Oxybenzon

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Oxybenzon ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der substituierten Benzophenone.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Oxybenzon
Allgemeines
Name Oxybenzon
Andere Namen
  • 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon
  • BENZOPHENONE-3 (INCI)[1]
Summenformel C14H12O3
Kurzbeschreibung

gelblicher geruchloser Feststoff[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 131-57-7
EG-Nummer 205-031-5
ECHA-InfoCard 100.004.575
PubChem 4632
ChemSpider 4471
DrugBank DB01428
Wikidata Q518114
Eigenschaften
Molare Masse 228,25 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

1,32 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

>62 °C[2]

Siedepunkt

315 °C[2]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser (3 mg·l−1 bei 20 °C)[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 410
P: 273391501[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Oxybenzon kann durch eine Friedel-Crafts-Acylierung von Benzoylchlorid mit 3-Methoxyphenol gewonnen werden.[3]

Synthese von Oxybenzon
Synthese von Oxybenzon

Eigenschaften

Oxybenzon ist ein brennbarer, schwer entzündbarer, gelblicher, geruchloser Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.[2]

Verwendung

Oxybenzon wird als Breitbandfilter für UV-B- und UV-A-Strahlen[4] in Sonnenschutzmitteln (in einer Konzentration von 1 bis 6 %) und Polymeren eingesetzt. Es wirkt als Reagenz bei der gravimetrischen Bestimmung von Kupfer(II). Außerdem wird es zur Herstellung von Poly[(2-hydroxy-4-methoxybenzophenon)propylen] verwendet, einem polymeren Liganden, der für die Synthese von Metall/Liganden-Polychelaten geeignet ist.[5][3]

Sicherheit

Oxybenzon wird als Photoallergen eingestuft.[6] Einige Studien werten dies jedoch als statistisch nicht relevant.[7] Für die Verbindung werden in einigen Studien in sehr hoher Konzentration auch hormonelle Wirkungen aufgezeigt, die jedoch keine signifikanten Einfluss auf den menschlichen Organismus haben.[4] Aufgrund des weiten Einsatzes der Verbindung und der nicht eindeutigen Ergebnisse der Studien steht die Verbindung auf der Liste der CoRAP-Stoffe.

Der Pazifikstaat Palau untersagt seit dem 1. Januar 2020 den Einsatz der Verbindung in Sonnencremes,[8] der US-amerikanische Bundesstaat Hawaii ab dem 1. Januar 2021. Grund sind Studien, die eine Schädigung der Korallenriffe durch die Verbindung aufzeigen.[9][10][11]

Einzelnachweise

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