Oregon (Band)

US-amerikanische New Age-Jazz-Band From Wikipedia, the free encyclopedia

Oregon war ein 1971 im US-Bundesstaat Oregon gegründetes Quartett, das in einer kammermusikalischen Haltung Jazz, Weltmusik und auch Neue Improvisationsmusik spielte. Die Gruppe existierte offiziell bis zum Tod von Gitarrist und Bandleader Ralph Towner am 18. Januar 2026.[1]

Schnelle Fakten Allgemeine Informationen, Herkunft ...
Oregon
Oregon 2010, Treibhaus in Innsbruck

Oregon 2010, Treibhaus in Innsbruck

Allgemeine Informationen
Herkunft
Genre(s) Jazz, Weltmusik,
Neue Improvisationsmusik
Aktive Jahre
Gründung 1971
Auflösung
Website www.oregonband.com
Gründungsmitglieder
Gitarre, Keyboard
Ralph Towner
Blasinstrumente
Paul McCandless
Kontrabass
Glen Moore (bis 2015)
Perkussion, Sitar
Collin Walcott (bis 1984, †)
Aktuelle Besetzung
Gitarre, Keyboard
Ralph Towner
Blasinstrumente
Paul McCandless
Bass
Paolino Dalla Porta (seit 2015)
Schlagzeug
Mark Walker (seit 1996)
Ehemalige Mitglieder
Perkussion
Trilok Gurtu (1986–1991)
Perkussion
Arto Tunçboyacıyan (1996)
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Geschichte

Die Anfänge der Gruppe Oregon gehen bis in die zweite Hälfte der 1960er Jahre zurück. Ralph Towner und Glen Moore, die sich vom Studium an der University of Oregon her kannten, traten 1968 für fünf Monate in Portland auf. 1969 – der (falschen) Legende nach trafen sie sich zuerst auf dem legendären Woodstock-Festival – kam Collin Walcott dazu. 1970 kam Paul McCandless, mit dem Walcott und Towner bis 1972 gemeinsam im Paul Winter Consort spielten, zu ersten Aufnahmen (die zunächst nicht veröffentlicht wurden) hinzu. Damit war die Stammbesetzung des Quartetts gefunden, das seit Juli 1971 auf Vorschlag von McCandless unter dem Namen Oregon auftrat.[2]

Bis 1980 tourte das Quartett vielfach durch die USA und spielte zunächst hauptsächlich in Clubs, dann gab es auch Konzerte in europäischen Ländern. In dieser Zeit bediente die Gruppe eine große Bandbreite von Jazz-Stilen.

1980 machte die Gruppe eine schöpferische Pause und stand schon ein Jahr später mit neuem Sound wieder auf der Bühne. Mit seinen elektronischen Elementen war dieser Sound in den 1980er Jahren zeitgemäß. Der veränderte Bandklang geht vor allem auf Ralph Towner zurück und seine neu entdeckte Leidenschaft für das Keyboard, teilweise aber auch auf die Ästhetik des ECM-Produzenten Manfred Eicher.

1984 starb Collin Walcott während einer Tournee in der DDR bei einem Autounfall. Nachdem sich die Gruppe entschlossen hatte weiterzumachen, saß ab 1985 der in Deutschland lebende Percussionist Trilok Gurtu am Schlagzeug. Das Studio-Album Beyond Words 1995 spielten Towner, Moore und McCandless dann zu dritt ein. Ein Jahr später kam als vierter Musiker Mark Walker, zunächst nur für einige Stücke, hinzu.[3] Im Frühjahr 2015 trennte sich Moore von Oregon, um mehr Zeit für seine eigene Musik und seine Familie zu haben. Er wurde von dem Italiener Paolino Dalla Porta ersetzt. In dieser Besetzung blieb die Gruppe bis zum Schluss zusammen.

Ralph Towner und Paul McCandless standen bis zuletzt an der Spitze von Oregon. Einunddreißig Alben hat die Band veröffentlicht. Im März 2018 fand in der letztgenannten Besetzung eine Tournee in zehn europäische Städte statt.[4]

Diskografie

Oregon bei einem Konzert 2014 in Prag.
  • 1972: Music of Another Present Era
  • 1973: Distant Hills
  • 1974: Winter Light
  • 1975: In Concert
  • 1976: Together (mit Elvin Jones)
  • 1977: Friends
  • 1978: Violin (mit Zbigniew Seifert)
  • 1978: Out of the Woods
  • 1979: Moon and Mind
  • 1979: Roots in the Sky
  • 1980: In Performance
  • 1980: Our First Record (rec. 1970, ed. 1980)
  • 1983: Oregon
  • 1985: Crossing
  • 1987: Ecotopia
  • 1989: 45th Parallel
  • 1992: Always, Never and Forever
  • 1995: Beyond Words
  • 1995: Troika
  • 1997: Northwest Passage
  • 1998: Music for a Midsummer Night’s Dream
  • 2000: In Moscow (mit dem Moscow Tchaikovsky Symphony Orchestra, Dirigent: George Garanian)[5]
  • 2002: Live at Yoshi’s
  • 2005: Prime
  • 2007: 1000 Kilometers
  • 2007: Vanguard Visionaries (Kompilation)
  • 2010: In Stride
  • 2012: Family Tree
  • 2016: Live in New Orleans (rec. 1978, ed. 2016)
  • 2017: Lantern
  • 2021: 1974 (rec. 1974 in Bremen)
Commons: Oregon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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