Otto Mey

deutscher Parteifunktionär (NSDAP) From Wikipedia, the free encyclopedia

Otto Mey (* 10. März 1898 in Ahlen; † 30. April 1967 ebenda) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP).

Leben

Otto Mey wurde als Sohn des Postobersekretärs Georg Mey geboren, begann nach seinem Besuch des Realgymnasiums Ahlen (Obersekundareife) als Aushilfe beim Postamt Ahlen und absolvierte in Bielefeld eine Lehre zum Bankangestellten. In diesem Beruf war er auch in Hamburg tätig, wurde arbeitslos und war ab Februar 1925 Buchhalter in einer Ahlener Blechwarenfabrik. Zum 1. April 1931 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 593.505).[1]

Der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt gehörte er von 1935 bis zum Kriegsende an und war von 1939 bis 1942 Mitglied der Deutschen Arbeitsfront. Am 1. Oktober 1932 wurde in Beckum die erste NSDAP-Kreisgruppe unter seiner Leitung gebildet[2] und er durch Gauleiter Alfred Meyer zum NSDAP-Kreisleiter des Kreises Beckum ernannt. 1933 war er von Mai bis Juli beurlaubt und zur Ablösung vorgesehen (Vertreter: Karl Kossol). Zum Jahresbeginn 1934 wurde er als Gauinspektor nach Münster beordert und schied in diesem Jahr aus dem Parteidienst aus. Er verdiente bis 1937 seinen Lebensunterhalt als Kassierer bei „Arbeitsdank e.V.“ in Münster, wurde nach dessen Auflösung arbeitslos und war später in der Gemeindeverwaltung Heessen bzw. Stadtverwaltung Recklinghausen angestellt. Im August 1943 wurde er dienstverpflichtet als Außenstellenleiter bei einem Gebietskommissar in Litauen, wo er bis Ende 1944 blieb, als er zum Bau des Westwalls verpflichtet wurde. Ab März 1945 musste er Kriegsdienst leisten und kam in Kriegsgefangenschaft.

Vom 20. August 1945 bis zum 29. Juli 1947 wurde er in Recklinghausen und im Lager Staumühle interniert. Das Entnazifizierungsverfahren wurde im November 1947 zunächst eingestellt, da er nicht zum Kreis der Beschuldigten gehörte. Eine Fallzusammenfassung im Dezember 1948 brachte eine Einstufung in die Kategorie IV (minderbelastet), da er für alle Übergriffe in den ersten Monaten der Naziherrschaft im Kreis Beckum verantwortlich war.

Literatur

  • Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 170 (Digitalisat).

Einzelnachweise

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