichen Erhebungen umgeben und von den Nervenöffnungen durch vertikale Leisten getrennt. Die seitlichen Armplatten sind in der Regel mit äußerlichen Tuberkeln, Rillen oder Vorsprüngen ornamentiert. Bei Ophiurida tritt stark Pädomorphose auf.[2]

Heller Schlangenstern (Ophiura albida)
Gebänderter Schlangenstern (Ophiolepis superba)

Lebensweise

Die meisten Arten fressen organischen Detritus, Fäkalien und Algen.

Systematik

Ophiurida wird nach O’Hara et al. in zwei Unterordnungen aufgeteilt. Die meisten Arten der Unterordnung Ophiurida incertae sedis passen morphologisch zur Familie Ophiopyrgidae, angesichts des Einflusses der Pädomorphose und des Mangels an genetischen Daten verzichten O’Hara et al. darauf, diese Unterordnung in die Systematik der Ophiurida einzustellen.[2]:

  • Ophiomusina O’Hara et al., 2017
  • Ophiurina Müller & Troschel, 1840 sensu O’Hara et al. 2017

Literatur

  • Svein A. Fossa / Alf Jacob Nilsen: Korallenriffaquarium Band 6, Schmettkamp Verlag, 1998, ISBN 3-928819-18-6

Einzelnachweise

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