Oyá

Orisha, afroamerikanische Gottheit From Wikipedia, the free encyclopedia

Oyá (Yansá) ist eine Orisha (Orisa; portugiesisch Orixá; spanisch Oricha; Yoruba: Òrìṣà) der Religion der Yoruba und in den darauf beruhenden afroamerikanischen Religionen wie der kubanischen Santería und dem brasilianischen Candomblé. Sie ist die Herrin der Blitze, der Stürme, des Regenbogens, Personifizierung des Hurrikans und Mutter des Feuers. Sie ist die Göttin des neunarmigen Flusses Niger. Zusammen mit Elegguá, Obbatalá und Orula ist sie die Herrin der vier Winde.[1][2] Oyá war Ehefrau von Orula, ist die Ehefrau von Oggun sowie Geliebte und Kampfgenossin von Changó. Ihr Aufenthaltsort ist der Eingang der Friedhöfe, wo sie die Toten entgegennimmt, vorbereitet und an Yewá weitergibt.[3] Ihr Symbol ist eine kupferne Krone mit neun Spitzen.[4]

Weitere Informationen Farben, Zahlen ...
Attribute von Oya
Farben Alle außer Schwarz
Zahlen 9
Kath. Heilige(r) Jungfrau von Candelaria
Feiertag 2. Februar
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In einem allgemeineren Sinne gilt Oyá als Göttin des Wandels, der Transformation und des Übergangs.[5] Als Schutzherrin weiblicher Führerschaft verkörpert sie eine zwischen Mütterlichkeit und Kriegertum changierende Weiblichkeit[6] sowie den Kampf gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung.[7]

Literatur

  • Brooks de Vita, Alexis: Oya. In: Carole Boyce Davies: Encyclopedia of the African Diaspora. Barbara: ABC-CLIO 2008.
  • Gleason, Judith: Oyá. Black Goddess of Africa. In: Shirley J. Nicholson (Hrsg.): The Goddess re-awakening. Wheaton, IL: Quest 1989.
  • Gleason, Judith: Oya. In Praise of an African Goddess. San Francisco: Harper Collins 1992.
  • Monaghan, Patricia: Lexikon der Göttinnen. Bern, München, Wien: O. W. Barth 1997.

Rezeption

Die nigerianisch-deutsche Schriftstellerin Efua Traoré machte Oyá zu einer Hauptfigur ihres Kinderromans Children of the Quicksands, der 2021 erschien. Oyá rivalisiert dort mit Oshun, der Göttin der Wasser.[8]

Fußnoten

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