Otto Schilt

Schweizer Bildhauer From Wikipedia, the free encyclopedia

Otto Heinrich Schilt (* 9. Oktober 1888 in Frauenfeld; † 26. Januar 1943 in Zürich; heimatberechtigt in Frauenfeld und Grenchen) war ein Schweizer Bildhauer. Sein Hauptwerk ist das Thurgauer Soldatendenkmal in Frauenfeld.

Leben und Werk

Denkmal(1921) für die während der Grenzbesetzung im 1. Weltkrieg verstorbenen Thurgauer Soldaten von Otto Schilt (1888–1943) Bildhauer
Soldatendenkmal in Frauenfeld

Schilt und seine vier Geschwister waren die Kinder des Apothekers Viktor Schilt (1852–1934) und der Frauenfelder Stadtpfarrerstochter Ida Luise Berger (1860–1918). Obwohl Schilt schon früh den Wunsch hatte, Bildhauer zu werden, fügte er sich dem Wunsch seines Vaters und studierte Rechtswissenschaft. Neben seinem Studium in Genf besuchte er in seiner Freizeit Kunstkurse bei James Vibert an der École des Beaux-Arts. Nachdem Schilt 1913 in Leipzig den Doktor beider Rechte erlangt hatte, kehrte er nach Frauenfeld zurück und legte das thurgauische Staatsexamen ab, arbeitete jedoch nie als Anwalt. Als er 1919 den Wettbewerb für das Soldatendenkmal in Frauenfeld gewann, war dies auch sein Durchbruch als Bildhauer. Das Monument wurde 1921 eingeweiht. 1920 zog Schilt nach Zürich; 1926 heiratete er die Pianistin Hedy Kraft. Er starb 1943 nach langer, schwerer Krankheit mit 54 Jahren in Zürich.[1]

Schilts Werke umfassen Porträtbüsten wie diejenige von Heinrich Bircher in Aarau sowie Brunnenplastiken und Skulpturen, die vor allem im öffentlichen Raum im Thurgau und in der Stadt Zürich zu sehen sind, z. B. der Zierbrunnen «Knabe mit Aal» in Zürich und der «Pinguinbrunnen» in Frauenfeld.[2]

Werke (Auswahl)

Literatur

Commons: Otto Schilt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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