Oyá
Orisha, afroamerikanische Gottheit
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Oyá (Yansá) ist eine Orisha (Orisa; portugiesisch Orixá; spanisch Oricha; Yoruba: Òrìṣà) der Religion der Yoruba und in den darauf beruhenden afroamerikanischen Religionen wie der kubanischen Santería und dem brasilianischen Candomblé. Sie ist die Herrin der Blitze, der Stürme, des Regenbogens, Personifizierung des Hurrikans und Mutter des Feuers. Sie ist die Göttin des neunarmigen Flusses Niger. Zusammen mit Elegguá, Obbatalá und Orula ist sie die Herrin der vier Winde.[1][2] Oyá war Ehefrau von Orula, ist die Ehefrau von Oggun sowie Geliebte und Kampfgenossin von Changó. Ihr Aufenthaltsort ist der Eingang der Friedhöfe, wo sie die Toten entgegennimmt, vorbereitet und an Yewá weitergibt.[3] Ihr Symbol ist eine kupferne Krone mit neun Spitzen.[4]
| Farben | Alle außer Schwarz |
|---|---|
| Zahlen | 9 |
| Kath. Heilige(r) | Jungfrau von Candelaria |
| Feiertag | 2. Februar |
In einem allgemeineren Sinne gilt Oyá als Göttin des Wandels, der Transformation und des Übergangs.[5] Als Schutzherrin weiblicher Führerschaft verkörpert sie eine zwischen Mütterlichkeit und Kriegertum changierende Weiblichkeit[6] sowie den Kampf gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung.[7]
Weblinks
- Kerstin Volkenandt: ( vom 13. September 2001 im Internet Archive) Kapitel 6.1 des Essays Olodumare und die Orishas ( vom 11. Oktober 2002 im Internet Archive)
Literatur
- Brooks de Vita, Alexis: Oya. In: Carole Boyce Davies: Encyclopedia of the African Diaspora. Barbara: ABC-CLIO 2008.
- Gleason, Judith: Oyá. Black Goddess of Africa. In: Shirley J. Nicholson (Hrsg.): The Goddess re-awakening. Wheaton, IL: Quest 1989.
- Gleason, Judith: Oya. In Praise of an African Goddess. San Francisco: Harper Collins 1992.
- Monaghan, Patricia: Lexikon der Göttinnen. Bern, München, Wien: O. W. Barth 1997.
Rezeption
Die nigerianisch-deutsche Schriftstellerin Efua Traoré machte Oyá zu einer Hauptfigur ihres Kinderromans Children of the Quicksands, der 2021 erschien. Oyá rivalisiert dort mit Oshun, der Göttin der Wasser.[8]