Otto Biemann
deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr
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Otto Michael Biemann (* 22. Januar 1933 in Goldberg) ist ein Brigadegeneral außer Dienst des Heeres der Bundeswehr.
Leben
Biemann trat nach dem Abitur im April 1952 als Offizierbewerber bei der Grenzschutzabteilung West in Mannheim in den Bundesgrenzschutz ein. Er war Teilnehmer des 4. Offizierbewerberlehrgangs an der Grenzschutzführerschule in Lübeck, Gruppenführer in der 6. Einsatzhundertschaft der Grenzschutzabteilung Mitte II in Fulda und absolvierte Kraftfahr-, Fernmelde- und Sportlehrgänge in Lübeck und Glückstadt. 1955 legte er die Offizierprüfung ab und wurde Zugführer in der 6. Einsatzhundertschaft der Grenzschutzabteilung Mitte II, nunmehr am Standort Kassel. 1956 war er Zugführer in der Fernmeldehundertschaft im Grenzschutzkommando Mitte in Kassel.
Im Juli 1956 wurde Biemann in die Bundeswehr übernommen, wo er zunächst Batterieoffizier in der 2. Batterie des Feldartillerieregiments 2 in Kassel wurde. 1957 wurde er Stabszugführer in der Stabsbatterie des Luftlandesartilleriebataillons 8 in Eßlingen. 1958 war er Adjutant des Divisionskommandeurs der 1. Luftlandedivision (Generalmajor Hans Kroh) in Eßlingen und Kompanieführer einer Unteroffizierausbildungskompanie der 1. Luftlandedivision in Eßlingen. Von 1958 bis 1960 war er Hörsaaloffizier an der Heeresoffizierschule III in München, von 1960 bis 1961 Kompaniechef der 2. Kompanie des Fallschirmjägerbataillons 291 in Stetten am kalten Markt und von 1961 bis 1964 Offizier für Planung, Ausbildung und Organisation (S 3) der 1. Luftlandedivision in Eßlingen.
Von 1964 bis 1966 absolvierte Biemann den 7. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde.[1] Anschließend war er von 1966 bis 1970 Generalstabsoffizier für Logistik (G 4) und für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) der Luftlandebrigade 25 in der Graf-Zeppelin-Kaserne in Calw. 1970/71 besuchte er das Command and Staff College Quetta in Pakistan und war von April 1971 bis März 1973 Bataillonskommandeur des Luftlandebataillons 262 in Oberbexbach. Anschließend wechselte er in den Führungsstab des Heeres im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, wo er bis 1974 Referent in der Stabsabteilung III (Führung), Referat 1 (Grundsatzangelegenheiten der operativen Führung, NATO-Angelegenheiten) war. Von 1974 bis 1977 war er Chef des Stabes der 12. Panzerdivision in Veitshöchheim[2.1] und von 1977 bis 1979 Verbindungsoffizier im Heereshauptverbindungsstab 3 in Fort Monroe in den Vereinigten Staaten beim United States Army Training and Doctrine Command.
Biemann war vom September 1979 bis September 1984 Brigadekommandeur der Luftlandebrigade 25 in Calw[2.2] und vom Oktober 1984 bis 4. September 1985 stellvertretender Divisionskommandeur der 6. Panzergrenadierdivision in Neumünster. Anfang 1985 berichtete Der Spiegel von einer Trunkenheitsfahrt Biemanns.[3] Zuletzt war er zur besonderen Verwendung im Heeresamt eingesetzt,[2.3] bevor er mit Ablauf des März 1987, bereits im Alter von 54 Jahren, in den Ruhestand versetzt wurde.[4]
Biemann ist verheiratet und evangelisch.
Siehe auch
Literatur
- Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 1, Adam – Fuhr. Biblio-Verlag, Osnabrück 1998, ISBN 978-3-7648-2492-1, S. 159–160.
- Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 21.