Orientzikade
Art der Gattung Orientus
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Die Orientzikade (Orientus ishidae), auch Orientzirpe genannt, ist eine Zwergzikade aus der Unterfamilie der Zirpen (Deltocephalinae).
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Orientzikade (Orientus ishidae) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Orientus ishidae | ||||||||||||
| (Matsumura, 1902) |
Merkmale
Vorkommen
Die Art kam ursprünglich nur in der östlichen Paläarktis (Japan) vor.[1][5] Im Englischen heißt sie deshalb auch Japanese Leafhopper („Japanische Zikade“).[1] Die Zikadenart wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Nordamerika eingeschleppt.[1] Die Art gelangte mit Baumschulpflanzen in die Vereinigten Staaten und wurde 1919 in New Jersey erstmals nachgewiesen.[3] In Europa wurde die Orientzikade erstmals im Jahr 1998 in Italien nachgewiesen.[5] Seitdem hat sich die Zikadenart in weiten Teilen Europas ausgebreitet. 2002 wurde sie erstmals in Deutschland beobachtet.[5] Auf den Britischen Inseln wurde sie 2011 erstmals gesichtet.[2]
Lebensweise
Die Zikaden saugen an Blättern und Stängeln von Sträuchern und Bäumen (Weiden (Salix), Hainbuche, Apfel und Amerikanischen Gleditschie). Die Imagines einer Generation fliegen von Juni bis Oktober.[2] Die meisten Nymphen werden im Juni beobachtet.[3]
Schadwirkung
Die Orientzikade verursacht mindere Fraßschäden am Laub von Bäumen.[3] Die Zikadenart wurde als potentieller Überträger verschiedener Bakterienstämme (Candidatus Phytoplasma) identifiziert.[5] Diese sind für die Goldgelbe Vergilbung verantwortlich, einer Pflanzenkrankheit von Weinreben.[5] Somit gilt die Zikadenart als ein potentieller Schädling.