Oxadixyl

organische Verbindung, nicht mehr zugelassenes Fungizid From Wikipedia, the free encyclopedia

Oxadixyl ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phenylamide und ein von Sandoz (heute Novartis) 1982 eingeführtes systemisches Fungizid.[1]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Allgemeines
Name Oxadixyl
Andere Namen
  • N-(2,6-Dimethylphenyl)-2-methoxy-N-(2-oxo-1,3-oxazolidin-3-yl)acetamid
  • Sandofan
Summenformel C14H18N2O4
Kurzbeschreibung

farbloser, kristalliner Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 77732-09-3
EG-Nummer (Listennummer) 616-492-0
ECHA-InfoCard 100.112.074
PubChem 53735
ChemSpider 48518
Wikidata Q19297826
Eigenschaften
Molare Masse 278,30 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

104–105 °C[1]

Löslichkeit

schwer in Wasser (3,4 g·l−1 bei 25 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
P: 264270301+312501[3]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Oxadixyl kann ausgehend von 2,6-Dimethylphenylhydrazin und 2-Chlorethylchlorformiat gewonnen werden. Das Produkt reagiert mit 2-Methoxyacetylchlorid. Durch Ringschluss entsteht das Endprodukt.[4]

Verwendung

Oxadixyl wird als protektiv und kurativ wirksames Fungizid gegen Oomyceten in einer Vielzahl von Kulturen (Wein, Kartoffeln, Tabak, Hopfen, Sonnenblumen, Zitrus, Obst und Gemüse) eingesetzt.[1]

Um die Ausbildung von Resistenzen zu verzögern wurde Oxadixyl meist gemischt mit einem weiteren Fungizid verwendet.[5]

Zulassung

Oxadixyl war von 1986 bis 1996 in der BRD zugelassen.[6]

In den Staaten der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[7]

Literatur

  • Yong Jiang, F. Grossmann: Cellular Damage to Phytophthora infestans in Tomato Leaves Treated with Oxadixyl: an Ultrastructural Investigation. In: Journal of Phytopathology. Band 132, Nr. 2, Juni 1991, S. 116–128, doi:10.1111/j.1439-0434.1991.tb00102.x.

Einzelnachweise

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