Ordedienst

Niederländische Widerstandsorganisation im Zweiten Weltkrieg From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Ordedienst (OD) war eine Widerstandsbewegung in den deutsch besetzten Niederlanden während des Zweiten Weltkrieges.

Ordedienst

Der OD bestand hauptsächlich aus ehemaligen Offizieren und Angestellten im öffentlichen Dienst, die durch Nationalsozialisten oder niederländische Kollaborateure in ihren Ämtern ersetzt worden waren. Gewaltsame Aktionen wurden vermieden, da man optimistisch von einer Niederlage Deutschlands innerhalb eines Jahres ausging.[1] Der OD betrieb Spionage und bereitete sich auf die Übernahme der Verwaltung und die Aufrechterhaltung der Ordnung im Falle der Befreiung vor. Der Spionagearm war der GDN (Geheime Dienst Nederland).

Ereignisse

Gedenktafel für mehr als 100 erschossene niederländische Widerstandskämpfer, KZ Sachsenhausen

Am 3. Mai 1942 wurden einundsiebzig und am 11. Mai 1942 vierundzwanzig OD-Angehörige im KZ Sachsenhausen erschossen. Ein weiterer Rückschlag war die Deportation von 2000 kriegsgefangenen Berufsoffizieren nach Deutschland ab dem 15. Mai 1942.[2] Am 5. September 1944 schlossen sich der OD und die beiden Widerstandsgruppen Landelijke Knokploegen (LKP) und Raad van Verzet (RVV) mit königlichem Beschluss zu den Binnenlandsstreitkräften (Binnenlandse Strijdkrachten kurz BS) unter dem gemeinsamen Kommando von Prinz Bernhard zusammen.[3]

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

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